Kiwanis Club stößt Projekt an, das Kinder vor Gewalt schützen soll. Sozialministerin Christine Haderthauer ist die Schirmherrin

Donauwörth Gewalt hat viele Gesichter. Doch besonders im Kindes- und Jugendalter haben emotionale Vernachlässigung, körperliche und seelische Misshandlungen schwere Auswirkungen auf die geistige, aber auch körperliche Entwicklung der Kinder. Umso wichtiger ist es, Eltern und Pädagogen an dieses heikle Thema heranzuführen. Aber auch die Betroffenen, die Kinder selbst sollen frühzeitig erlernen, sich zu behaupten und „nein“ zu sagen, wenn ihre persönlichen Grenzen überschritten werden. Genau hier setzt ein Gewaltpräventionsprojekt des Kiwanis Clubs Donauwörth an.
In einem Theaterstück mit dem Titel „Geheimsache Igel“ wird Kindern von fünf bis neun Jahren in Kindergärten und Schulen das Thema auf spielerische Weise vermittelt. Das Stück zeigt, wie Gewalt in verschiedenster Art in das Leben eines Kindes eindringen kann und das seelische Leben eines Kindes verändert.
Es wird aber auch eindringlich vermittelt, wie sie sich aus der Gewalt durch ein selbstbewusstes „Nein“ unter Zuhilfenahme von Freunden befreien können. Die Kinder werden somit für das Thema Gewalt sensibilisiert und lernen, ihrer Wahrnehmung zu trauen und ihre Grenzen einzufordern. Eng verknüpft mit der Thematik des Theaterstückes können die Pädagogen in den Einrichtungen dann Inhalte erarbeiten und gestalten und so das schwierige Thema mit den Kindern aufarbeiten.
Damit das Angebot des Clubs auch wahrgenommen wird, erläuterte Gertraud Appel-Helmer, Präsidentin des Kiwanis-Club Donauwörth, bei einer Auftaktveranstaltungen 150 Pädagogen und Erziehern aus Grundschulen und Kindergärten aus dem Landkreis die Inhalte. „Dass sie hier sind, zeigt, dass sie sich einem Schattenthema unserer Gesellschaft annehmen wollen, nämlich Gewalt gegen und unter Kindern“, sagte Appel-Helmer. Fachlich steht Heinrich Riegel, Leiter der Erziehungsberatungsstellen Donauwörth und Nördlingen, und Maria Johanna Fath, Leiterin des Traumahilfe-Netzwerkes Augsburg und Schwaben, zur Seite.
Die Kiwanis-Clubs Donauwörth und Nördlingen möchten Eltern, Erzieher und Pädagogen in enger Zusammenarbeit mit den Erziehungsberatungsstellen des Landkreises bei Fachvorträgen, Elternabenden usw. an dieses schwierige Thema heranführen und bei der Organisation der Theateraufführungen und der Vor- und Nachbereitung finanziell zur Seite stehen.
Schirmherrin des Gewaltpräventionsprojektes „Geheimsache Igel“ ist für die Kiwanis-Clubs Donauwörth und Nördlingen im Landkreis Donau-Ries das Bayerische Sozialministerium mit Sozialministerin Christine Haderthauer. (dz)
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