Dienstag, 21. November 2017

13. September 2017 15:00 Uhr

Scheuring

Solarpark statt Kiesgrube

Auch in Scheuring soll Sonnenenergie in Strom umgewandelt werden. Der Gemeinderat steckt mitten in den Vorbereitungen. In Egling ist man schon weiter. Von Walter Herzog Und Thomas Wunder

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Auch in Scheuring soll Sonnenenergie in Strom umgewandelt werden. Der Gemeinderat steckt mitten in den Vorbereitungen.
Foto: Thaut Images, fotolia

Immer mehr Kommunen setzen neben Photovoltaik auf dem Dach auch auf Anlagen auf der grünen Wiese. Nach der Gemeinde Egling jetzt auch Scheuring. Auf der rund 1,4 Hektar großen Fläche der ehemaligen Burgsel-Kiesgrube, einer Altdeponie zwischen Scheuring und Winkl, plant die Gemeinde, eine Freiflächenphotovoltaikanlage zu errichten.

Als Planungsgröße nannte Bürgermeister Manfred Menhard auf Nachfrage unserer Zeitung eine Leistung von 750 Kilowatt-Peak. Auch wenn noch einige Fragen offen sind, wie beispielsweise die endgültige Leistung oder die Unternehmensform, hat Menhard als Ziel ausgegeben, die Anlage in der ersten Hälfte des kommenden Jahres in Betrieb zu nehmen.

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Zu den möglichen Unternehmensformen hat sich der Gemeinderat in jüngster Sitzung von Andreas Graf von der kommunalen Rechtsaufsicht und Wirtschaftsförderung beim Landratsamt informieren lassen. Graf stellte die Vor- und Nachteile zur Gründung einer GmbH oder eines Kommunalunternehmens sowie die Formen eines Eigen- oder Regiebetriebes einander gegenüber. Eine weitergehende Aussprache ist in öffentlicher Sitzung ebenso wenig erfolgt wie eine formelle Entscheidung. Zur Debatte stehe laut Menhard aber, dass die Gemeinde als Bauherr fungieren könnte.

Energieberater gibt weitere Informationen

Weiteren Rat und Informationen zu den technischen Details einer Photovoltaikanlage hat sich der Gemeinderat durch den Energieberater Werner Lauer von der Landsberger Energieagentur geholt. Wie auf Nachfrage zu erfahren war, könnte auch eine leistungsstärkere Anlage als die genannten 750 Kilowatt-Peak installiert werden. Für die notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes und für die Aufstellung des Bebauungsplanes sind die Leistungen an ein Ingenieurbüro aus Kissing vergeben worden. Das Auftragsvolumen wurde mit 29000 Euro beziffert. „Wir haben nun zunächst zwei Ingenieurbüros beauftragt, uns konkrete Details zum Bau und dem Betrieb der Anlage vorzustellen“, sagt Manfred Menhard. In einer der nächsten Sitzungen soll dann eine formelle Entscheidung zum Bau der Anlage auf dem Gelände der Burgsel-Kiesgrube getroffen werden.

Gemeinde investiert knapp 800.000 Euro

Nur wenige Kilometer weiter nördlich ist man schon einige Schritte weiter. Ende Juli hat der Eglinger Gemeinderat für die Freiflächenphotovoltaikanlage auf der ehemaligen Deponie in Heinrichshofen den Entwurf für den Bebauungsplan und die Änderung des Flächennutzungsplans verabschiedet. Wie berichtet, soll auf der rund 1,67 Hektar großen Konversionsfläche der Altdeponie eine Fotovoltaikanlage mit einer Leistung von bis zu 700 Kilowatt-Peak entstehen. Rund 785000 Euro wird die Gemeinde investieren, um sich die Anlage einschließlich aller Nebeneinrichtungen schlüsselfertig errichten zu lassen. Wenn alles planmäßig läuft, soll die Anlage im Frühjahr in Betrieb gehen.

Seit Mitte November 2013 ist die Photovoltaikanlage auf einer ehemaligen Deponie am nördlichen Ortsrand von Penzing in Betrieb. Seither liefern die 1940 Module mit jeweils 250 Watt Leistung Strom. Betreiber ist der Landkreis. Mit seinen Photovoltaikanlagen produziert der Landkreis über 800 Kilowatt-Peak im Jahr, fast 500 davon über die Anlage in Penzing.

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