Mittwoch, 3. September 2014

Radtouren Augsburg und Umgebung

24. April 2011 10:00 Uhr

Ammerseeumrundung (2)

Wilde Natur und kurz geschorener Rasen

Das Ostufer bietet ein vielgestaltiges Bild

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Radltour rund um den Ammersee: Bauernhof mit Misthaufen und Kapelle in Rausch.
Fotos. Stephanie Millonig

Eching Auf zur zweiten Etappe bei der Ammerseeumrundung. 15 Kilometer nach dem Start in Dießen ist die Gemeindegrenze von Schondorf und Eching überschritten worden und man erreicht ein recht beschauliches Stück Seeufer. An der Kaag-angerstraße wechseln Obstänger mit großzügigen Villengrundstücken. Am Freizeitgelände, das mit seinem flachen Ufer für Familien ideal ist, muss sich der Radler erstmals entscheiden: Folge ich dem Radweg 9, der durch den Südteil von Eching verläuft, und parallel zur Autobahn gen Osten? Oder nehme ich die Variante acht entlang des Seeufers? Seeblick ist aber auch bei Variante 2 nicht garantiert: Ein Urwald aus Schilf und Gebüsch erhebt sich südlich des Weges, auch hier gilt Betretungsverbot, um die Natur vor dem Freizeitdruck zu schützen. Ganz mit der Natur halten es auch die Naturfreunde Ammersee, die hinter hohen Hecken ihrem FKK-Idyll frönen.

Ader der Mobilität

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Schützenswerte Natur und Ader der Mobilität: Naturschutzgebiet und Autobahn trennen nur einige Meter. Autobahn, Ortsverbindungsstraße und Radweg überqueren auf der gleichen Brücke die Amper. In Stegen fällt natürlich zuerst der Blick auf die imposanten Gefährte der Seenschifffahrt. Die lang gezogene Strandanlage bietet einen der schönsten Blicke über den See, hinter dem im Süden die Berge aufragen, vor allem bei Föhn ein atemberaubendes Panorama.

Dann heißt es sich zum ersten Mal auf die Wegrichtung konzentrieren. Denn nun geht es auf der Ostseite weiter den See entlang Richtung Süden. Doch wer zu weit der mit Bärlauch umwachsenen Allee nach Süden folgt, findet sich plötzlich auf dem Fußgängern vorbehaltenen Siebenbrückerlweg nach Buch. Der Handzettel aus der Dießener Tourismusinformation weist den Weg links steil die Bergstraße hinauf. Die Straße ist jedoch gerade Baustelle und nicht ausgeschildert. Es handelt sich um die erste Straße nach der Sackgasse, die vor einem Bootslagerplatz links den Hang hinauf führt. Die Baustelle lässt sich zumindest schiebenderweise überwinden. Sollte die Baustelle kein Durchkommen ermöglichen, hilft nur der Umweg über Inning, der Radweg ist ausgeschildert. Auch hier landet der Radler, wie bei der Route über die Bergstraße, im Schornweg und folgt diesem nach Süden.

Grüne Wiesen und Weiden

Der Höhenweg erlaubt den Blick auf den See, verschwindet aber bald in einem Wäldchen und mündet in die Waldstraße in Buch. Hier folgt man der Ausschilderung Richtung Breitbrunn und lässt sich möglichst nicht verführen, dem blauen Fußweg/Radwegschild zum Dampfersteg zu folgen. Dort kann man zwar den Blick auf den See genießen, es findet sich unten am Wasser aber wieder nur der kleine Wanderweg Richtung Breitbrunn.

Als Radweg ausgeschildert ist zwischen Buch und Breitbrunn ein schöner Feldweg auf der Höhe, der an grünen Wiesen und Weiden vorbeiführt, die im Frühjahr von blühenden Schlehen und anderen Büschen umrahmt sind. Diese Naturschönheit, die an die Idylle alter Heimatfilme erinnert, verlässt der Radler aber bald, um wieder durch gutbürgerlich einförmige Wohnstraßen in Breitbrunn zu fahren. Das ist eines der Phänomene dieser Radtour: Innerhalb weniger Meter ändert sich die Grundstimmung total. Wo gerade noch wilde Natur, nostalgische Bootshäuschen oder idyllische Kulturlandschaft den Charme vergangener Zeiten verströmten, findet sich der Radler einige Radumdrehungen weiter wieder in der Gegenwart deutschen Kurzrasens.

Blick auf den See in Breitbrunn

In Breitbrunn noch ein Blick über den See, dann geht es wieder richtig hinein in die Landschaft: Am Ende der Bucher Straße wird die Staatsstraße überquert, über den Friedhofsweg geht es links in die Jaudesbergstraße bis zur Wörthseestraße, nach 30 Metern rechts die Straße überqueren und dem Radweg nach Ellwang und Rausch folgen. Dies sind zwei Weiler, die noch aus einer vergangenen Welt zu stammen scheinen: Kühe und Pferde sind auf der Weide, Hühner und Katzen streifen ums Haus, ein Misthaufen neben dem Stall ... Auf diesem Weg von Ellwang nach Rausch bietet sich dem Radler übrigens ein weiterer grandioser Anblick aufs Alpenpanorama: Zugspitze und Kloster Andechs auf einen Blick – wenn das nicht Bayern von seiner schönsten Seite ist ...

In Rausch liegt dem Radler die Herrschinger Bucht zu Füßen, hinunter läuft es von alleine und die milde Nachmittags- oder Abendsonne sollte auf jeden Fall in einem Biergarten an der Herrschinger Promenade genossen werden. Gestärkt geht es dann weiter, das letzte Drittel zu bewältigen.

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