Mittwoch, 20. September 2017

25. August 2017 11:15 Uhr

News-Blog

Rabbiner-Organisationen wollen nicht mehr mit Donald Trump sprechen

US-Präsident Donald Trumps Reaktion auf die Gewalt in Charlottesville hat viel Kritik ausgelöst. Große Rabbiner-Organisationen verweigern nun das Gespräch. Alle News im Blog.

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Dies ist nicht der aktuelle Teil unseres News-Blogs. Aktuelle Neuigkeiten zu Donald Trump lesen Sie hier.

25. August:  Rabbiner-Organisationen in den USA sagen Telefonat mit Trump ab

Vier große Rabbiner-Organisationen in den USA haben ihr diesjähriges traditionelles Telefonat mit dem US-Präsidenten abgesagt. Zur Begründung verwiesen sie am Donnerstag auf die Debatte über die rechtsextremistischen Vorfälle in der Universitätsstadt Charlottesville. Die Äußerungen von Präsident Donald Trump zu den Vorgängen dienten jenen, die "Antisemitismus, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit predigen", erklärten die Rabbiner-Organisationen.

In den vergangenen Jahren gab es üblicherweise vor den jüdischen Festen Jom Kippur und Rosch Haschana eine Telefonkonferenz zwischen den Rabbiner-Organisationen und dem Präsidenten. Zu den Unterzeichnern der Erklärung zählen die 1889 gegründete Central Conference of American Rabbis, die Rabbinical Assembly, die Reconstructionist Rabbinical Association und das Religious Action Center of Reform Judaism.

Die großen Rabbiner-Organisationen verurteilten Trumps Äußerungen, nach denen "viele Seiten" in Charlottesville Gewalt verübt hätten. Stattdessen sei sie aber von "Nazis, Anhängern der Überlegenheit der Weißen und der sogenannten Alt-Right-Bewegung ausgegangen", erklärten die Rabbiner-Organisationen. "Der in Charlottesville beobachtete Antisemitismus war erschreckend", sagte die Leiterin der Reconstructionist Rabbinical Association, Elyse Wechterman, dem Sender CNN. Trump verweigere seit dem Präsidentschaftswahlkampf eine Distanzierung von "Antisemiten und Rassisten aller Art".

24. August: Rücknahme von Migranten verweigert: Trump droht Ländern

Nachdem vier Länder die Rücknahme von in den Vereinigten Staaten als illegal eingestuften Migranten verweigert haben, droht US-Präsident Donald Trump ihnen mit Visa-Sanktionen.

Wie US-Medien berichteten, stuft das US-Heimatschutzministerium deshalb ab sofort Kambodscha, Eritrea, Guinea und Sierra Leone als "widerspenstig" ein. Staatsbürger der vier Länder sollen mit den Visa-Restriktionen von einem erneuten Versuch der Einreise in die USA abgehalten werden. 

Seit dem Amtsantritt Trumps sind die Einreisebestimmungen in den Vereinigten Staaten stark verschärft worden. Bereits im August 2016 drohte Trump damit, als US-Präsident strengere Gesetze einzuführen. "23 Staaten verweigern die Rücknahme ihrer eigenen Leute, nachdem diese in den USA abgelehnt wurden, unter anderem gewalttätige Kriminelle. Das wird mit mir nicht länger passieren."

Ex-Agentin will Twitter kaufen und Trump verbannen

Eine ehemalige CIA-Agentin will Twitter kaufen, um US-Präsident Donald Trump sein Lieblings-Sprachrohr zu nehmen. Valerie Plame Wilson sammelte in einer Crowdfunding-Kampagne bis Mittwoch bereits 6000 Dollar (etwa 5100 Euro). "Es ist Zeit, ihn abzustellen", schrieb sie auf der Internetseite ihrer Kampagne mit Blick auf Trump. Die Ex-Agentin will eine Milliarde Dollar zusammenkriegen, um sich eine Mehrheitsbeteiligung an dem Kurzbotschaftendienst zu sichern.

Anschließend will die ehemalige Undercover-Agentin Trumps Ausschluss von Twitter erwirken. Plame Wilson erklärte, Trumps Tweets beschädigten das Land und brächten Menschen in Gefahr. Mit der Androhung eines Atomkriegs gegen Nordkorea treibe der Präsident dies auf die Spitze.

