Mittwoch, 23. August 2017

08. August 2017 17:51 Uhr

Thannhausen

Unbekannte beschmieren Thannhauser Kirchturm

Unbekannte Täter klettern auf das Gerüst und verunstalten die neu renovierte Fassade. Offenbar verewigten sie sich auch noch an weiteren Orten im Stadtgebiet.

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Josef Kirschenhofer lässt sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen. Auch jetzt kann er nur mit dem Kopf schütteln. Er steht am Fuß des 63 Meter hohen Glockenturms der Thannhauser Stadtpfarrkirche und blickt das Gerüst hinauf. Die Kirche wird derzeit renoviert. Bislang unbekannte Täter nutzten das Gerüst, um die Fassade des Turms mit Schmierereien zu verunstalten. Maler hatten sie am Montagmorgen entdeckt und Kirschenhofer informiert. In Absprache mit Pfarrer Stefan Finkl wurde umgehend die Polizei gerufen.

Polizei ermittelt auch wegen fremdenfeindlicher Sprüche und Motive

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Offenbar kletterten die Täter auf der dem Friedhof zugewandten Seite auf das Bauwerk bis unterhalb des Turmdaches. Mit neon-grüner und schwarzer Farbe sprühten sie verschiedene Zeichen und Sprüche über die gesamte Länge des Turms an die weiße Wand. Weil sich darunter auch ein Hakenkreuz befindet und Sprüche wie „Bleibt Deudschland treu“, die zwar orthografisch nicht ganz korrekt sind, im Ansatz aber auf einen rechtsradikalen oder zumindest fremdenfeindlichen Hintergrund deuten könnten, werde auch in diese Richtung ermittelt, bestätigt die Krumbacher Polizei. Dafür spricht auch, dass die Asylunterkunft in der Edmund-Zimmermann-Straße ebenfalls besprüht wurde. Allerdings beschmierten die Täter noch weitere Hauswände sowie ein Schild in der Edmund-Zimmermann-Straße, der Jahnstraße und in der Karrenbergstraße. Am Straßanger wurden zwei Autos besprüht. Ob dahinter ein System steckt oder das Werk randalierender Jugendlicher, ist unklar. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagt Claus Schedel, Sprecher der Krumbacher Polizei. Im Rahmen dieser Ermittlungen bittet die Polizei auch dringend um Hinweise aus der Bevölkerung.

Belohnung für Ergreifung des Täters ausgesetzt

Ein Mitarbeiter des mit der Renovierung beauftragten Planungsbüros rät Kirschenhofer, die Farbe schnellstmöglich mit einem speziellen Reinigungsmittel zu entfernen, da sich die lösemittelhaltige Farbe in den Putz fressen kann. In diesem Fall ließe sich das Werk der Randalierer kaum mehr überstreichen und müsste aus dem Putz gefräst werden. Nach der Reinigung erst könne getestet werden, ob sich die Stellen überstreichen lassen. Sollte die Farbe nicht decken, muss der Putz ausgetauscht werden. Besonders ärgerlich ist für Kirschenhofer, dass die Sanierung des Kirchturms bereits weit fortgeschritten war. Den Erstanstrich hatten die Maler bereits aufgetragen. Inwieweit sich die Renovierung nun durch das Zerstörungswerk der Schmierer verteuert, kann Kirschenhofer noch gar nicht absehen. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter einen Gesamtschaden mit einer Summe im fünfstelligen Bereich verursacht haben. Kirschenhofer bezweifelt, dass die Täter das jemals begleichen können. „Diese Leute haben überhaupt keine Werte mehr“, sagt er und schüttelt den Kopf.

Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, ist eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro ausgesetzt.

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Ein Artikel von
Stefan Reinbold

Mittelschwäbische Nachrichten
Ressort: Lokalnachrichten

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