Freitag, 19. Dezember 2014

22. Dezember 2008 17:35 Uhr

Gemeinsam für soziales Engagement

Sontheim/Unterallgäu Kommunen und Kirchen sollen gemeinsam nach Wegen für soziales Engagement auf den Dörfern suchen. Dieses Ziel hat sich der im Sommer gegründete Verein "Soziale Gemeinden im Unterallgäu" auf die Fahnen geschrieben. Jetzt traf man sich im Generationenhaus in Sontheim, um die Mitglieder zu informieren und um eine Vorstandschaft zu wählen. Von Martha Hänsler

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Der Verein stelle einen "Basisträger zur Bewusstseinsbildung seiner Idee" dar, betonte Pastoralreferent Franz Schregle. Die Idee habe sich in elf Jahren Gemeindeentwicklungsarbeit für die katholische Kirche im Unterallgäu entwickelt. Aufgrund des Strukturwandels in der Kirche (aus 95 Pfarreien werden 21 Pfarreiengemeinschaft) und in den politischen Gemeinden - hier werde immer mehr von außen bestimmt - müsse ein Prozess beginnen, der es schaffe, dass die Kommunen und Kirchen gemeinsam nach Wegen suchten. Eberhard Westhauser honorierte die sozialen Tätigkeiten durch Vereine, die heute noch viel für das Miteinander im Dorf tun.

"Uns holt die Zeit ein, wenn wir jetzt absehbare Probleme nicht erkennen und handeln", war Dieter Morbach überzeugt. Deshalb müsse ein Netzwerk für soziale Aufgaben geschaffen werden

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Zunächst sei daran gedacht gewesen einen Leitbildprozess flächendeckend im gesamten Unterallgäu durchzuführen. Aus Kostengründen soll nun in sechs ausgewählten Verwaltungsgemeinschaften und Pfarreiengemeinschaften exemplarisch gearbeitet werden.

Es müsse eine Art Leitbildstudie entstehen, die auf andere Gemeinden im Land, im Bund oder sogar auf Europa übertragbar sei; dafür brauche es Professionalität und dies koste Geld, betonte Hans Mayer, langjähriger Landvolk-Geschäftsführer und erfahrener Kommunalpolitiker.

Er hoffe auf Zusagen von Politik und Kirche, schließlich gehe es hier um eine gemeinsame soziale Verantwortung für Menschen aller Generationen. Ein Konzept zur Durchführung erläuterte Prof. Dr. Lothar Zettler. Um dieses Projekt zu realisieren, sei Hartnäckigkeit angebracht, betonte Zettler.

Eine Vorstandschaft musste die Versammlung wählen. Da es allen Anwesenden wichtig war, den Verein ökumenisch zu führen, aber von evangelischer Seite noch kein Kandidat gefunden war, wird der stellvertretende Vorsitz erst bei der nächsten Versammlung gewählt. Einstimmig wurden Hans Mayer zum Ersten Vorsitzenden, Benedikt Jäger zum Kassierer und Martha Hänsler zur Schriftführerin gewählt. Der Verein, darauf wurde hingewiesen, konnte seit seiner Gründung bereits einige neue Mitglieder begrüßen.

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