Samstag, 19. April 2014

28. Januar 2013 12:04 Uhr

FCA

Eine ganz andere Körpersprache

Beim Fußball-Bundesligisten herrscht wieder ein anderer Geist. 0:0 gegen Schalke 04

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Ragnar Klavan machte einen guten Job. Schalkes Klaas-Jan Huntelaar hatte er meistens gut im Griff.
Foto: Fred Schöllhorn

Augsburg Schon die Körpersprache ist jetzt eine andere. Während in der Vorrunde die Spieler des Bundesligisten FC Augsburg meist mit hängenden Köpfen durch die Katakomben der Augsburger Arena schlurften – nach dem Motto: Hoffentlich fragt mich keiner was – herrscht derzeit ein anderer Geist. Kopf hoch, Brust raus – der FCA ist wieder wer. Diejenigen, die den Klub nach der Partie bei Fortuna Düsseldorf mit einem blinden Huhn verglichen haben, das auch mal ein Korn findet, haben sich getäuscht. Der Abstiegskandidat knüpfte gegen den Champions-League-Teilnehmer Schalke 04 nahtlos an die Düsseldorfer Leistung an, erkämpfte sich ein absolut verdientes 0:0 und verbesserte sich auf Tabellenplatz 16.

Momentan haben in Augsburg nicht einmal mehr Tormaschinen wie Klaas-Jan Huntelaar etwas zu lachen. Bis auf wenige Ausnahmen machte der „Hunter“ gegen den Esten Ragnar Klavan keinen Stich. Klavan grinste, als ob er gerade im Lotto gewonnen hätte: „Wir haben gegen eine große Mannschaft gespielt, die ein hohes Niveau besitzt, aber wir haben auch gezeigt, dass wir mithalten können.“ Dabei wird es für Klavan nie selbstverständlich sein, einen Stürmer wie Huntelaar auszuschalten: „Das ist schon ein Klassemann. Da musst du 90 Minuten hoch konzentriert spielen.“

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Callsen-Bracker wieder eine feste Größe im Team

Dabei sind gute Leistungen von Klavan in dieser Spielzeit keine Seltenheit. Der 27-Jährige, der vor dieser Saison vom niederländischen Klub AZ Alkmaar kam, verdiente sich schon nach der Vorrunde das Prädikat: Bester Neuzugang.

Immer stärker wird Jan-Ingwer Callsen-Bracker. Wegen einer Entzündung im Knie musste der Abwehrspieler in der Vorrunde lange pausieren. Mittlerweile ist er wieder eine feste Größe im Team von Trainer Markus Weinzierl.

Für ihn war dieses 0:0 nur ein ganz kleiner Schritt: „Wir haben in der Winterpause sehr gut gearbeitet. Jeder ist optimistisch und heiß darauf, dass wir die Klasse halten. Nachdem wir nun den Platz mit Hoffenheim getauscht haben, war dieses 0:0 gegen Schalke sicher ein Punktgewinn für uns. Aber wir müssen auch weiterhin unsere Hausaufgaben machen.“ Callsen-Bracker sieht jedenfalls wieder mehr als nur einen Silberstreif am Horizont: „Wir müssen am Samstag in Wolfsburg ähnlich spielen wie zuletzt in Düsseldorf. Um in der Liga zu bleiben, müssen wir Druck aufbauen, wir glauben alle an uns.“

Markus Weinzierl scheint derzeit zumindest in der Abwehrkette seine ideale Formation gefunden zu haben, denn die beiden Innenverteidiger Klavan und Callsen-Bracker harmonieren prächtig mit den Außenpositionen Matthias Ostrzolek und Ronny Philp. Beide prägen durch ihre enorme Offensivbereitschaft das Bild vom modernen Verteidiger. Wenngleich Philp sich von der guten Stimmung seiner Kollegen gar nicht so anstecken ließ: „Ich bin eigentlich enttäuscht. Wir hätten dieses Spiel gewinnen müssen. Zumindest in der ersten Hälfte waren wir die bessere Mannschaft.“

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