Plame Wilson hatte die Kampagne vergangene Woche gestartet. Es gibt bereits Einzelspenden von bis zu 100 Dollar. Dass die Spendensammlung erfolgreich sein wird, ist jedoch unwahrscheinlich.

Sarah Huckabee Sanders, Sprecherin des Weißen Hauses, nannte die Aktion einen "lächerlichen Versuch", die Rechte von US-Präsident Trump zu beschneiden.

Weißes Haus betont "Einigkeit" zwischen Trump und Top-Republikaner im Senat

Nach Presseberichten über ein angebliches tiefes Zerwürfnis zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der Republikaner im Senat hat das Weiße Haus die politische "Einigkeit" zwischen den beiden Politikern betont. Trump und den republikanischen Mehrheitsführer im Senat Mitch McConell "bleiben bei vielen gemeinsamen Prioritäten geeint", erklärte Trumps Sprecherin Sarah Huckabee Sanders am Mittwoch (Ortszeit).

Als Prioritäten nannte Huckabee unter anderem "Steuererleichterungen für die Mittelklasse, die Stärkung des Militärs, der Bau eines südlichen Grenzwalls und andere wichtige Themen." Zuvor hatte die "New York Times" berichtet, McConnell habe im privaten Kreis Zweifel daran geäußert, dass Trump seine gesamte Amtszeit durchstehen werde.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Umfrageinstitut Civey zusammen. Was es mit den Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

23. August: Trumps Präsidentschaft lässt Ansehen der USA in Deutschland sinken

Mit der Amtsübernahme von US-Präsident Donald Trump hat das Ansehen der USA in Deutschland einer Umfrage zufolge stark gelitten. Fast zwei Drittel (63 Prozent) der Befragten gaben in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov an, die USA seien durch Trump unsympathischer als zuvor. Nur drei Prozent bezeichneten die USA als sympathischer. 67 Prozent urteilten, das Land habe seit Trumps Amtsübernahme ein größeres Problem mit Rassismus. 35 Prozent befanden, die Vereinigten Staaten kämen angesichts der politischen Lage derzeit nicht für eine eigene Urlaubsreise infrage. Die Umfrage war vom Redaktionsnetzwerk Deutschland in Auftrag gegeben worden.

Trump verteidigt seine Position zu Rassismus

US-Präsident Donald Trump hat bei einer Großkundgebung in Arizona seine Position zu Rassisten und Neonazis in den USA verteidigt. Nach den gewalttätigen Zusammenstößen bei einer Rassistendemo in Charlottesville habe er sofort und eindeutig ablehnend reagiert, sagte Trump in der Nacht zu Mittwoch in Phoenix. Seine Worte seien perfekt gewesen. In den Medien war vor allem scharf kritisiert worden, dass der US-Präsident sich erst spät zu den Ereignissen geäußert hatte.

Trump war für seine als verharmlosend wahrgenommene Reaktion auf Charlottesville scharf kritisiert worden. Er hatte die Gewalt, bei der eine Frau von einem mutmaßlichen Rechtsextremen mit einem Auto getötet worden war, "vielen Seiten" zugesprochen. Er nannte Neonazis und Rassisten erst Tage später beim Namen, um danach wieder auf seine ursprüngliche Reaktion zurückzufallen.

Gegen Kritik an seinem Verhalten als Präsident wehrte sich Trump nun vehement. Er habe dabei sich in seinen Äußerungen immer auch gegen rechte Gruppierungen wie den Ku Klux Klan ausgesprochen, sagte Trump. Es sei die Schuld der Medien, dass darüber nicht korrekt berichtet worden sei. "Die einzigen, die Hassgruppen eine Plattform bieten, sind die Medien und die Fake-News-Medien", sagte Trump. "Die Reporter mögen unser Land nicht."

22. August: Trumps Kehrtwende: Mehr Soldaten, intensiverer Kampf in Afghanistan

In einer beispiellosen Kehrtwende hat US-Präsident Donald Trump eine Ausweitung des US-Militäreinsatzes in Afghanistan und einen rigorosen Antiterrorkampf in der Region angekündigt. Mit mehr Soldaten als bisher soll der Kampf gegen Extremisten intensiviert werden. Die US-Truppen sollen direkt und gezielt gegen Terroristen vorgehen. Genaue Zahlen über die Anhebung der Truppenstärke von derzeit 8400 nannte Trump ausdrücklich nicht, ein Vorschlag des Pentagon geht aber von einer Aufstockung um rund 4000 aus. 

