Freitag, 15. Dezember 2017

18. März 2017 15:38 Uhr

Lechfeld

Neue Flugzeuge für den Fliegerhorst Lechfeld?

Einige Bürgermeister sehen eine Stationierung der Transportmaschinen nicht nur positiv. Welche Sorgen sie haben.

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Einige Bürgermeister sehen eine Stationierung der Transportmaschinen nicht nur positiv. Welche Sorgen sie haben.
Foto: EADS, dpa

Das Jagdbombergeschwader 32 wurde vor vier Jahren aufgelöst, seitdem dient der Fliegerhorst Lechfeld als Ausweichflugplatz. Die Ruhe auf dem Lechfeld könnte aber bald wieder vorbei sein. Statt Kampfflugzeugen könnten dann militärische Transportflugzeuge des Typs A400M stationiert werden. Das Verteidigungsministerium hat beim Haushaltsausschuss des Bundestages angefragt, ob 13 dieser Maschinen auf dem Lechfeld stationiert werden können.

Grabens Bürgermeister Andreas Scharf zeigte sich gestern Nachmittag völlig überrascht, er habe von der Anfrage über die Presse erfahren. Er würde das Vorhaben begrüßen, dafür müssten aber einige Punkte zusammenkommen: „Wenn hier in den Standort sinnvoll investiert wird und Arbeitsplätze entstehen, bin ich dem gegenüber aufgeschlossen.“

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Scharf stellt eine Bedingung für Transportflugzeuge

Es gebe aber eine Einschränkung, eine knallharte Bedingung, wie Scharf es nennt: Über eine Korrektur der Lärmschutzzonen dürfe nicht nachgedacht werden. „Das wäre eine Katastrophe“, sagt Scharf. Die Lärmschutzzonen, die bisher fast bis an den westlichen Ortsrand Lagerlechfelds reichen, behindern seiner Meinung nach die Entwicklung der Lechfeldgemeinden.

Diesen Nachteil sieht auch Rupert Fiehl. Kleinaitingens Bürgermeister befürchtet Beeinträchtigungen für Anwohner und Gewerbe, falls die Lärmschutzzonen wieder ausgeweitet würden. „Wenn es für Wohngebiete Einschränkungen gibt, wäre ich kategorisch gegen diese Stationierung.“ Seitdem die Tornados weg sind, ist der Fluglärm deutlich zurückgegangen – das soll nach Ansicht von Scharf und Fiehl auch so bleiben.

Klosterlechfelds Bürgermeister Rudolf Schneider, der bei der Bundeswehr auf dem Lechfeld in der Ausbildung für die Luftwaffe tätig war, geht davon aus, dass eine zeitlich begrenzte Stationierung diese Entwicklung „nicht torpedieren würde“. Er sei in der Frage der Transportflugzeuge ergebnisoffen: „Der Standort Lechfeld ist in einem Top-Zustand und für eine Zwischenstationierung ein Platz, den man nicht außen vor lassen kann.“

Andreas Halscheidt von der Bürgerinitiative Pro Lechfeld bewertet den möglichen Standort ebenfalls positiv – denn in den vergangenen Jahren sei viel in den Fliegerhorst investiert worden.

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Ein Artikel von
Michael Lindner

Schwabmünchner Allgemeine
Ressort: Lokales

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