Freitag, 25. Juli 2014

25. März 2014 17:27 Uhr

Prozess in Ingolstadt

Opfer sticht Vergewaltiger in die Augen

Nur weil sie dem Vergewaltiger unter anderem mit den Fingern in die Augen stach, konnte eine Joggerin bei Kösching entkommen. Jetzt stand ein 23-Jähriger vor Gericht.

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Prozessauftakt am Landgericht: Angeklagt ist ein 23 Jahre alter Köschinger bulgarischer Herkunft wegen Vergewaltigung. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, sich im Sommer an einer Joggerin vergangen zu haben.
Foto: Jung

Es war ein kurzer erster Prozesstag am Landgericht Ingolstadt. Angeklagt ist ein 23 Jahre alter Mann, der im vergangenen Juli auf einem Feldweg bei Kösching eine Joggerin vergewaltigt haben soll. Der Vizepräsident des Landgerichts, Richter Paul Weingartner, setzte die Hauptverhandlung allerdings aus, weil die Verteidigerin des angeklagten Köschingers das Rekonstruktionsvideo des Tathergangs noch nicht zur Verfügung gestellt bekommen hatte. Außerdem verlangte die Anwältin weitere DNA-Untersuchungen.

30-jährige Joggerin wehrte sich massiv

Der Fall hatte im Sommer für einiges Aufsehen gesorgt. Das Opfer, eine 30 Jahre alte Frau, war Mitte Juli auf einen Feldweg bei Kösching unterwegs gewesen. Sie war auf einer Jogging-Runde, als sie der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft auf einem Mountainbike einholte und sie zu Boden riss. Danach kam es zu einem massiven sexuellen Übergriff, der den Tatbestand der Vergewaltigung erfüllt.

Das Opfer erlitt durch den Angriff Hämatome am Oberkörper und zahlreiche Schürfwunden an der Vorderseite beider Beine und an den Unterarmen. Der Angeklagte ließ schließlich nur von ihr ab, weil sich die Frau massiv wehrte. Sie stach ihm mehrmals mit den Fingern in die Augen und rammte ihm das Knie zwischen die Beine.

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Polizei zitierte 200 Männer zur Speichelprobe

Die Kripo Ingolstadt hatte im Zuge der Ermittlungen den Kreis der Verdächtigen immer enger gezogen. Zuletzt war er auf 200 Männer aus dem Raum Kösching begrenzt. Viele davon wurden zum Speicheltest gebeten. Auch der Angeklagte.

Die Tatsache, dass es sich um einen Typ dunklen Teints handelte und der Umstand, dass der Mann eine Bermudahose und Badesandalen trug, hatte es den Ermittlern leichter gemacht. Die Polizei konnte daraus schließen, dass der mutmaßliche Täter aus der näheren Umgebung kam.

Der Angeklagte selbst wurde gestern vor Gericht noch nicht zu den Vorwürfen befragt. Nachdem die Staatsanwältin die Anklageschrift verlesen hatte, zogen sich Richter, Verteidigung und Staatsanwaltschaft zu einer Besprechung zurück. Danach brachte die Anwältin ihre Einwände vor. Dann setzte Richter Weingartner die Hauptverhandlung erstmal aus. Der nächste Verhandlungstermin wird vermutlich im Mai sein.

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Kösching | Ingolstadt | Polizei | Kripo

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