Werner Schilberz und dessen Sohn Markus haben in der Wertinger Halle die Technik im Griff
Wertingen Um ein Turnier in der Größenordnung der Vorrunde zur schwäbischen Hallenmeisterschaft über die Bühne zu bringen, braucht man viele fleißige Helfer. In Wertingen können die Organisatoren dabei auf ein bewährtes Team zurückgreifen, das Hand in Hand arbeitet, um den Gästen einen möglichst angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen. Ob im Verkauf und der Zubereitung von Speisen und Getränken oder Kaffee und Kuchen, beim Ordnungsdienst oder an der Kasse. Jeder der zahlreichen Helfer des TSV Wertingen weiß, was er zu tun hat.
Warum Wertingen dieses Jahr erneut Ausrichter dieser Veranstaltung ist, ist neben der hervorragenden Zuschauerresonanz der Verdienst von Werner und Markus Schilberz. Vater und Sohn machen aus dem Wertinger Turnier in mühevoller Kleinarbeit ein Event, bei dem kaum Wünsche offen bleiben. Alleine für die Vorbereitungen des Vorrundenturniers der Schwäbischen Hallenmeisterschaft investieren die beiden jeweils zwanzig Stunden, nur in dieser Woche. In weiteren zehn Stunden pro Person bauten sie schon vor Weihnachten das Podest der Turnierleitung und des Kameramanns(!) auf und installierten Lichter, Fernseher und Monitore in der Halle und dem Foyer, die schon bei den bisher gespielten Turnieren genutzt wurden.
Für die „Schwäbische“ setzen die beiden aber immer noch eins drauf. So werden am Donnerstag mit zwei Beamern in der Halle die jeweiligen Mannschaften inklusive Vereinswappen und Mannschaftsaufstellung an die Wand projiziert. Mit zwei Kameras wird das Spiel gefilmt und ins Foyer übertragen – natürlich mit Wiederholung der Tore.
Dieser enorme Aufwand wäre für die beiden nicht alleine machbar. „Am Donnerstag sind allein für die Turnierleitung elf Mann dauernd im Einsatz“, erklärt Werner Schilberz. „Der Statistiker schreibt die Tore mit, der Zeitnehmer bedient die Anzeigentafel, meine Tochter gibt jedes Tor sofort in den PC ein, sodass auf den Monitoren in der Halle und dem Foyer sofort der aktuelle Spielstand und die Live-Tabelle zu sehen sind.“ Dazu kommen dann noch zwei Kameramänner, die abwechselnd das Spiel filmen, ein Helfer, der die Musik einspielt, einer der die Torschützen einblendet, und so weiter.„Der Hallensprecher Jupp Baur hat bei uns immer leichtes Spiel. Er muss eigentlich nur ablesen, was auf den Monitoren steht“, sagt Schilberz mit einem Augenzwinkern.
Werner Schilberz gibt sich aber nicht leicht zufrieden und will immer besser werden. Während der Präsentation im vergangenen Jahr beobachtete er die Zuschauer und stellte fest, dass alles wohl etwas zu lange dauert. Deshalb hat er diesmal die Musik gekürzt und fängt auch schon vor dem Turnier früher mit dem Vorspann an.
Donau-Spielgruppenleiter Raimund Mörgenthaler, der am Donnerstag Turnierleiter ist, schaute am Montag kurz vorbei und brachte Fahnen und Banner der Sponsoren.„Das Turnier hier in Wertingen ist sicherlich das am besten organisierte. Ohne Werner ging es hier nicht“, lobt er den Macher hinter den Kulissen und verabschiedet sich bis Donnerstag. „Eine Stunde vorher reicht ja, wenn ich hier bin“, fragt der Spielgruppenleiter. Werner und Markus Schilberz kümmern sich um alles andere. (rstoll)
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