"Diese Mörder müssen wissen, dass sie sich nirgendwo verstecken können, dass kein Platz außerhalb der Reichweite amerikanischer Macht und amerikanischer Waffen liegt", sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) bei der Vorstellung seiner neuen Afghanistan-Strategie in einer landesweit übertragenen Ansprache. Die radikalislamischen Taliban kündigten als Reaktion einen "Heiligen Krieg bis zum letzten Atemzug" an. Deutschland ist derzeit mit bis zu 980 Soldaten der drittgrößte Truppensteller in Afghanistan. 

Dies ist eine Totalumkehr der bisher von Trump artikulierten Auffassung. Lange Zeit hielt er es für einen Fehler, die Afghanistan-Mission überhaupt begonnen zu haben. Er forderte wiederholt, sie so schnell wie möglich zu beenden. "Mein eigentlicher Instinkt war der Rückzug", gab der US-Präsident zu. Er habe sich jedoch überzeugen lassen. Ein schneller Rückzug hätte die Gefahr bedeutet, ein Machtvakuum wie seit 2011 im Irak zu schaffen und Terroristen das Feld zu überlassen. (Erfahren Sie, was Experten dazu sagen: Die nächste große Kehrtwende des Donald Trump)

Grüne halten Trumps neue Afghanistan-Strategie für brandgefährlich

Die Grünen befürchten, dass die USA unter Präsident Donald Trump zu einer weiteren Eskalation in Afghanistan beitragen werden. "Trumps Rede ist fatal für die Lage in Afghanistan", sagte der außenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Omid Nouripour, der Deutschen Presse-Agentur. Wenn Trump "Angriff" sage, sei eine brachiale "Hau-drauf-Strategie" zu erwarten, etwa mit einem erneuten Einsatz der "Mutter aller Bomben".

Die USA hatten im vergangenen April eine mutmaßliche Kommandozentrale der Terrormiliz Islamischer Staat mit einer Riesenbombe vom Typ GBU-43 angegriffen. In den vergangenen Jahren seien die zahlreichen zivilen Opfer in Afghanistan "eines der Haupthindernisse für die Schaffung von Vertrauen in die Staatlichkeit und für Sicherheit" gewesen, sagte Nouripour.

USA ordnen Afghanistan-Strategie neu - Taliban drohen Trump

US-Präsident Donald Trump hat den Weg für eine Aufstockung der US-Truppen in Afghanistan frei gemacht. In einer Ansprache am Montagabend (Ortszeit) nannte er zwar weder eine Zahl noch ein Datum, zeigte sich aber überzeugt, dass ein übereilter Abzug vom Hindukusch lediglich den "Terroristen" zugute komme. Er zeigte sich zudem erstmals offen für eine mögliche politische Einigung mit den Taliban und erhöhte zugleich den Druck auf Pakistan.

Bei der Vorstellung seiner Afghanistan-Strategie auf dem Militärstützpunkt Fort Myer in der Nähe von Washington rückte Trump von seiner früheren Kritik an dem Einsatz am Hindukusch ab und räumte ein, dass er die Lage nun anders bewerte. "Mein Gefühl war es, abzuziehen", sagte Trump. Nach monatelangen Diskussionen sei er aber zu dem Schluss gekommen, dass "die Konsequenzen eines schnellen Abzugs sowohl vorhersehbar als auch inakzeptabel" seien. Ein übereilter Abzug würde ein Vakuum für Terroristen hinterlassen.

Während Trump es vermied, eine konkrete Zahl hinsichtlich der zusätzlichen Soldaten für Afghanistan zu nennen, wies der Präsident nach Angaben ranghoher Mitarbeiter des Weißen Hauses Verteidigungsminister James Mattis bereits an, bis zu 3900 weitere US-Soldaten am Hindukusch zu stationieren.

In einer Erklärung von Mattis kurz nach der Ansprache Trumps hieß es, er habe den Vereinigten Generalstab angewiesen, Vorbereitungen zu treffen, "um die Strategie des Präsidenten umzusetzen". Mattis erklärte überdies, mehrere Verbündete seien "ebenfalls bereit", die Zahl ihrer Soldaten zu erhöhen.

