Samstag, 25. November 2017

22. Januar 2015 00:32 Uhr

Gemeinderat II

Zwei Sportvereine kritisieren jetzt den Hallen-Beschluss

Forderung, die Diskussion neu zu führen, wird vom Gremium mit 10:6 abgelehnt. Welche Räte es gern getan hätten

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Mit großem Unverständnis haben Sportvereine auf die Entscheidung des Affinger Gemeinderates gegen eine wettkampftaugliche Ballsporthalle an der Realschule in Bergen reagiert. Das haben die DJK Gebenhofen-Anwalting und der TSV Mühlhausen in einem Brief an die Gemeinde formuliert. Darin ist die Rede davon, dass man eine „einmalige Chance“ verstreichen lasse. Der FC Affing hat sich nicht geäußert. Der Gemeinderat lehnte es am Dienstag aber mit 10:6 Stimmen ab, die Debatte neu aufzurollen.

Knackpunkt war für die Mehrheit: Es gibt keine neuen Gesichtspunkte, die es rechtfertigen, noch einmal über den Beschluss zu sprechen. Denn nur dann ist es laut Geschäftsordnung möglich, einen Beschluss zu revidieren, wie Zweiter Bürgermeister Markus Winklhofer betonte. Er verwies auf drei Sitzungen zur Halle und eine Informationsfahrt. Für den Ligabetrieb von Ballsportarten, wie Basketball oder Handball, wäre die größere Variante notwendig. Dafür wäre der Kostenanteil der Kommune laut Schätzung mit 2,4 Millionen Euro um rund 800000 Euro höher gewesen als bei einer kleineren Zweifachhalle. Der Kreis als Schulträger finanziert nur einen Anteil für eine Schulsporthalle. Mehrkosten müsste Affing allein schultern. Das 4,5-Millionen-Projekt soll ab 2016 gebaut werden.

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Markus Jahnel erklärte: „Das Engagement kommt zu spät.“ Er erinnerte an die denkbar knappste Abstimmung (beim Stimmenpatt von 10:10 war die große Lösung im Dezember vom Tisch). Bei einer besseren Beteiligung der Vereine an der Sitzung und im Vorfeld „wäre es sicher möglich gewesen, die Entscheidung zu ändern“. Obwohl es auch für ihn als Verfechter der größeren Halle traurig sei, beantragte Jahnel nicht mehr abzustimmen.

Im Gegensatz dazu sprach Manfred Klostermeir von einer verkehrten Entscheidung und Xaver Lindermeir wollte sie „noch mal überdenken“. Das Gremium war auf dem besten Wege, erneut Für und Wider zu diskutieren, als Gerhard Faltermeier einen Antrag zur Geschäftsordnung stellte. Mit 10:6 Stimmen lehnte es das Gremium ab, die Hallendiskussion erneut zu führen. Neben Klostermeir und Lindermeir wollten sie Georg Brandmeier, Josef Schmid, Albert Gutmann und schließlich auch Gerald Eberl neu aufrollen. Eberl hatte zunächst selbst festgestellt, dass es keine neuen Gesichtspunkte gebe und die Aktion der Vereine „arg verspätet“ erfolgt sei.

Die zahlreichen Zuhörer nahmen die Entscheidung mit verhaltenem Unmut zur Kenntnis. Winklhofer bat um Verständnis und gab ihnen mit auf den Weg, dass es hilfreich gewesen wäre, wenn es früher mehr Unterstützung gegeben hätte. Kommentar aus dem Publikum: „Die Entscheidung bleibt trotzdem falsch.“ (jca)»Kommentar

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