Rund 100 Gersthofer kommen zur Vorstellung der fünf Planungsentwürfe Von Florian Eisele

Wie soll das neue Gesicht von Gersthofen aussehen? Nachdem die fünf Planungsentwürfe, die aus der Bürgerwerkstatt hervorgegangen sind, im Rathaus vorgestellt wurden, hatten am Donnerstagabend die Gersthofer das Wort. Rund 100 waren zur Veranstaltung im großen Sitzungssaal des Rathauses gekommen. Sie führten vor den Augen von Bürgermeister Schantin und vielen Stadträten eine meist sachliche und teils hitzige Diskussion um die Ideen, die die Architektenbüros ausgearbeitet hatten.
Kritik gab es von einem Bürger Gersthofens, der sich bereits in der Vergangenheit zu dem Thema geäußert hatte: Ex-Bürgermeister Siegfried Deffner. Der Vorgänger von Amtsinhaber Jürgen Schantin kritisierte, dass bei den Entwürfen weder die Geschäftsleitung des City- Centers noch Peter Pletschacher, der Besitzer der potenziellen Fläche für das Forum, eingebunden waren. Diesen Vorwurf konterte nach dem Ende der Veranstaltung sein Nachfolger Jürgen Schantin. „Ich finde es unfair, bei uns nur die Fehler zu suchen. Zuerst hat man uns vorgeworfen, dass wir uns zu sehr von den Investoren einlullen lassen. Jetzt ist es auch wieder nicht recht“, erklärte er.
Den anderen Gersthofern, die an dieser vorerst letzten Sitzung der Bürgerwerkstatt teilnahmen, lag vor allem der Verkehrsfluss am Herzen. Schon jetzt sind täglich 14000 Autos auf der Bahnhofstraße unterwegs – nach allen fünf Plänen soll der Verkehr beruhigt und umgeleitet werden. „Wenn sich die Einkaufsflächen durch das neue Forum verdoppeln, sind doch auch mehr Autos unterwegs“, befürchtete ein Anwohner. Vor allem der Anlieferungsverkehr für die neuen Geschäfte im Forum machte den Anwohnern Sorgen.
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