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TV-Kritik Blickpunkt Sport: Der Bayerische Rundfunk entdeckt den FC Augsburg

TV-Kritik Blickpunkt Sport

Der Bayerische Rundfunk entdeckt den FC Augsburg

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    Das entscheidende 2:1 durch Stephan Hain im Spiel des FC Augsburg gegen den FSV Frankfurt. Damit ist der FCA in die Bundesliga aufgestiegen.
    Das entscheidende 2:1 durch Stephan Hain im Spiel des FC Augsburg gegen den FSV Frankfurt. Damit ist der FCA in die Bundesliga aufgestiegen. Foto: Ulrich Wagner

    Da haben sich die Macher beim Bayerischen Rundfunk wieder mal ein Schmankerl in Sachen Spannungsbogen ausgedacht. Zu Gast in der Sendung Blickpunkt Sport am Montagabend waren gleich vier Spieler des FC Augsburg und Manager Andreas Rettig.

    Die erste Viertelstunde gehörte aber nicht Michael Thurk, Stephan Hain, Simon Jentzsch, Marcel Ndjeng  und dem Manager – sondern Philipp Lahm. Der Rechtsverteidiger durfte noch mal ausführlich schildern, was denn beim FC Bayern zuerst schief lief und nun wieder gerade gebogen wurde. Anschließend rührte er noch fleißig die Werbetrommel für seine zweifellos wichtige Stiftung.

    Dann noch ein bisschen auf die Tränendrüse drücken – fünf Minuten für den Abschied Marek Mintals beim 1 FC Nürnberg. Philipp Lahm ist eine Größe im deutschen Fußball,  Mintal eine Nürnberger Legende. Schon klar. Aber am Sonntag ist der FC Augsburg in die erste Bundesliga aufgestiegen. Das ist vergleichbar mit einem Champions-League-Titel für die Bayern oder einem Pokalsieg der Nürnberger.

    Thurk dreht Nörglern die lange Nase

    Thurk und Co. wurde dann immerhin doch noch eine Viertelstunde Sendezeit spendiert. Die Augsburger machten das Beste daraus. Thurk beispielsweise sagte, er freue sich jetzt denjenigen „eine lange Nase drehen“ zu können, die nicht an den Aufstieg des FC Augsburg geglaubt hätten. So hätte er häufiger den Satz gehört, dass er beim falschen Verein spiele, wenn er aufsteigen will. „Das ist ein wenig wie in Mainz früher. Da wurden wir auch immer belächelt“.

    Stephan Hain schilderte nochmals, wie die Zeit vor seiner Einwechslung war („kaum auszuhalten“), Marcel Ndjeng erzählte das entscheidende Tor nach („katastrophaler Eckball vom Micha und der Stephan macht ein wunderschönes Tor“) und Simon Jentzsch erklärte, wie er auf das frühe Gegentor reagiert hat („relativ gelassen“).

    Dann war die Sendezeit des FCA auch fast schon wieder vorbei. In den Startlöchern wartete bereits Formel-1-Experte Christian Danner. Der sollte noch etwas zum Sieg von Sebastian Vettel erzählen. Was das mit Sport in Bayern zu tun hat, erschließt sich nicht auf Anhieb.

    Kurz bevor Moderator Markus Othmer die Augsburger herauskomplimentierte, wollte er noch so etwas wie Smalltalk mit den FCA-Spielern halten. Thema: Schafft es am letzten Spieltag Fürth oder Bochum auf den Relegationsplatz. Thurk spielte ein wenig mit, entschied sich schließlich für Bochum. Ndjeng hatte darauf weniger Lust. „Im Endeffekt ist es mir egal“.  Ein einigermaßen gelungener Lacher im Studio des Bayerischen Fernsehen. Hat man dort ja auch nicht jeden Tag.

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