Montag, 24. Juli 2017

26. Oktober 2016 00:41 Uhr

Konzert

Großes Halleluja im Höchstädter Schloss

Mainz 04 kann nicht nur Fußball sein. Wie vier Saxofonisten überzeugen Von Elmar Greck

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Für Steph Winzen aus Kicklingen ist es das dritte Heimspiel mit Mainz 04, wie Frau Hildegard Wanner, Vorsitzende des Förderkreises Schloss Höchstädt, in ihrer Begrüßung erwähnt. Ferner freue sie sich besonders darüber, dass ein Kulturprogramm „made in Germany“ für unsere Region angeboten werden kann. Auch die Fans vor Ort haben die an der Musikhochschule qualifizierte Künstlerin nicht vergessen und verlassen, wie man an der gut besuchten Veranstaltung sehen und am Applaus hören kann.

Mit exquisiten Instrumenten betreten die Profis die Bühne. Bei Saxofonisten sind immer noch die von Selmer hergestellten Instrumente die gefragtesten. Darunter ist auch das legendäre Tenorsaxofon Mark VI. Inzwischen ist aber auch ein hochwertiges Sopransaxofon aus Japan von Yanagisawa im Einsatz. Zunächst fehlt das detaillierte Programm für die Zuhörer. Angekündigt ist das Konzert lediglich mit dem Titel „Vier Saxofone für ein Halleluja“. Zum Ausgleich dazu moderieren die Künstler selbst sehr ungekünstelt, mitunter aus dem familiären Nähkästchen plaudernd. Das Publikum reagiert darauf sehr humorvoll, und so ist schon spontan verbaler Kontakt hergestellt, der sehr hilfreich und informativ ist. Denn hier agiert eine ungewöhnliche Besetzung, eben nur Saxofone, das gibt es so nicht oft! Normalerweise ist das Saxofon das ideale dionysische Soloinstrument für alle Musikstile. Der musikalische Vortrag besteht aus bekannten Musikstücken nahezu aller Genres vom Pop, Dixi, Rag und Musical sowie Jazzstandards und auserlesenen Eigenkompositionen, die dann auch für Saxofone geschrieben sind. Die besondere Kunstfertigkeit und Kreativität der Gruppe besteht darin, dass sie die meisten Stücke extra für Bläser transkribieren und sehr gelungen für ihr Quartett arrangieren. Dabei übernehmen sie zunächst das Original gecovert, und dann wird fantasievoll variiert in klassischer Manier, um dabei den Stücken neue Intentionen, neues Leben einzuhauchen. So zum Beispiel deutlich hörbar bei „When i’m Sixty-Four“ von den Beatles. Sie vermitteln damals 1967 ein skeptisch lauwarmes, molliges Feeling für ihren Ausblick auf das unvermeidbare Altern. Bei Mainz 04 steht am Schluss ein übermäßiger B-Dreiklang, der schon deutlich fröstelnder ausfällt.

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Der Höhepunkt des Konzerts ist das Stück „Ulla in Afrika“ vom Altsaxsofonist Heiner Wiberny. Das Kernstück dabei ist ein melodisches, perkussives Rhythmusmuster, das als Reisesouvenir aus Afrika stammt und den Komponist inspiriert hat. Die Nachahmung gelingt nachvollziehbar. Rondoartig taucht das Pattern in verschiedenen Variationen auf. Die Zwischenstücke werden für sehr gelungene Solobeiträge von Tenor- und Sopransaxofon genützt und dabei souverän getragen von den beiden Powerfrauen im Bass und Alt. Dabei entwickelt sich reizvoll das Können der Bläser im Hinblick auf Tonbildung und dem perfekten Zusammenspiel.

Der letzte Beitrag ist folgerichtig „That’s a Plenty“, ein Rag von Lew Pollack. Stephen, die Powerfrau, bedient dabei als Bassistin mit flinken Fingern die größten Klappen und kickt mit der letzten, satten, wohlgeformten „Notenkugel“ das Tor zu. Mainz 04 geht mit nur vier Spielern klar in Führung. Halleluja!

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