Freitag, 20. Oktober 2017

29. Januar 2014 16:06 Uhr

Narren starten diesmal am Münster

Großer Umzug in Ulm mit 5500 Hästrägern, Musikern und einem „Monsterkonzert“

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Ulm Die Narrenzunft Ulm feiert dieses Jahr ihr 22-jähriges Bestehen. Deshalb hat sich die Vereinsspitze für den großen Narrensprung am Wochenende etwas Besonderes einfallen lassen. Zusammen mit den Blech Beat Gugga aus Oberelchingen, die heuer ihr zehnjähriges Bestehen feiern, hat die Narrenzunft ein zweitägiges Programm auf die Beine gestellt. Der Samstag, 1. Februar, steht ganz im Zeichen der Guggamusik. Am Sonntag, 2. Februar, findet der große „Ulmzug“ mit 5500 Hästrägern und Musikern statt. Start ist diesmal am Münsterplatz. Die Narrenzunft rechnet mit 20000 Zuschauern, falls das Wetter mitspielt.

Von der Zahl der aktiven Teilnehmer her fällt der Narrensprung wieder etwas kleiner aus. Voriges Jahr waren gleich 7000 Hästräger und Musiker durch die Innenstadt gezogen. „Das war fast etwas zu viel“, sagt Bernd Haas, Zunftrat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Narrenzunft. Diesmal habe sich der Verein wieder auf die übliche Größe des Umzugs beschränkt, die den Zuschauern auch Spaß mache.

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Konzentration auf den Münsterplatz

Der Umzugsweg wurde im Vergleich zu den vergangenen Jahren geändert. „Wir wollen diesmal alles auf den Münsterplatz konzentrieren“, sagt Bernd Haas. Dort beginnt und endet am Sonntag der Umzug. Und dort steht ein großes Festzelt, in dem die Narren ihre Jubiläen feiern. „Wir gehen davon aus, dass wir das Ganze damit etwas heimeliger machen können“, sagt der Zunftrat. Weil der Umzug nicht mehr wie früher in der Gideon-Bacher-Straße im Kreuzviertel startet, werde außerdem der Öffentliche Nahverkehr weniger gestört. So müsse die Frauenstraße nicht gesperrt werden.

Der Umzug findet am Wochenende im Rahmen eines Freundschaftstreffens des Alemannischen Narrenrings statt. Am Samstag, 1. Februar, spielen ab 14 Uhr 21 Guggamusik-Gruppen aus Deutschland, Lichtenstein, Österreich und der Schweiz auf vier Bühnen in der Innenstadt – auf dem Münsterplatz, auf dem Marktplatz, an der Ecke Hirschstraße/Glöcklerstraße und in der Dreikönigsgasse.

Um 17.30 Uhr folgt ein Sternmarsch der Gruppen zum Münsterplatz. Nach dem Narrensbaumstellen um 18 Uhr spielen dann Hunderte Musiker vor dem Münster auf. Bernd Haas verspricht „ein Spektakel, das Ulm so noch nie gesehen hat“. Nicht umsonst nennt sich dieser Programmpunkt „Monsterkonzert“. Die Kinderfasnacht startet bereits um 15 Uhr im Kornhaus (Einlass ab 14 Uhr).

Der Sonntag beginnt besinnlich mit dem Narrengottesdienst im Münster um 9.30 Uhr. Danach ist Zunftmeisterempfang im Kornhaus. Der große Narrensprung startet um 13.13 Uhr, also etwas früher als in vergangenen Jahren. 88 Zünfte sind dabei. Den Beginn macht das Trommlerkorps „D’ Landsknecht Mittelbiberach“ (Narrenruf: „Hau – nei!“), den Abschluss bildet die Narrenzunft Ulm.

Und so wird es am Sonntag wieder rund ums Münster heißen: „Zong – raus!“

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