Freitag, 1. August 2014

29. Juli 2008 18:30 Uhr

Fussball Kreisliga

Skisprung-Legende Hannawald stürmt für den TSV Burgau

Den prominentesten Neuzugang im schwäbischen Fußball stellt nicht Zweitligist FC Augsburg, sondern eine Kreisligamannschaft: Skisprung-Legende Sven Hannawald schnürt ab sofort die Fußballschuhe für den TSV Burgau. Unser Mitarbeiter Uli Anhofer unterhielt sich mit Hannawald.

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Sven Hannawald.

Burgau Den prominentesten Neuzugang im schwäbischen Fußball stellte nicht Zweitligist FC Augsburg, sondern eine Kreisligamannschaft vor. Skisprung-Olympiasieger Sven Hannawald (33) schnürt ab sofort die Fußballschuhe für den TSV Burgau. Unser Mitarbeiter Uli Anhofer unterhielt sich mit Hannawald, der in der Nähe von Burgau bei seinen Eltern wohnt.

Herr Hannawald, wie kam der Kontakt zum TSV Burgau zustande?

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Hannawald: Meine Eltern und meine Schwester wohnen hier in der Umgebung. Bei meinen Besuchen hier nahmen mich Freunde mit zur AH (Seniorenmannschaft) des TSV Burgau. Nach einigen Wochen merkte ich, dass mir Fußball sehr viel Spaß macht und dass ich mehr will, als nur einmal in der Woche zu trainieren. Das Umfeld in Burgau hat mir gut gefallen und darum habe ich mich diesem Verein angeschlossen. Körperlich bin ich so fit, dass ich in der Kreisliga mithalten kann. Ich habe Defizite im taktischen Verhalten und mir fehlt die Spielpraxis. Das wird aber im Lauf der Zeit immer besser werden.

Sie trainieren jetzt seit einigen Wochen mit der Mannschaft. Wie ist das Verhältnis zu Ihren Mitspielern?

Hannawald: Am Anfang waren einige überrascht, dass ich dabei bin. Ich dachte, dass der Altersunterschied - die meisten meiner Mitspieler sind erst Mitte zwanzig - ein Problem sein könnte. Das ist aber nicht der Fall. Ich komme mit allen gut klar. Es herrscht ein sehr gutes Klima und es macht mir großen Spaß.

David Beckham ist ihr Vorbild als Fußballer. Er spielt im offensiven Mittelfeld. Wo sehen Sie ihre optimale Position?

Hannawald: Bei meinem ersten Einsatz für den TSV Burgau spielte ich im Sturm und erzielte gleich ein Tor. Ich glaube, dass diese Position ganz gut passt. Dort kann ich meine Schnelligkeit am besten ausspielen. Ich werde aber auf jeder Position, auf der ich eingesetzt werde, alles geben.

Haben Sie die Zeit, regelmäßig zu trainieren und an den Punktspielen teilzunehmen oder werden Sie in naher Zukunft eine Aufgabe beim Deutschen Skiverband (DSV) übernehmen?

Hannawald: Derzeit führe ich mit dem DSV Gespräche über eventuelle Aufgaben im Verband. Es ist aber noch nichts konkret. In den nächsten Monaten werde ich auf jeden Fall regelmäßig in Burgau trainieren und auch spielen.

Bei der Vierschanzen-Tournee 2007/2008 waren Sie mit Jens Weißflog beim ZDF im Einsatz. Gibt es den Fernsehexperten Sven Hannawald auch bei der Tournee 2008/2009?

Hannawald: Bisher gab es darüber noch keine Gespräche. Ich habe sehr gerne für das Fernsehen gearbeitet und werde das auch wiederholen, wenn ein Angebot kommt.

Haben Sie eine Erklärung für die eher mäßigen Leistungen der deutschen Skispringer in den vergangenen Jahren?

Hannawald: Ich habe dafür keine passende Erklärung. Dafür war ich einfach zu weit weg. Vor einigen Wochen habe ich den neuen Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster kennengelernt. Er machte auf mich einen sehr sympathischen und auch kompetenten Eindruck. Ich bin gespannt auf seine Arbeit. Michael Uhrmann hat seine Verletzung auskuriert und ist wieder fit. Er kann sicher wieder ganz vorne mitspringen. Auch Martin Schmitt kann mit seiner großen Routine in der Spitze mithalten.

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