Brücke bei Zusmarshausen wurde in der Nacht auf Sonntag abgebrochen



Zusmarshausen. Der Boden vibriert. Ewig lange sollte sie halten, die alte Brücke über die Autobahn auf der Verbindungsstraße von Zusmarshausen nach Wertingen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist sie abgebrochen worden. Die Kräfte, die dabei eingesetzt wurden, haben die ganze Umgebung zum Schwingen gebracht.
Seit Wochen läuft der Ausbau der A8 zu insgesamt sechs Fahrspuren. Eine Folge ist, dass die alten Brücken, die zum Großteil noch aus den Anfangstagen der rund 80 Jahre alten Autobahn stammen, allesamt nicht mehr breit genug sind. Insgesamt 79 Bauwerke müssen abgetragen werden, in dieser Nacht war es die letzte Brücke im Jahr 2011. Und die stand an einer verkehrstechnisch besonders wichtigen Stelle, nämlich direkt an der Autobahnausfahrt Zusmarshausen auf der Staatsstraße 2027. Westlich der alten Brücke ist eine Behelfsbrücke errichtet worden, bereits seit Anfang vergangener Woche konnte hier die Autobahn nicht mehr überquert werden. Am Samstagabend ab 20 Uhr ist dann auch die Autobahn selbst dicht. Bereits ab Adelsried (in Fahrtrichtung Ulm) und ab Zusmarshausen (in Richtung Augsburg) ist der Verkehr aus- und über Horgau umgeleitet worden – freilich eine ungewohnt laute Nacht für die Anwohner.
Doch alles geht glatt, wie auch die Autobahnpolizei bestätigt: Pünktlich gegen 8 Uhr Sonntag früh kann die Autobahn wieder geöffnet werden. Probleme auf den Umleitungsstrecken gab es nicht.
Seit Sonntagmorgen ist nun auch wieder die Staatsstraße nach Wertingen frei. Der Verkehr läuft jetzt auf einer 500000 Euro teuren Behelfsbrücke. Die hat allerdings eine viel kürzere Lebensdauer als ihre Vorgängerin: Sie soll nur bis 2015 stehen. Dann wird die endgültige Brücke in Betrieb genommen und das Provisorium in einer ähnlichen Aktion abgerissen.
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