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02. Dezember 2011 23:00 Uhr

Landkreis

Flüchtlinge sollen ins Sisi-Hotel einziehen

Regierung nimmt auf Suche nach Asylbewerberheimen Gebäude in Unterwittelsbach und Mering ins Visier

Die ehemalige Unterkunft für Asylbewerber am Aichacher Plattenberg wurde im Jahr 2007 geschlossen.
Foto: Archiv

Aichach-Friedberg Weil das Asylbewerberheim in der Augsburger Flakkaserne schließt, sucht die Regierung von Schwaben dringend nach Alternativen. Dabei haben die Regierungsbeamten zwei Standorte im Landkreis in Unterwittelsbach (Stadt Aichach) und in Mering ins Visier genommen. Das bestätigte Wolfgang Müller, Pressesprecher des Landratsamts, gestern auf Nachfrage unserer Zeitung.

Einer der Standorte ist das ehemalige Sisi-Hotel in Unterwittelsbach. Der Bauantrag auf Nutzungsänderung des Gastronomiegebäudes in ein Asylbewerberheim liegt dem Aichacher Stadtrat bereits vor. Das Gremium kann schon in seiner nächsten Sitzung am 15. Dezember eine Entscheidung fällen. Weil der Grundstückseigentümer Insolvenz anmelden musste, sollte das Hotel in der vergangenen Woche eigentlich zwangsversteigert werden. Da sich kein Interessent fand, blieb der Termin ohne Ergebnis (wir berichteten). Die Ausweichunterkunft in Unterwittelsbach möchte die Regierung vorerst zeitlich befristet betreiben, sagte Pressesprecher Karl-Heinz Meyer. Es werde aber auch geprüft, ob dort für längere Dauer Asylbewerber untergebracht werden können, sagte er weiter.

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Standort zwei liegt in Mering im Landkreissüden. Im Gebäude, das dort zur Verfügung stehe, wurden bisher Bautrupps untergebracht, meinte Meyer. Jetzt soll daraus ein Übergangsheim für Asylbewerber entstehen. „So lange, bis wir andere Objekte gefunden haben“, erklärte er. Die Regierung steht unter Zeitdruck, da die Kapazitäten der zentralen Unterkünfte ab Januar nicht mehr ausreichen (wir berichteten mehrmals). Dann schließt das Asylbewerberheim in der Flakkaserne. Deshalb sind die Alternativen so gewählt, dass ein schneller Einzug möglich wäre. „Das ist kein Rohbau oder eine blanke Wiese“, verwies Wolfgang Müller.

Landratsamt und Bürgermeister der Kommunen im Wittelsbacher Land haben die Regierung bei der Suche nach geeigneten Gebäuden unterstützt. Bisher konnten die Beteiligten aber keinen Erfolg vermelden. Erst am Mittwoch sei Landrat Christian Knauer aus Augsburg signalisiert worden sei, dass sich eine Lösung an den genannten Standorten abzeichne, berichtet Müller.

Ob in Mering und Unterwittelsbach auch wirklich Asylbewerber einziehen, steht aber noch nicht fest. „Es ist noch nichts unterschrieben, wir befinden uns noch in Verhandlungen“, bestätigte Meyer.

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