Montag, 23. Oktober 2017

01. April 2017 15:01 Uhr

Dillingen

Lernen und lehren wie waschechte Kneippianer

Fachakademie für Sozialpädagogik in Dillingen erhält Gütesiegel. Damit reiht sie sich in eine Dillinger Tradition ein

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Sie freuen sich über die Kneipp-Zertifizierung: (von links) Erika Schweizer, Werner Eitle, Ingeborg Pongratz und Peter Kosak.
Foto: Roderfeld

Erfreuliche Nachrichten für die Kneipp-Stadt Dillingen: Die Fachakademie für Sozialpädagogik Dillingen hat das Gütesiegel des Kneipp-Bundes übergeben bekommen. Sie wurde als erste staatlich anerkannte katholische Fachakademie für Erzieher damit zertifiziert. Ingeborg Pongratz, Landesvorsitzende des Kneipp-Bundes in Bayern, führte in ihrer Rede die Kneipp-Lehre an, die von den Studierenden der Akademie verinnerlicht und weitergetragen werden soll. „Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel“, sagt Pongratz und zitiert damit Pfarrer Sebastian Kneipp. Die Gesundheitsförderung von Kindern sei deshalb besonders wichtig. „Gemeinsam müssen wir die Kinder stark machen gegen alles, was ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden beeinträchtigen könnte.“

Für Pongratz hat Kneipp eine ganz besondere Bedeutung. „Kneipp ist für mich nicht nur Wasser, sondern eine ganze Lebensphilosophie als Maßnahme zur Gesunderhaltung und Prävention.“ Jetzt sei es die Aufgabe der Studierenden, die Lehre Kneipps in Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Krippen, Kinderhorten sowie Kinder- und Jugendzentren zu überliefern.

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Auch Peter Kosak, Direktor des Schulwerks der Diözese Augsburg, richtete sich in seiner Rede an die Studierenden. „Die kneippsche Gesundheitsidee zu erlernen, ist ein Privileg.“ Umso wichtiger sei es, sich dieser im Zuge der Arbeit in den Einrichtungen zu bedienen. „Harmonie von Körper, Geist und Seele ist die beste Medizin, die es gibt“, sagte Kosak.

Musikalisch begleitet wurde die Feierlichkeit von dem Chor der Fachakademie. Die Sänger präsentierten ein indianisches Gebetslied über Wasser und orientierten sich damit thematisch an den kneippschen Elementen.

Auch Erika Schweizer bedeutet die Zertifizierung viel. Die Lehre Sebastian Kneipps biete die einfachsten Mittel, um gesund zu sein. „Ich bin auf diesen Weg gekommen und er hat mich fasziniert“, erklärt die Stadträtin und Erste Vorsitzende des Kneippvereins der Stadt. Als Dillingerin sei sie besonders stolz, dass es neben einer Kneipp-Grundschule und einer Kneipp-Kita jetzt auch eine Kneipp-Fachakademie gibt. Diese sei die erste zertifizierte Akademie in ganz Bayern.

Mit der Auszeichnung sind die Kneipp-Ideen ein fester Bestandteil im Bereich der Gesundheitsvorsorge, sagte Pongratz. Das an den Schulleiter Werner Eitle übergebene Gütesiegel des Kneipp-Bundes mache eine seriöse Aussage über die Qualität der Gesundheitsprävention an seiner Akademie. „Hier werden die kneippschen Ideen in korrekter Weise und hoher Qualität angeboten und umgesetzt.“ Mit einem Gedicht schloss die Vorsitzende ihre Rede ab. Demnach trinkt ein „waschechter Kneippianer“ viel Wasser, bedient sich an Heilpflanzen, genießt Essen in Maßen, bewegt sich mal flott und nimmt sich zugleich Zeit zum Ruhen.

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Ein Artikel von
Judith Roderfeld

Günter Holland Journalistenschule
Ressort: Volontärin


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