Donnerstag, 29. Juni 2017

18. November 2009 06:20 Uhr

Niebling: Handy-Strahlen machen trächtige Kühe krank

Neu-Ulm Verursachen Antennen für den Mobilfunk gesundheitsgefährdende Strahlungen? Diese Glaubensfrage hat wieder einmal die Neu-Ulmer Stadträte beschäftigt im Ausschuss für Stadtentwicklung, Hochbau und Umwelt. Das viel diskutierte Thema ist nun dank Erich Niebling (CSU) um eine Variante reicher. Er behauptet, dass die Wellen der Handymasten bis in seinen Kuhstall strahlen und dort die Tiere beeinträchtigen. Es sei bei seinen trächtigen Kühen mehrfach zu "Verwerfungen", also Fehlgeburten, gekommen. Inzwischen hätten sich die Tiere aber offenbar daran gewöhnt, freute sich der Landwirt.

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Jeder telefoniert mit dem Handy, aber keiner will einen Funkmasten in der Nähe. Wenn dann gleich mehrere Mobilfunkantennen auf einem Dach sind, wächst die Besorgnis. So wie jetzt in Offenhausen, wo die Anlage auf dem Garni-Hotel nachgerüstet wird. "Die Bevölkerung ist beunruhigt" berichtete SPD-Stadtrat Alfred Westermeyer, der mit seinem Grünen-Kollegen Rainer Juchheim forderte, es müsse durch Messungen überprüft werden, ob die Grenzwerte für die noch zulässige Strahlung eingehalten werden.

Das aber wäre "rausgeschmissenes Geld". Darin waren sich Oberbürgermeister Gerold Noerenberg und der Abteilungsleiter Verkehr und Umwelt, Günther Baumgärtner, einig. Auch wenn Messungen ergeben, dass die Strahlung unterhalb der Grenzwerte liegt, werde diese die Bedenken nicht zerstreuen: "Wer Sorge hat, der wird auch danach Sorge haben", ist Noerenberg überzeugt. Eine rechtliche Handhabe gegen den Wildwuchs von Mobilfunkantennen habe die Stadt ohnehin nicht, da die Anlagen genehmigungsfrei sind. Die Stadt sei ohnehin der falsche Adressat für etwaige Bedenken, zuständiger Ansprechpartner sei das Landratsamt.

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An eine alte Richtlinie, die sich der Stadtrat selbst auferlegt hat, erinnerte Christa Wanke (CSU) demnach soll es im Abstand von 100 Metern von Kliniken, Kindergärten, Schulen und Altersheime keine Mobilfunkantennen geben. Im Fall Offenhausen sei dieser Mindestabstand unterschritten. Sie forderte, dass mit den Betreibern solcher Anlagen Verhandlungen geführt werden sollen, die Masten ins Gewerbegebiet zu verlegen, wo sie weniger Schaden anrichten könnten.

Da aber ist die Stadt nach den Worten von Günther Baumgärtner nicht Herr des Verfahrens. Sie könne lediglich eigene Gebäude anbieten. Im Fall Offenhausen besitze die Stadt aber keine geeignete Immobilie.

Auf Antrag von Rainer Juchheim soll nun das Landesamt für Umweltschutz (LfU) an Neu-Ulmer Mobilfunkanlagen die Strahlungen messen. OB Noerenberg zeigte Verständnis für die Sorgen der Bürger, glaubt aber dennoch, dass die Messungen "uns nicht weiterbringen".

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