In seiner Rede warnte Trump, dass die Unterstützung für Afghanistan "kein Blankoscheck" sei. Es gehe nicht mehr darum, US-Soldaten "in weit entfernte Länder zu schicken, um Demokratien zu errichten". "Wir machen keine Staatenbildung mehr, wir töten Terroristen", sagte Trump.

Die radikalislamischen Taliban kündigten als Reaktion auf die neue Afghanistan-Strategie von US-Präsident Donald Trump an, einen "heiligen Krieg bis zum letzten Atemzug" führen zu wollen. Talibansprecher Sabiullah Mudschahid schrieb in einer Email an Medien, solange auch nur ein US-Soldat im Land sei, würden die Taliban ihren "Dschihad mit Entschlossenheit" fortsetzen. "Wir werden ihnen (den Soldaten) Angst machen und ihrer Regierung die Realitäten in diesem Land zeigen." Die Taliban seien nicht kampfesmüde. Sollten die USA nicht abziehen, werde Afghanistan zu ihrem Friedhof werden.

Trump fordert "Liebe für alle Bürger" nach Gewalt in Charlottesville

Nach der rechtsextremen Gewalt in Charlottesville und der Kritik an seiner Reaktion hat US-Präsident Donald Trump US-Bürger jeglicher Herkunft zur Einheit aufgefordert. "Die Liebe für Amerika bedeutet Liebe für all seine Bürger", sagte Trump am Montagabend in einer Ansprache auf dem Militärstützpunkt Fort Myer in der Nähe von Washington. "Wenn wir unsere Herzen öffnen, gibt es keinen Platz für Fanatismus und keine Toleranz des Hasses." "Die jungen Männer und Frauen, die wir ins Ausland schicken, um dort unsere Kriege zu führen, haben es verdient, in ein Land zurückzukommen, dass nicht mit sich selbst Krieg führt", sagte Trump bei der Verkündung seiner Afghanistan-Strategie.

Zuvor hatte es heftige Kritik an Trumps Weigerung gegeben, sich eindeutig vom Aufmarsch von Neonazis, Mitgliedern des rassistischen Ku Klux Klans und anderen Rechtsextremen in Charlottesville zu distanzieren, bei dem eine Gegendemonstrantin totgefahren worden war.

21. August: Schutz von Trump-Familie bringt Secret Service in Geldnöte

Der Secret Service ist wegen der intensiven Bewachung von Donald Trump und dessen Familie in größeren Geldnöten. 1000 Agenten hätten bereits jetzt das erlaubte Maß an Überstunden und zusätzlicher Bezahlung erreicht, sagte der Chef der Behörde, Randolph Alles, der Zeitung USA Today am Montag.

42 Personen aus Trumps Umfeld müssten geschützt werden, so viele wie nie zuvor. Unter Barack Obama waren es 31. Trump reist sehr viel, 18 seiner schutzbedürftigen Familienmitglieder ebenso - der Secret Service ist immer dabei. Das gilt auch für Trumps Wochenendtrips auf seine Golfanlagen. 

"Der Präsident hat eine große Familie, und unsere Pflichten sind gesetzlich geregelt", sagte Alles. "Ich kann es nicht ändern. Ich kann da nichts machen." Im Vergleich zu früher ist dem Bericht zufolge die Arbeit durch das Reisen und die Überlastung so viel anstrengender geworden, dass dem Secret Service die Leute weglaufen. Die Mittel seien so knapp, dass man selbst geleistete Mehrarbeit nicht für alle werde ausgleichen können.

Militärmanöver der USA und Südkoreas begonnen

Inmitten schwerer Spannungen mit Nordkorea haben die USA am Montag ihr jährliches gemeinsames Militärmanöver mit dem Verbündeten Südkorea begonnen. Zehntausende Soldaten nehmen an den auf zwei Wochen angelegten Übungen teil. Seitens der US-Armee beteiligen sich insgesamt 17.500 US-Soldaten. Nordkorea fühlt sich durch das Manöver bedroht. Südkoreas Präsident Moon Jae In wies nordkoreanische Vorwürfe der Kriegstreiberei zurück.

