Sonntag, 28. August 2016

28. Oktober 2009 18:55 Uhr

Oliver Kahn in Neusäß

Du schaffst es!

"Wer sind eure Vorbilder?", fragte Oliver Kahn die 550 Realschüler in der berstend vollen Stadthalle von Neusäß. "Jens Lehmann", war die knappe Antwort eines Schülers. Damit dürfte der ehemalige Towart bei seiner "Ich schaff's"-Tour nicht gerechnet haben. Von Niko Steeb

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Neusäß - "Wer sind eure Vorbilder?", fragte Oliver Kahn die 550 Realschüler in der berstend vollen Stadthalle von Neusäß. "Jens Lehmann", war die knappe Antwort eines Schülers. Wer jetzt erwartet hatte, dass der ehemalige Weltklasse-Torwart gekränkt sei, sah sich getäuscht. Statt dessen sagte Kahn kurz und trocken: "Hervorragend." Auch ansonsten präsentierte sich der 40-Jährige im Rahmen seiner "Ich schaff's Tour" souverän.

Wer scheint besser geeignet, über Sieg und Niederlage oder gesunden und blinden Ehrgeiz zu sprechen als Oliver Kahn? Dreimaliger Welttorhüter, Champions League-Sieger und -Verlierer und vieles mehr. Kahn ist sich dessen bewusst, schätzt seine Vergangenheit richtig ein. Noch immer ist aber der Wille in diesem Mann zu spüren, der über sich selbst sagt, als Torwart nicht talentiert gewesen zu sein.

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Oliver Kahn hält als Kind die Welt in den Händen

Die Schüler waren jedenfalls begeistert. Tosender, langanhaltenden Applaus gab es sowohl für Kahns Auftritt als auch für seinen Abtritt. Kahn wollte nicht dozieren, keinen Vortrag halten: "Ich will mit euch sprechen, in Dialog treten." Der fand dann so statt: Zu Stichwörtern wie "Vision", "Ziele", "Vorbilder" und "Niederlagen" gab Oliver Kahn kurze Einschätzungen. Dann ließ er die Schüler zu Wort kommen, ging durch die Reihen und sammelte Stimmen.

Kahns Ziel als kleines Kind war es, Torwart zu werden und in einem riesengroßen, vollen Stadion zu spielen. Über den Beamer wurde ein Foto eingeblendet: Es zeigt den kleinen Olli mit einem Plastikball in der Hand, auf dem die Welt gedruckt ist. Zufall oder Schicksal? Kahn weiß es nicht. Er weiß nur, dass man für seine Ziele hart arbeiten müsse. Dabei muss nicht jeder Fußballstar werden: "Ein gutes Ziel sind ein starker Schulabschluss oder Freunde."

Um dies zu erreichen, so Kahn, müsse der Weg in kleine Stücke zerlegt werden. Unerreichbare Ziele sollten erst gar nicht in Angriff genommen werden. Immer wieder stelle sich dann die Frage: "Was bringt das alles?" Für ihn persönlich war das der Traingstrott, bei jedem Wetter, jahrelang und jeden Tag, Bälle zu fangen. Zwei Dinge seien ihm immer besonders wichtig gewesen dabei: "Eine gute Zukunft und die Wertschätzung anderer."

Manchmal kam Kahn wie der alte Titan aus dem Fernsehen rüber, der davon spricht nicht aufzugeben und sich voll reinzuknien. Dann wirkte er altersweise und demütig. Auffällig war seine Sprache, die ruhig, deutlich, klar, einfach, bestimmt und selbstbewusst ist.

Gute Ideen brächten aber nichts, so Kahn, wenn sie nicht umgesetzt werden. Dazu sei ein "erster kleiner Schritt nötig und wichtig". Vorbilder seien unerlässlich. Kahn warnte aber, Vorbilder zu imitieren und ihnen alles nachzumachen: "Ihr seid eigenständige Menschen", rief er den Schülern zu. Nicht nur Jens Lehmann ist ein Vorbild für den Nachwuchs, sondern auch Oliver Kahn selbst, wie ein junger Fan sagte. Darauf Kahn: "Das finde ich ein sehr gutes Vorbild!"

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