Dienstag, 17. Oktober 2017

28. Februar 2013 00:30 Uhr

Verkehr

Bahn frei für den Grottenau-Radweg

Nach jahrelanger Diskussion soll in diesem Jahr die Südseite der Verkehrsachse in Angriff genommen werden

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Gute Nachricht für Radfahrer in Augsburg: Wie es aussieht, soll noch in diesem Jahr mit dem Lückenschluss der Ost-West-Radachse in der Grottenau begonnen werden. Der Radweg entlang der Hauptverkehrsachse in der Innenstadt zwischen Hauptbahnhof und Jakobertor ist seit Jahren unvollendet. Bei den Haushaltsberatungen wurden jetzt 200000 Euro für 2013 eingeplant, für das kommende Jahr sind weitere 400000 Euro vorgesehen.

„Wir wollen in diesem Jahr beginnen“, so Baureferent Gerd Merkle (CSU). Geplant sei, auf der Südseite der Grottenau zwischen Theater und dem Leonhardsberg („Mages-Kreuzung“) eine Radspur entlang der Fahrbahn einzurichten. Wann Baubeginn sein soll, ist noch unklar, weil der Haushalt zunächst vom Stadtrat verabschiedet und dann von der Regierung von Schwaben genehmigt werden muss. Vor Sommer ist nicht damit zu rechnen.

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Die Planungen sehen vor, die beiden Fahrspuren für Autos in jede Richtung zu erhalten, aber zu verschmälern. Dafür soll dann ein Radfahrstreifen am rechten Fahrbahnrand markiert werden.

Die Grottenau gilt seit Jahren bei Fahrradfahrern als Gefahrenschwerpunkt. Noch ist die exakte Linienführung unklar. Bisherige Planungen sahen vor, direkt im Bereich vor der früheren Grottenaupost auf einen Radfahrstreifen zu verzichten, weil hier die Rechtsabbiegerspur zum Ernst-Reuter-Platz im Weg ist. Momentan prüft das Tiefbauamt, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, in diesem Bereich einen abgegrenzten Radler-Bereich einzurichten.

Janos Korda vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub begrüßte die Entscheidung. „Es ist ein Grund zur Freude, und es wird auch Zeit.“ Die Grottenau sei inzwischen die einzige große Verkehrsachse, die über keinen Radweg verfüge.

Radler können damit künftig den Weg direkt durch die Innenstadt nehmen – anstatt die Stelle zu umfahren oder sich neben die mehr als 20000 Autos zu quetschen, die täglich die Straße passieren.

Die Achse Konrad-Adenauer-Allee/Fuggerstraße als Nord-Süd-Richtung wird mit dem Kö-Umbau in diesem Jahr neu gestaltet und radlerfreundlicher. Laut Merkle sind inzwischen auch die 50000 Euro, die für das Projekt „Rad-Stadt 2020“ vorgesehen sind, im Haushalt. Im ersten Entwurf war das Projekt noch nicht enthalten.

Anteil der Fahrradfahrer liegt bei 17 Prozent

Die Stadt will wie berichtet bis zum Jahr 2020 erreichen, dass 25 Prozent des Verkehrs über das Fahrrad abgewickelt werden. Um das zu erreichen sollen neue Radwege gebaut werden, aber auch Werbung fürs Fahrrad als Verkehrsmittel finanziert werden. In einer Umfrage des ADFC schnitt Augsburg zuletzt aber im bundesweiten Vergleich schlecht ab. Trotzdem steigt der Anteil der Radfahrer in Augsburg. Laut einer Verkehrserhebung der Stadtwerke wurden im zweiten und dritten Quartal 2011 noch 15 Prozent des Verkehrs mit dem Rad abgewickelt. Ein Jahr später waren es 17 Prozent. »Kommentar

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Schlagworte

Augsburg | Gerd Merkle | CSU | Janos Korda | ADFC

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