Moon versicherte, die Übung sei "rein defensiver Natur". Er appellierte an seinen Nachbarn, die Übung nicht "als Ausrede für Provokationen zu nutzen, die die Situation verschlimmern würden". Bei einer Kabinettssitzung sagte Moon, Nordkoreas wiederholte Provokationen zwängen Südkorea und die USA dazu, die gemeinsamen Militärübungen abzuhalten. Das würde im Gegenzug den "Teufelskreis am Laufen halten".

Pjöngjang warf den USA vor, auf der koreanischen Halbinsel "Öl ins Feuer zu gießen". Niemand könne garantieren, dass sich das Manöver nicht zu "tatsächlichen Kämpfen" ausweite, hieß es in der Staatszeitung Rodong Sinmun. US-Verteidigungsminister James Mattis sagte am Sonntag, Ziel der Übung sei es, die Fähigkeit und Bereitschaft der USA sicherzustellen, "Südkorea und unsere Verbündeten zu verteidigen".

Im vergangenen Jahr waren noch 25.000 US-Soldaten an den Militärübungen beteiligt. Mattis wies den Vorwurf zurück, dass die Zahl der US-Soldaten zur Beschwichtigung Pjöngjangs verringert worden sei. Die geringere Truppenstärke sei "dafür angelegt, die Ziele der Übung zu erreichen".

Neue Pläne angekündigt: Was hat Trump in Afghanistan vor?

Der künftige Afghanistan-Kurs von US-Präsident Donald Trump steht. Das bestätigte Verteidigungsminister James Mattis nach Medienberichten vom Sonntag vor Journalisten. Trump selber hatte am Samstag nach Beratungen mit führenden Köpfen seines Sicherheitsteams getwittert: "Wir haben viele Entscheidungen getroffen, darunter zu Afghanistan." Einzelheiten nannte er zunächst aber nicht. An dem Treffen am Freitag auf dem Präsidenten-Landsitz Camp David nahmen unter anderen Außenminister Rex Tillerson, Vizepräsident Mike Pence, Mattis und Topgeneräle teil.

Die USA haben derzeit 8400 Militärangehörige Soldaten in Afghanistan stationiert. Die strategischen Optionen reichen von einer Aufstockung der Truppen um etwa 3800 Soldaten über den umstrittenen Einsatz privater Söldner statt regulärer Soldaten bis hin zu einem Totalabzug.

20. August: Trump lobt Demonstranten in Boston für Engagement gegen Hass

US-Präsident Donald Trump hat die Demonstranten in Boston dafür gelobt, in Massen "gegen Bigotterie und Hass" auf die Straße gegangen zu sein. Eine Woche nach der Eskalation der Gewalt in Charlottesville protestierten am Samstag in Boston an der Ostküste Zehntausende Menschen friedlich gegen Rassismus und Hetze.

Trump, der wegen relativierender Äußerungen über die rechtsextremen Auswüchse von Charlottesville ins Kreuzfeuer der Kritik geraten war, schlug sich via Twitter auf ihre Seite: "Ich möchte den vielen Protestierenden in Boston applaudieren, die ihre Stimme gegen Bigotterie und Hass erheben", schrieb der Republikaner. "Unser Land wird bald als ein geeintes zusammenkommen!"

 

Der Protestmarsch in Boston, an dem nach Schätzungen der Polizei bis zu 40.000 Menschen teilnahmen, richtete sich zugleich gegen eine - bei weitem kleinere - Kundgebung, die zur selben Zeit in einem Park der Stadt stattfand. Während diese nach Angaben der Organisatoren dazu diente, für das Recht auf freie Meinungsäußerung einzutreten, sahen die Gegendemonstranten rechtsextreme Motive hinter der Versammlung. Beide Aufzüge wurden von einem starken Polizeiaufgebot begleitet, um eine Wiederholung der Gewaltszenen von Charlottesville zu verhindern.

In Boston gelang es, beide Lager voneinander zu trennen. Teils mussten Polizisten eine Kette bilden, um die Gegendemonstranten zurückzudrängen. Nach Polizeiangaben gab es nur vereinzelte Zwischenfälle und insgesamt 27 Festnahmen. Verletzte oder Sachschäden habe es nicht gegeben.

