Donnerstag, 18. Januar 2018

13. Januar 2018 08:46 Uhr

Gundelfingen

Große Ehre für Schwester Maria Elisabeth

Gundelfingen würdigt die Verdienste um das Kinderheim. Auch Vertreter von Gartner und Wasserwacht erhalten Auszeichnung.

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Bürgermeisterin Miriam Gruß (2. von rechts) ehrte verdiente Bürger (von links): Klaus Lother, Schwester Maria Elisabeth und Ernst Schoupa.
Foto: Andreas Schopf

Miriam Gruß hat die große politische Bühne in Berlin erlebt. Jetzt ist sie Bürgermeisterin in Gundelfingen – ein bemerkenswerter Schritt. Sind die Voraussetzungen in einer nordschwäbischen Kleinstadt doch ganz andere als in der Bundeshauptstadt. „Dass Sie mich als Frau mit einem kleinen und einem mittelgroßen Kind“, sagt Gruß und formuliert zwei „Ausrufezeichen“ dazu, „zu Ihrer Bürgermeisterin gewählt haben, noch dazu eine von außen, ist für eine bayerisch-schwäbische Stadt schon sehr tolerant.“

Es war die erste Jahresauftaktrede der 42-Jährigen, nachdem sie im vergangenen Sommer zum Oberhaupt der Stadt gewählt wurde. Im prall gefüllten Sitzungssaal des Rathauses ließ Gruß im Rahmen der ersten Stadtratsitzung 2018 das vergangene Jahr Revue passieren – und blickte auf das neue. „Die Welt verändert sich, und auch wir müssen uns ein bisschen verändern“, sagte sie, um neudeutsch zu ergänzen: „Gundelfingen braucht ein Update.“ Im neuen Jahr stehen dafür große Investitionen in der Gärtnerstadt an. Allen voran die Maßnahmen an der Brenzhalle sowie der Westlichen Bleicheinsel werden den Haushalt belasten. Dazu kommt etwa die Sanierung des Wasser- und Kanalnetzes. Die Stadt sei finanziell derzeit in einer herausragenden Position – 14 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen sei Dank. „Wir wissen aber auch, dass das wahrscheinlich nicht so bleiben wird“, sagte Gruß. Sieben bis acht Millionen Euro davon werden an den Landkreis gehen.

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Ihr sei es wichtig, die richtigen Prioritäten zu setzen, nach dem Muster der drei „T“. Zum einen die Toleranz, die sich nicht nur in ihrer Wahl zur Bürgermeisterin gezeigt habe, sondern auch in der Arbeit des Helferkreis Asyl. „Die Arbeit, die beispielsweise bei der Bewältigung der Integration geleistet wurde und wird, sucht seinesgleichen.“ Zum anderen die Talente, also die Arbeit in Kindergärten, Schulen oder Vereinen. In diesem Bereich müsse weiter in die Zukunft investiert werden. Und zum dritten die Technologie der örtlichen Unternehmen. „Wir profitieren, das hat man gerade im letzten Jahr gesehen, massiv von deren Schaffenskraft in Form von Gewerbesteuer.“

Neben der Rede zur Lage der Stadt ehrte Gruß auch drei verdiente Bürgerinnen und Bürger. Die Ehrennadel in Bronze erhielt Ernst Schoupa von der Wasserwacht. Seit Jahren überwacht er die Badeseen und das Gundelfinger Hallenbad. Dazu ist er bei Großveranstaltungen wie etwa dem Faschingsumzug oder Weihnachtsmärkten als Sanitäter im Einsatz. „Wenn es Sie nicht gäbe, hätten viele Kinder nicht schwimmen gelernt, wären viele Menschen nicht in der Wasserwacht ausgebildet worden und hätten so viele Feste nicht stattfinden können.“ Die Auszeichnung sei stellvertretend für alle, die in diesem Bereich ihren Dienst leisten.

Klaus Lother reiste aus seiner neuen Heimat London nach Gundelfingen, um die Ehrennadel in Silber entgegen zu nehmen. Der Geschäftsführer der Firma Gartner habe das Unternehmen als Weltmarktführer im anspruchsvollen Fassadenbau etabliert und dadurch 800 Arbeitsplätze in Gundelfingen gesichert, sagte Gruß. „Unsere Mitarbeiter fühlen sich wohl hier“, antwortete der Geehrte und wies auf die 150-jährige Firmenhistorie hin. „Das schaffen nur ganz wenige Unternehmen.“

Die Ehrennadel in Gold und damit die höchste Ehrung erhielt Schwester Maria Elisabeth Marschalek. Ihr Engagement für das Kinderheim sei uneigennützig, nachhaltig, mutig und eindrucksvoll, lobte die Bürgermeisterin. „Sie kommen nicht oft, aber wenn Sie kommen und etwas brauchen, dann brennt die Hütte.“ Im Vordergrund stehe die Betreuung der Kinder und Jugendlichen, aber auch administrative Aufgaben seien zu erledigen. Schwester Maria Elisabeth brachte ihre Dankbarkeit über die Auszeichnung zum Ausdruck. „Das ist nicht nur für mich, sondern auch für alle Mitarbeiter und Kinder.“ Auch wenn ein Kinderheim keine Lobby habe, sei es dennoch ein guter Botschafter der Stadt.

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Ein Artikel von
Andreas Schopf

Günter Holland Journalistenschule
Ressort: Volontär

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