Sonntag, 24. September 2017

31. Dezember 2016 07:25 Uhr

Donauwörth

Airbus Helicopters wechselt wieder seinen Namen

Das Airbus-Werk in Donauwörth erhält erneut einen neuen Namen. Warum nach nur drei Jahren der Begriff „Helicopters“ wegfällt.

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Schon wieder Geschichte: der Name Airbus Helicopters. Künfig heißt der Hubschrauberhersteller nur noch Airbus.
Foto: Wolfgang Widemann

In Donauwörth steht die größte Fabrik Nordschwabens. Sie hat in den über 100 Jahren, in denen es den Standort bereits gibt, immer wieder einen neuen Namen bekommen. Nun ist es erneut soweit: Nur drei Jahre, nachdem sich Eurocopter in Airbus Helicopters verwandelt hat, ist auch diese Bezeichnung zum 1. Januar 2017 wieder Geschichte. Das Wort Helicopters fällt weg. Es bleibt: Airbus.

Beschlossen haben dies die Verantwortlichen des Airbus-Konzerns schon vor ein paar Monaten, nachdem ein sogenanntes Transformationsprogramm gestartet worden war. Zum Jahreswechsel werden nun die Airbus Group (Gruppe) und die größte Division Commercial Aircraft (kommerzielle Luftfahrt) zu einer neuen Gesellschaft zusammengelegt. Dies ebne den Weg für eine Erneuerung der Konzernorganisation, erklärte Airbus-Chef Tom Enders. Führungsstrukturen würden vereinfacht, die Effizienz werde gefördert und die Integration des Gesamtkonzerns werde vorangetrieben. Airbus Helicopters, das eine eigene Division bildet, bleibe ein „integraler Bestandteil des Konzerns“ und werde durch die Fusion „erheblich von gezielterer Unterstützung im operativen Geschäft sowie reduzierten Kosten profitieren“, so Enders.

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Zum Jahreswechsel wird jetzt eine „einheitliche Marke Airbus für den Gesamtkonzern und alle seine Gesellschaften“ eingeführt. Das heißt: kein „Helicopters“ mehr im Namen. Was eine gewisse Umstellung bedeutet, ist der Begriff Airbus Helicopters im Unternehmen, bei dessen Mitarbeitern (allein in Donauwörth rund 6800) und bei dessen Produkten doch allgegenwärtig.

Als zum Jahreswechsel 2013/14 die Ära Eurocopter zu Ende ging, wurde bereits Wochen zuvor mit dem Austausch von Schildern begonnen und zum Stichtag bekamen die Beschäftigten neue Mitarbeiterausweise. Ein derart großer Aufwand werde dieses Mal nicht gleich betrieben, teilt Pressesprecher Gregor von Kursell auf Anfrage mit: „Zum 1. Januar soll noch nichts geschehen.“ Die Umfirmierung werde über einen gewissen Zeitraum schrittweise vollzogen. Im Firmenlogo werde wohl das Wort „Helicopters“ wegfallen, der Hubschrauber aber weiter zu sehen sein.

Welchen Aufwand es bedeutet, in einem Unternehmen dieser Größe den Namen zu ändern, verdeutlicht ein kleines Detail vor ein paar Wochen am Rande der Flugshow für den neuen Marinehubschrauber Sea Lion (Seelöwe) in Donauwörth: Auf einem Absperrband war noch immer „Eurocopter“ zu lesen.

Hier die Namen des Donauwörther Werks in der Geschichte des Industriestandorts: 1908 Trasswerk, 1917 bis 1929 Maschinenfabrik Loeffellad, 1934 Maschinenfabrik Donauwörth, 1946 bis 1957 WMD, dann Siat WMD, 1965 Bölkow-WMD/Siat, 1972 MBB, 1992 Eurocopter, 2014 Airbus Helicopters, 2017 Airbus.

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Donauwörth | Eurocopter

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Ein Artikel von
Wolfgang Widemann

Donauwörther Zeitung
Ressort: Lokalnachrichten Donauwörth



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