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Neuer Krach in der Koalition
28.07.2014

SPD warnt "Rumpelstilzchen" Seehofer

CSU-Chef Seehofer kritisiert den Kurswechsel in Sachen Rüstungspolitik von Vizekanzler Gabriel.
Foto: Tobias Hase/Archiv (dpa)

Der Ton zwischen CSU und SPD wird rauer. Bei den Sozialdemokraten scheint man von Horst Seehofers Zwischenrufen inzwischen genervt - und schickt eine klare Botschaft nach München.

Angesichts des Koalitionsstreits um künftige Rüstungsexporte hat die SPD CSU-Chef Horst Seehofer gewarnt, bereits im Koalitionsvertrag geregelte Themen immer wieder auf die Agenda zu bringen.

"Ich bin mir nicht sicher, ob Horst Seehofer gut beraten ist, alle vier Wochen das Rumpelstilzchen aus München zu machen. Zumal wir wissen, wie das Märchen am Ende ausgeht", sagte SPD-Parteivize Thorsten Schäfer-Gümbel am Montag in Berlin.

Seehofer droht in Maut-Frage mit Koalitionsbruch

Seehofer hatte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) zuletzt vor einem Alleingang hin zu restriktiveren Rüstungsexporten gewarnt. Der CSU-Chef drohte gleichzeitig mit Koalitionsbruch, sollte die von der CSU geplante Pkw-Maut scheitern.

Die permanenten Zwischenrufe seien nicht mit dem Koalitionsvertrag in Einklang zu bringen, sagte Schäfer-Gümbel mit Blick auf Seehofer. Das Koalitionsklima belaste das aber nicht. "Das nehme ich so nicht wahr", sagte er. dpa

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