19. August: Zu viele Boykotte: Trump sagt Teilnahme an Kennedy-Center-Feiern ab

Nach Boykottankündigungen mehrerer Preisträger hat US-Präsident Donald Trump seine Teilnahme an den diesjährigen Feiern anlässlich der Kennedy-Center-Auszeichnungen abgesagt. Er und First Lady Melania Trump hätten sich entschieden, sich nicht an den "Aktivitäten" zu beteiligen, um den Geehrten ein Feiern "ohne politische Ablenkungen" zu ermöglichen, teilte das Weiße Haus am Samstag mit.

Die Auszeichnungen des renommierten Kennedy Center in Washington werden offiziell Anfang Dezember verliehen. Diesjährige Preisträger sind der Rapper LL Cool J, die Sängerin Gloria Estefan, der Musiker und Produzent Lionel Richie, die Choreografin Carmen de Lavallade und der TV-Produzent Norman Lear. 

Traditionell geben der Präsident und die First Lady im Weißen Haus einen Empfang für die Geehrten und nehmen an der Verleihungsgala im Kennedy Center teil.  Lear (95), der mit progressiven TV-Serien bekannt geworden ist, und De Lavallade (86), eine der ersten Afroamerikaner, die an der Metropolitan Opera tanzten, hatten jedoch bereits mitgeteilt, dass sie dem Empfang aus Protest gegen Trumps Politik fernbleiben würden. Richie hielt seine Teilnahme offen, und Estefan betonte, sie wolle das - nun von Trump gestrichene - Treffen mit dem Präsidenten nutzen, um ihre Sichtweise klarzumachen. 

Bannon will weiter für Trump "Krieg führen"

Steve Bannon kehrt nach seinem Verlassen des Weißen Hauses als Chef zum ultrarechten Internetportal "Breitbart News" zurück und will sich nach eigenen Angaben weiter für US-Präsident Donald Trump stark machen. "Wenn es da draußen Verwirrung geben sollte, lassen Sie mich das klar stellen: Ich verlasse das Weiße Haus und ziehe für Trump gegen seine Widersacher in den Krieg", sagte Bannon am Freitag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Dies richte sich gegen Trumps Gegner "im Kapitol, in den Medien, in Amerikas Unternehmen".

18. August: Trumps Chefstratege Bannon verlässt das Weiße Haus

Donald Trumps umstrittener Chefstratege Stephen Bannon verlässt das Weiße Haus. Das habe der US-Präsident mehreren seiner Berater anvertraut, berichtete am Freitag unter anderem die "New York Times" unter Berufung auf zwei nicht genannte Quellen im Weißen Haus.  Der genaue Zeitpunkt des bevorstehenden Abgangs war zunächst unklar. Auch ob Bannon selbst die Reißleine zog oder ob Trump ihn entlässt, war offen. 

Der 63-Jährige gilt als vehementer Vertreter der nationalistischen Wirtschaftspolitik des Präsidenten. Bannon hatte Mitte der Woche im Gespräch mit einem Journalisten die Nordkorea-Politik Trumps konterkariert, indem er eine militärische Option zur Lösung des Konflikts kategorisch ausschloss.  

Bannon war zudem seit geraumer Zeit in den Verdacht geraten, vertrauliche Details aus dem Weißen Haus an Medien weitergegeben zu haben. Zu seinen internen Widersachern gehören die moderateren und  wirtschaftsliberalen Kräfte im Team um Trump, wie dessen Schwiegersohn Jared Kushner, Wirtschaftsberater Gary Cohn und Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster. 

Bannon gilt gemeinsam mit Stephen Miller als Architekt der "America-First"-Strategie Donald Trumps. Der Mitgründer der erzkonservativen Internet-Plattform Breitbart war vor Beginn der  Endphase des Wahlkampfs 2016 zum Team-Trump gestoßen. Ihm wird ein maßgeblicher Anteil am Wahlsieg Trumps zugeschrieben.

Der Abgang Bannons ist der Höhepunkt einer extrem turbulenten Woche im Weißen Haus, in der Trump vor allem wegen seines Umgangs mit gewalttätigen Rechtsextremisten in der Stadt Charlottesville ins Kreuzfeuer der Kritik geraten war. Die umstrittene Haltung Trumps, die Extremisten nicht eindeutig zu verurteilen, war weltweit auf Kritik gestoßen.

