Samstag, 10. Dezember 2016

16. April 2013 08:58 Uhr

FCA-Präsident

Polizeigewalt: Walther Seinsch erneuert Kritik am USK

Walther Seinsch sagt, ein Insider habe seine Vermutung bestätigt: Polizeibeamte nutzen Fußballfans als Ausbildungsobjekte für die Terrorbekämpfung.

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Laut FCA-Präsident Walther Seinsch, geht die Polizei mitunter unverhältnismäßig gegen Fans vor. (Symbolbild).
Foto: dpa

Bereits im Januar hatte FCA-Präsident Walther Seinsch in einem Offenen Brief an den bayerischen  Innenminister Joachim Herrmann den seiner Meinung nach unverhältnismäßigen Einsatz des USK (Unterstützungskommando) beim Auswärtsspiel der Augsburger in Fürth kritisiert. Dabei sollen die Polizisten zum Teil gewalttätig gegen friedfertige FCA-Fans vorgegangenen sein.

Innenminister Herrmann versprach anschließend, die Vorwürfe sehr ernst zu nehmen und forderte eine Stellungnahme des Polizeipräsidiums Mittelfranken ein. Vom dem Vorgehen Seinsch' war er allerdings nicht begeistert. "Bislang ist er in dieser Sache nicht an mich herangetreten. Insoweit ist das schon ein ungewöhnliches Vorgehen, derart schwere Vorwürfe in der Öffentlichkeit zu erheben."

Insider bestätigt Seinsch' Vermutung

Der schwerwiegendste Vorwurf des FCA-Präsidenten war, dem USK vorzuwerfen, Fußballfans als Ausbildungsobjekte für die Terrorbekämpfung zu benutzen und aus diesem Grunde Konfrontationen zu provozieren, um einen Ausbildungseffekt zu erzielen.

Nun erneuerte Seinsch seine Vorwürfe. Beim Fußballstammtisch der Donauwörther Zeitung (einer Lokalausgabe der Augsburger Allgemeinen) sagte Seinsch, ein Insider aus dem Umfeld des USK, habe ihn in seiner Meinung bestätigt. Außerdem bezeichnete er einen an ihn gerichteten Brief des Innenministers als "enttäuschend. Ich überlege mir noch ob ich ihn öffentlich mache", so Seinsch. Er werde sich nun erstmal mit FCA-Geschäftsführer Peter Bircks beraten, wie weiter vorgegangen werden soll. (time)

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Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg ist Klaus Hoffmann. Die Mannschaft wird trainiert von Dirk Schuster. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Die Torschützenkönige der Bundesliga