Donnerstag, 29. Juni 2017

14. Mai 2017 09:31 Uhr

FC Augsburg

Einzelkritik: Drei FCA-Spieler waren herausragend

Eine kämpferische Meisterleistung der FCA-Spieler gegen eine der spielstärksten Mannschaften der Bundesliga: Beim 1:1 gegen Borussia Dortmund ragten drei Spieler heraus.

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Torwart Andreas Luthe hat beim Spiel gegen den BVB überzeugt.
Foto: Stefan Puchner, dpa

Andreas Luthe Was für ein Einstand für den Ersatzkeeper. Bei seinem Bundesliga-Debüt für den FCA zeigte der 30-Jährige eine Klasseleistung - als wäre er die Nummer eins. Leitete mit seinem weiten Abschlag das 1:0 ein. Was aber viel wichtiger war: Er strahlte Ruhe aus, beherrschte den Strafraum und war mehrmals bei brenzligen Situationen auf der Linie reaktionsschnell. Beim Gegentor chancenlos.
Note 1,5

Paul Verhaegh Der Kapitän zeigte auf der rechten Abwehrseite aufsteigende Form. Rettete vor dem Gegentor artistisch, hob allerdings dann das Abseits von Aubameyang auf. Führte intensive Zweikämpfe, mal gegen Marco Reus, mal gegen Raphael Guerreiro. Gute Quote von über 68 Prozent.
Note 3

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Jeffrey Gouweleeuw Der Niederländer wird immer mehr zum ruhenden Pol in der Abwehr. Behält die Ruhe. Davon profitiert auch Martin Hinteregger. Gouweleeuw hatte allerdings Glück, dass sein Handspiel in der ersten Hälfte nicht geahndet wurde. Ansonsten eine gute Leistung gegen eine starke Dortmunder Offensive. Note 2,5

Martin Hinteregger Einen Aubameyang oder einen Dembele kann man nicht komplett ausschalten, doch der Österreicher kämpfte mit viel Herzblut, warf sich in die Schüsse und wird an der Seite von Gouweleeuw auch immer ruhiger. Note 2,5

Konstantinos Stafylidis Der Grieche musste durch die vielen Seitenwechsel der Borussen wahnsinnige Wege gehen. War in der Defensive mehr als ausgelastet. Dass man gegen die Offensiv-Walze der Dortmunder nicht immer gut aussieht, ist nicht überraschend. Bat in der 70. Minute vollkommen ausgepumpt um seine Auswechslung. Zudem war er gelb-rot gefährdet. Note 3,5

Dominik Kohr In seinem letzten Heimspiel für den FCA bot er eine gute Leistung. Führte 26 Zweikämpfe, diesmal arbeitete er mit mehr Köpfchen als in vielen anderen Spielen. Deutete an, warum ihn Leverkusen zu einem günstigen Preis zurückholt. War der Wellenbrecher im Mittelfeld.
Note 3

Daniel Baier Eine überragende Partie von Baier. Lenker und Denker im defensiven Mittelfeld des FCA. Machte das Spiel des FCA gerade in der ersten Hälfte immer wieder in den richtigen Augenblicken schnell. Auch defensiv zeigte er unglaublichen Einsatz und auch Auge. Antizipierte viele Bälle, gewann aber auch 72 Prozente seiner Zweikämpfe. Note 1,5

Jonathan Schmid Der Rechtsaußen arbeitete viel nach hinten, um die Dortmunder Stürmer in Schach zu halten. Dass darunter sein Vorwärtsdrang leiden würde, war klar. Aber die Formkurve des ehemaligen Freiburgers zeigt ganz leicht nach oben. Note 4

Halil Altintop Bei ihm ist es wie mit einem guten Wein. Je älter, desto besser. Seit er wieder regelmäßig spielt, hat das Gegenpressing des FCA eine Struktur. Er koordiniert die erste Welle, die den Gegner anläuft. Lief 11,4 Kilometer - der zweitbeste Wert aller Feldspieler. Versuchte, die Bälle kontrolliert weiterzuleiten. Dies gelang aber nicht immer. Note 3

Philipp Max Eines der besten Spiele des Linksfußes im Dress des FCA. War in der ersten Hälfte an fast allen zwingenden Offensivaktionen beteiligt. Leitete den Führungstreffer von Finnbogason mit seinem Schuss, den BVB-Torhüter Roman Bürki nur abklatschen konnte, ein. Lief über 12 Kilometer (Bestwert aller Spieler), war überall zu finden. Und überzeugte auch als linker Verteidiger, als Stafylidis ausgewechselt werden musste. Note 1,5

Alfred Finnbogason Stand in der 28. Minute goldrichtig. Hätte aber schon in der 17. Minute das 1:0 erzielen können, fast müssen.  Finnbogason erzielte seine letzten sechs Tore alle zu einer 1:0-Führung. Eigentlich eine gute Leistung, wenn er in der einen oder anderen Situation mit etwas mehr Übersicht agiert hätte. Leistete sich auch den einen oder anderen unnötigen Ballverlust. Note 2,5

Caiuby Er kam in der 68. Minute für den erschöpften Stafylidis und zeigte, wie wichtig gerade seine körperliche Präsenz und sein Kopfballspiel für den FCA ist.

Georg Teigl Kam nach drei Spielen auf der Bank, in der 87. Minute für Jonathan Schmid. Mit seiner Schnelligkeit half er mit, den Punkt über die Zeit zu bringen.

Dong-Won Ji Ersetzte in der Nachspielzeit (90.+2) Alfred Finnbogason, um die Uhr runterlaufen zu lassen.

Es werden nur Spieler benotet, die mindestens 30 Minuten gespielt haben.

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Ein Artikel von
Robert Götz

Augsburger Allgemeine
Ressort: Sport


FCA-Trainer
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Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg ist Klaus Hoffmann. Die Mannschaft wird trainiert von Manuel Baum. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Die Torschützenkönige der Bundesliga