Trump twittert "Schweineblut-Legende" im Kampf gegen Terror

Nach dem Anschlag von Barcelona hat US-Präsident Donald Trump nahegelegt, für den Kampf gegen Terrorismus die Methoden von General John Pershing zu studieren. Der - unbewiesenen und falschen - Legende nach soll Pershing auf den Philippinen 50 muslimische Gefangene mit Projektilen exekutiert haben, die er zuvor in Schweineblut getaucht hatte. Mit dem Blut der für gläubige Moslems unreinen Tiere sei ihnen der Weg ins Paradies versperrt gewesen. Trump: "Danach gab es 35 Jahre keinen islamistischen Terror mehr!"

Trump begann diese Legende im Wahlkampf 2016 mit großer Begeisterung zu zitieren, als er nach Siegen in ersten Bundesstaaten im Aufwind war. Laut Historikern gibt es nicht den geringsten Anlass, die Geschichte um Pershing für wahr zu halten.

In zahlreichen Reaktionen auf Trumps Tweet hieß es in US-Medien am Donnerstag, während die Welt noch um die Toten trauere, verweise der Präsident der Vereinigten Staaten auf eine Lüge, in der die Exekution Gefangener glorifiziert werde.

Bannon nennt Rechtsradikale von Charlottesville "Clowns"

Steve Bannon, Trumps Chefstratege, meldete sich am Mittwoch urplötzlich im Telefonat mit einem Journalisten zu Wort - und zwar so, dass selbst der Schreiber seine Verwunderung sowohl über die Art des Zustandekommens als auch über den Inhalt des Gesprächs in seinem Artikel nicht unterdrücken konnte.

Bannon war zuletzt schwer unter Druck geraten, Gerüchte über sein baldiges Abdanken machten die Runde. Trump soll ihn als Quelle unerlaubter Durchstechereien an die Medien enttarnt haben, unter anderem mit Negativ-Berichten über den Präsidenten-Schwiegersohn Jared Kushner und moderate Kräfte im Weißen Haus wie den Wirtschaftsexperten Gary Cohn und den Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster.

Jetzt schlägt Bannon zurück, offenbar alles auf eine Karte setzend. "Sie machen sich in die Hose", sagte er auf die Frage, was denn mit seinen internen Konkurrenten im Beraterkreis um Trump sei. Er werde mehr Falken ins Team holen und die Tauben feuern. Als Beispiel nannt er die Ostasien-Expertin im Außenministerium, Susan Thornton: "Ich werde Susan Thornton im Außenministerium rauskegeln."

Die Rechtsradikalen von Charlottesville bezeichnete Bannon nebenbei als eine "Ansammlung von Clowns". Die Rassismusdebatte will er dennoch weiter führen, um den Demokraten zu schaden, die sich darin verfingen.

Trump in Offensive: "Demonstranten und Rassisten nie auf einer Stufe"

Donald Trump ist im Streit um die Bewertung rechtsgerichteter Demonstrationen in der Stadt Charlottesville in die Offensive gegangen. In einer Serie von Twitternachrichten verteidigte er am Donnerstag seine Haltung und warf den Medien Fehlinterpretation seiner Worte vor. 

Er habe niemals Mitglieder des rassistischen Ku-Klux-Klans, Neonazis und Rassisten auf eine moralisch gleiche Ebene mit friedlichen Demonstranten gestellt. Dem republikanischen Senator Lindsey Graham, einem innerparteilichen Kritiker Trumps, warf der Präsident deshalb "eine widerliche Lüge" vor.

 

Trump stellte sich im Streit um die Beseitigung von Denkmälern des erfolgreichsten Südstaaten-Generals im amerikanischen Bürgerkrieg, Robert E. Lee, am Donnerstag eindeutig auf die Seite derer, die die Denkmäler beibehalten wollen. "Geschichte kann man nicht ändern, aber man kann daraus lernen", schrieb Trump. Es sei traurig zu sehen, wie die Geschichte und Kultur der USA  mit der Entfernung der Denkmäler auseinandergerissen werde. "Wer ist der nächste?", fragte Trump. "Washington, Jefferson?" 

Robert E. Lee führte die Konföderierten im Bürgerkrieg des Südstaaten gegen die Nordstaaten. Die damals weitgehend landwirtschaftlich geprägten Südstaaten wehrten sich unter Lees Führung vehement gegen die Abschaffung der Sklaverei und gegen mehr Rechte für Schwarze.

 

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AZ, dpa, afp

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