Kampfansage an Radl-Rowdys: Die Behörden in Augsburg kündigen Schwerpunktkontrollen an. In unserem Forum und auf eunserer Facebook-Seite wird eifrig diskutiert.

Die Stadt Augsburg und die Polizei kündigen für dieses Frühjahr wieder Radler-Schwerpunktkontrollen an: Die Polizisten und Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdienstes haben es vor allem auf Geister- und Gehwegradler abgesehen. Vergangenes Jahr wurden 5800 Radler von der Polizei kontrolliert, bei fast der Hälfte wurden Ordnungswidrigkeiten festgestellt wie etwa fehlende Beleuchtung oder das Benutzen von Radwegen in falscher Richtung. Auch das Telefonieren mit dem Handy beim Fahren fällt darunter.
In unserem Forum und auf der Facebook-Seite der Augsburger Allgemeinen diskutieren unsere Leser eifrig.
"Ich find das völlig richtig!!! Wir Auto/Lkw-Fahrer werden auch oft genug zur Kasse gebeten! Und wenn ich mir so manchen Radler anschau....kennt keine Ampeln, hat kein Licht und fährt wie es ihm passt. So gehts nicht", schreibt Reinhold Huber auf Facebook. Und mit dieser Meinung ist er nicht allein: "Wer wie ich bei Nacht schon mehrmals das "Vergnügen" eines Fast-Zusammenstoßes mit auch noch schwarz gekleideten Ghostridern hatte, die sich nicht als Verkehrsteilnehmer, sondern im rechtsfreien Raum sehen, kann das nur befürworten. Wenn die mal nen Fuffi abdrücken müssen, geht sicher auch das Licht auf", findet Stefan Porkert. Und auch Michi Knaut postet ihre Zustimmung: "Ja find ich super. Die haben es genauso verdient wie wir Autofahrer!"
User Herr Vorragend denkt, dass es für die vielen Unfälle mit Radfahrern eine einfache Erklärung gibt: "Ein wichtiger Grund für die vielen Unfälle ist mit Sicherheit darin begründet, dass viele Fahrradfahrer die Verkehrsregeln nicht kennen, da diese nie einen Führerschein für die selbstständige, motorisierte Fortbewegung erworben haben. Jeder Bundesbürger sollte deshalb (ab einem bestimmten Alter), an einen Fahrtraining für Fahrradfahrer teilnehmen", schreibt er im AZ-Forum. Das sieht User hinkel 86167 ein bisschen anders. Seiner Meinung liegt das Problem nicht nur bei den Radlern, die nicht mit dem Auto fahren: "Ich gehe eine Wette darauf ein, dass Radler, die sich nicht an die Regeln halten, dieselben sein dürften, die als Autofahrer dann auch meinen, die Regeln nach eigenem Gutdünken nicht halten zu müssen", schreibt er.
Auf den Straßen fehlt es an Aufklärung, meint Facebook-Userin Sarah Nikolai: "Vielleicht wär auch ne Broschüre nicht schlecht mit einfachen Grundregeln wie etwa, dass ein Zebrastreifen nicht für Fahrradfahrer gedacht ist, außer sie steigen ab."
Einige User können mit den Kontrollen für Radfahrer nur wenig anfangen, wie etwa Iflow Krats: "Vielleicht werden mit dem eingenommenen Geld ein paar Radwege gebaut? Das wäre das einzig Positive. Aber straft nur die Einzigen ab, die was für den Klimaschutz machen..." Ähnlich geht es auch Jürgen Düringer: "Solange es in Deutschland zu wenig Personal gibt, um unsere Kinder vor Missbrauch zu schützen ist das völlig daneben. Zu wenig Personal heißt es vom Jugendamt, wenn mal wieder Kinder in Pflegefamilien missbraucht und geschlagen werden. Aber für Radl Rambos gibt's Grosskontrollen. Sicher nicht ganz falsch, aber man sollte erst die gewichtigen Probleme lösen."
Und Jimmy Conway hat seine ganz eigene Theorie, warum in Augsburg wieder verstärkt Radler kontrolliert werden sollen: "Die Stadt braucht Geld zur Finanzierung des Kö's." sas
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