Freitag, 23. Februar 2018

24. August 2017 17:00 Uhr

Neu-Ulm/Nersingen

Gemeinsames Gewerbegebiet unter Dach und Fach

Neu-Ulm und Nersingen haben in einer Zweckvereinbarung festgelegt, wer welche Aufgaben beim Areal an der A7 übernimmt.

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Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg (links) und Nersingens Bürgermeister Erich Winkler unterzeichneten den Zweckvertrag.
Foto: Horst Hörger

Das erste quasi gemeinsame Gewerbegebiet von Neu-Ulm und Nersingen ist jetzt offiziell besiegelt: Gestern unterzeichneten Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg und Nersingens Bürgermeister Erich Winkler eine entsprechende Zweckvereinbarung. Demnach wird das Gebiet „Riffelbank“, das auf Burlafinger Gemarkung liegt, an das bestehende Nersinger Gewerbegebiet „An der A7“ angeschlossen. Im Vertrag haben Stadt und Gemeinde genau geregelt, wer welche Aufgaben auf dem insgesamt fast 120000 Quadratmeter großen Grundstück übernimmt.

Neu-Ulm ist laut Vereinbarung unter anderem für die Erschließung des Gewerbegebiets „Riffelbank“ zuständig – finanziell sowie baulich. Die Gebiete sollen durch eine etwa 100 Meter lange Straße ausgehend vom bereits existierenden Wendehammer auf Nersinger Grund verbunden werden. Erst danach will der Stadtentwicklungsverband entscheiden, welche Unternehmen auf das Areal ziehen. Ebenfalls kümmert sich die Stadt um den Unterhalt der Erschließungsstraße und beteiligt sich an den Unterhaltskosten für die bereits von Nersingen gebaute Verbindungsstraße zur B10.

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Im Gegenzug zahlt die Gemeinde Nersingen Erneuerungs- oder Verbesserungsmaßnahmen an der Erschließungsstraße – also größere Arbeiten, die über die reine Instandhaltung hinausgehen. Zudem ist sie für Hauptwasserleitungen, Abwasserkanäle und die Anschlüsse zuständig. Außerdem übernimmt Nersingen Winterdienst, Straßenreinigung und die Pflege der Grünflächen. Dafür verzichtet Neu-Ulm auf alle Gebühren, die im Gewerbegebiet „Riffelbank“ erhoben werden könnten – diese bekommt die Gemeinde Nersingen.

Dieses „quasi interkommunale Gewerbegebiet“ sei ein „Glücksfall“ für Neu-Ulm, sagte Oberbürgermeister Noerenberg bei der Unterzeichnung der Zweckvereinbarung. Denn: „Wie bekannt ist, tun wir uns schwer damit, Gewerbeflächen auszuweisen.“ Durch die Zusammenarbeit mit Nersingen, zu der die Stadt „seit jeher ein sehr freundschaftliches Verhältnis“ habe, werde das Gewerbegebiet größer und damit interessanter für Unternehmen. Bürgermeister Winkler sprach von einem „Pilotprojekt“ für Nersingen. Er ist sich sicher: „Diese Zusammenarbeit hat für beide Seiten nur Vorteile.“

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