Sonntag, 19. November 2017

07. November 2017 06:29 Uhr

FC Augsburg

Hitz und Stafylidis hoffen auf die WM

In den Play-off-Spielen können sich der Schweizer Hitz und der Grieche Stafylidis für die WM in Russland qualifizieren. Lässt sich Finnbogason in Katar behandeln?

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Konstantinos Stafylidis (im Bild) und Marwin Hitz befinden sich noch auf WM-Kurs. Donnerstag und Sonntag finden die Entscheidungsspiele gegen Kroatien bzw. Nordirland statt.
Foto: Stefan Puchner, dpa (Archiv)

Womöglich wird FCA-Abwehrspieler Kevin Danso dieser Tage wenig Ruhe finden. Michael Gregoritsch, sein lausbubiger Mitspieler in der österreichischen Nationalmannschaft, hat angekündigt, den einen oder anderen Scherz mit ihm treiben zu wollen. Ihn zu necken, weil Danso auf sein erstes Bundesligator derart verhalten reagiert hatte. "Aufziehen" wolle er seinen "kleinen Bruder", wie Gregoritsch nach dem Unentschieden des FC Augsburg gegen Leverkusen grinsend erklärte.

Danso, 19, ist ein talentierter Hoffnungsträger in der Auswahl der Alpenländler, . Die Weltmeisterschaft in Russland wird ohne die Nachbarn stattfinden. Und so steht ein weiterer Neuanfang in Österreich an – einer ohne Marcel Koller und mit dem neuen ÖFB-Teamchef Franco Foda.

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Dass der Verband etwas ändern will – und muss –, unterstreicht er mit einem Trainingslager. Nicht in der Heimat bereiten sich die Österreicher auf das Testspiel gegen Uruguay am kommenden Dienstag vor, nein, die werten Kicker und Foda beschnuppern sich im andalusischen Marbella. Pathetisch spricht ÖFB-Präsident davon, Marbella solle als "Basislager für den Aufstieg zu alten Erfolgen" dienen. FCA-Innenverteidiger Danso wird die Umgebung bekannt vorkommen, mit Augsburg verweilte er bereits im Winter dort zu Trainingszwecken. Nicht mit dabei ist der dritte Augs- burger Austrianer: Martin Hinteregger erholt sich von seiner Sprunggelenksoperation.

WM-Play-offs sind die letzte Chance für Hitz und Stafylidis

Während Gregoritsch und Co. bereits an die Qualifikation für die EM 2020 in 13 Ländern denken, beschäftigen sich die FCA-Profis Marwin Hitz und Konstantinos Stafylidis mit der Gegenwart. Eine Niederlage in der Gruppenphase war für Hitz und die Schweiz eine zu viel. Die Eidgenossen kämpfen in den Play-off-Begegnungen am Donnerstag und Sonntag mit Nordirland um einen Startplatz in Russland.

Für Hitz ist die persönliche Ausgangslage unverändert, der 30-Jährige streitet sich mit Yann Sommer (Mönchengladbach) und Roman Bürki (Dortmund) um den Platz zwischen den Pfosten. Hitz ist im Verein unantastbar, während Stafylidis dort seinen Stammplatz verloren hat und sich Spielpraxis in der Nationalmannschaft holt. Der 23-Jährige muss sich auf hitzige Duelle in den Entscheidungsspielen einstellen. Sich gegen Kroatien durchzusetzen, wird ein schwieriges Unterfangen.

FCA-Spieler Koo, Opare und Finnbogason sind bereits für die WM qualifiziert

Wesentlich entspannter begeben sich Ja-Cheol Koo, Daniel Opare und Alfred Finnbogason auf ihre Reisen mit den Nationalmannschaften. Koo hat sich bereits für die WM qualifiziert, die Testspiele in seiner Heimat gegen Kolumbien (Freitag) und Serbien (Dienstag) dienen der Vorbereitung auf das Großereignis im Sommer.

Opare hat aufregende Wochen hinter sich. Beim FCA fand lange Zeit kein Trainer Verwendung für den Rechtsverteidiger, er ging als Leihspieler zum französischen Zweitligisten RC Lens. In dieser Spielzeit profitierte der 27-Jährige vom Weggang Paul Verhaeghs und der Verletzung Raphael Frambergers. Jetzt ist Opare Stammspieler und kehrte in die ghanaische Nationalmannschaft zurück. Weil die Afrikaner die WM bereits verpasst haben, hat das abschließende Qualifikationsspiel gegen Ägypten (Sonntag) Testspielcharakter.

Mit seiner Landesauswahl unterwegs ist ebenso Finnbogason. Am Mittwoch trifft der Isländer auf Tschechien, am folgenden Dienstag spielt er in Katar – dort also, wo er sich im Winter wegen einer langwierigen Schambeinentzündung behandeln ließ. Weil Finnbogason seit einiger Zeit an einer Adduktorenverletzung laboriert, liegt nahe, dass er erneut jenen Arzt aufsucht.

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Ein Artikel von
Johannes Graf

Augsburger Allgemeine
Ressort: Sport


FCA-Trainer
Ist Manuel Baum der Richtige?


Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg ist Klaus Hoffmann. Die Mannschaft wird trainiert von Manuel Baum. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

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