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29. Oktober 2011 07:24 Uhr

Mord an Polizisten

Erschossener Polizist: Mathias Vieth hinterlässt eine Familie

Das Opfer des Augsburger Polizisten-Mords, Mathias Vieth, war verheiratet und hat zwei Söhne. Freunde und Kollegen weinten.

Das Foto zeigt ihn gut gelaunt, zusammen mit Bekannten. Jetzt ist sein Lächeln ausgelöscht. Der Polizeibeamte Mathias Vieth (41), der Freitagfrüh im Siebentischwald erschossen wurde, war ein freundlicher, engagierter Mensch – im Dienst wie im Privaten. So beschreiben ihn Menschen, die ihn kannten.

Als sich die Nachricht von seinem Tod am Freitag unter Augsburger Polizisten verbreitet, sind sie entsetzt. Polizeibeamte brechen in Tränen aus. Manche brauchen psychologische Betreuung. „Das hat auch erfahrene Kollegen sehr mitgenommen“, berichtet ein Streifenpolizist.

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Im Polizeipräsidium an der Gögginger Straße hängt im Eingangsbereich eine Ehrentafel aus Stein, die an die beiden anderen Augsburger Polizisten erinnert, die nach dem Zweiten Weltkrieg im Dienst getötet wurden. Die Namen der Männer sind dort eingraviert. Immer wieder bleibt am Freitag ein Polizist stehen und betrachtet die Tafel. „Man will es nicht wahrhaben, dass hier wohl bald ein dritter Name steht“, sagt ein Ermittler der Kripo. Polizist erschossen: "Wir werden die Täter bekommen"

Polizeihauptmeister hatte zwei Söhne

Mathias Vieth hinterlässt eine Familie. Der Polizeihauptmeister war verheiratet und hatte zwei Söhne, 13 und 17 Jahre alt. Er arbeitete offenbar noch nicht lange in der Polizeiinspektion Augsburg-Süd, die auch für den Stadtteil Hochzoll, den Kuhsee und den weitläufigen Siebentischwald zuständig ist. Der 41-Jährige lebte mit seiner Familie im Süden von Königsbrunn, in der Natur. Seine Ehefrau wurde rund eineinhalb Stunden nach der Tat informiert. Sie konnte angeblich am Vormittag den Tatort besuchen – den Ort, an dem ihr Mann starb.

In der Freizeit engagierte sich Mathias Vieth im Königsbrunner Fischereiverein, wurde dort im Jahr 2009 sogar zweiter Jugendgruppenleiter. Ein Jugendfischen, das für den morgigen Sonntag geplant gewesen wäre, wurde kurzfristig abgesagt. Mit großem Engagement habe Vieth regelmäßig Aktionen organisiert, etwa Zeltlager oder Säuberungsaktionen rund um die Fischweiher im Süden von Königsbrunn, heißt es aus dem Verein. Die Mitglieder beschreiben ihn als gesellig und umgänglich.

Mathias Vieth war gerne Polizist

Für die Jugendlichen sei er ein guter Kamerad gewesen. Er war gerne Polizist, prahlte aber nie mit seiner Arbeit. Manch einer im Verein wusste gar nicht, dass er als Polizist arbeitet. Nun erinnert ein Trauerflor an jedem Streifenwagen an den getöteten Mathias Vieth.

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