Montag, 5. Dezember 2016

05. Januar 2016 14:12 Uhr

Flüchtlingsstrom

Täglich kommen mehr als 3000 Flüchtlinge nach Deutschland

Täglich reisen über 3000 Flüchtlinge nach Deutschland. Für Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sind diese Zahlen viel zu hoch. Vor einem Jahr waren es deutlich weniger.

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Neu angekommene Flüchtlinge warten in Passau auf dem Gelände der Clearingstation der Bundespolizei an der Essensausgabe.
Foto: Armin Weigel, dpa

Die Zahl der derzeit in Bayern eintreffenden Flüchtlinge ist im Jahresvergleich um mehr als das Zehnfache gestiegen. In den zehn Tagen vom 26. Dezember bis zum 4. Januar haben Bundes- und bayerische Landespolizei insgesamt 33.300 Flüchtlinge gezählt, wie aus Zahlen des bayerischen Innenministeriums hervorgeht. «Täglich reisen über 3000 neue Flüchtlinge nach Deutschland ein», sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag. «Die Zahlen sind einfach noch viel zu hoch.» Die außenpolitischen Bemühungen der Bundesregierung hätten «bisher leider noch keine sichtbaren Auswirkungen».

33.300 Flüchtlinge kamen innerhalb von zehn Tag nach Bayern

Zum Vergleich: Im vergangenen Winter waren im Schnitt weniger als 300 Menschen am Tag nach Deutschland gekommen. So hatten die bayerischen Behörden von 1. bis 10. Februar 2015 lediglich 2400 Asylbewerber gezählt. Zwischenzeitlich lagen die Zahlen aber noch weitaus höher: Im Herbst waren phasenweise mehr als 10.000 Menschen pro Tag in Bayern eingetroffen.

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Die derzeitigen Zahlen würden auf das Jahr hochgerechnet bedeuten, dass erneut mehr als eine Million Flüchtlinge nach Deutschland kommen könnten. «Das können wir auf Dauer nicht verkraften», sagte Herrmann. «Dreh- und Angelpunkt ist eine deutliche Reduzierung der Flüchtlingszahlen in den kommenden Wochen und Monaten.» 

Im vergangenen Jahr gab es immer wieder große Schwankungen. Die Türkei hat gegen Finanzhilfe von drei Milliarden Euro und weitere Zugeständnisse der EU zwar Ende November eine Reduzierung der Flüchtlingszahlen, die türkisches Territorium passieren, zugesagt. Bisher ist davon jedoch wenig zu spüren. dpa/lby

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