Montag, 24. November 2014

20. November 2012 08:03 Uhr

Schwabmünchen

Wüster Streit zwischen Autofahrern

Das Motiv der Auseinandersetzung kennt keiner mehr. Sie endete jedenfalls mit Handgreiflichkeiten und Beschimpfungen. Jetzt trafen sich die beiden Kontrahenten vor Gericht wieder. Von Uschi Rieger

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Mit Drängeln, Bremsen und Überholen fing der Streit an. (Symbolbild)
Foto: dpa

Die Auseinandersetzung zwischen zwei Autofahrern begann auf der B17 – und endete mit Handgreiflichkeiten und Beschimpfungen im Schwabmünchner Zentrum. Wegen Nötigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Bedrohung stand ein 71-Jähriger jetzt vor Gericht – und kam noch einmal glimpflich davon. Er wurde zu einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt.

Extrem aggressiv sei er mit dem Zeugen bei einem Aufeinandertreffen umgegangen, sagte Richterin Susanne Hillebrand.

Begonnen hatte alles an der B17-Ausfahrt Untermeitingen. Der 71-jährige Angeklagte sagte: „Der ist einfach kurz vor mir eingeschert. Ich habe total abbremsen müssen. Und da wollte ich mir den Fahrer mal etwas genauer anschauen.“ Der 22-jährige Kontrahent widersprach: So etwas mache er nicht.

Dann fuhren die beiden weiter über die Staatsstraße nach Schwabmünchen. Hier wiederum hatte der BMW des Angeklagten die Nase vorn: Mehrmals soll er auf dieser Strecke den jungen Corsa-Fahrer regelrecht ausgebremst haben. Doch einmal gelang es dem Zeugen, zu überholen: „Ich habe kurz auf die Bremse getippt, bin dann mittig weiter gefahren, damit der mich nicht mehr überholt und habe auch noch die Warnblinker angemacht“, erinnerte sich der 22-Jährige. Doch genau dieses Verhalten war wohl das I-Tüpfelchen, wodurch die „Wut im Bauch“ des Angeklagten so richtig aufkochte. Dafür schäme er sich noch heute.

In Schwabmünchen kam es dann zur Auseinandersetzung: Dort hielten sie an und der 71-Jährige soll den 22-Jährigen durch das geöffnete Seitenfenster am „Kittel“ gepackt und kräftig durchgeschüttelt haben. Dabei hatte der behinderte junge Mann erhebliche ärztlich attestierte Blessuren am Hals und eine Muskelzerrung erlitten. In seiner Rage hatte der Angeklagte ihn unter anderem als „Rotzlöffel“ und „Hundling“ tituliert und gesagt, dass so einer wie er „totgeschlagen“ gehöre. Zudem war die Halskette des Mannes gerissen.

Weil so manche Frage, vor allem die nach dem Motiv, während der Verhandlung vor dem Augsburger Amtsgericht unbeantwortet blieb, weil so manche Erklärung noch zusätzlich für Verwirrung sorgte und weil die zwei Herren zu der Erkenntnis gelangt waren, dass sie sich wohl beide „verkehrsmäßig nicht ordnungsgemäß verhalten“ hätten, endete das Verfahren glimpflich für den 71-Jährigen, der bisher noch nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten war.

Freigesprochen – im Zweifel für den Angeklagten – wurde er von den Vorwürfen der versuchten Nötigung sowie der weiteren Nötigung in drei Fällen. Zu einer Geldstrafe von 3000 Euro (60 Tagessätze zu je 50 Euro) verurteilte ihn hingegen Hillebrand wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Bedrohung.

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