Die Milbe breitet sich weiter aus: 17 Fälle sind inzwischen in der Region Augsburg bekannt. Das Gesundheitsamt warnt vor Panikmache.

Nachdem die Hautkrankheit vergangene Woche Leitershofen erreicht hatte, wurde nun ein Fall im Stadtgebiet von Stadtbergen bekannt; bei einem Grundschüler wurde eine Krätzmilbeninfektion festgestellt. Möglicherweise könnte sich das Kind bei einem Klassenkameraden aus Leitershofen angesteckt haben, so die Vermutung des Gesundheitsamts.
Wie erst vor Kurzem bekannt wurde, brach die Infektionskrankheit offenbar bereits im Herbst 2011 im Bobinger Altenheim Kursana aus. Betroffen waren anfangs vor allem Heimbewohner mit schwachem Immunsystem, im weiteren Verlauf steckten sich aber auch einige Mitarbeiter des Pflegepersonals an. Diese wiederum gaben die Krankheit an Familienangehörige weiter, unter anderem in Leitershofen. Inzwischen gib es 17 bekannte Fälle im Großraum Augsburg; zehn in Bobingen, vier in Leitershofen, einer in Mering, einer in Augsburg und der neuste Fall in Stadtbergen.
An Krätze erkrankt man, wenn sich winzig kleine Milbenweibchen in die Haut bohren und dann Kot und ihre Eier ablegen. Der Mensch reagiert darauf mit Bläschen und Pusteln und anderen Hautreaktionen, die an eine Allergie erinnern. Die Inkubationszeit bei Krätze beträgt etwa drei bis sechs Wochen.
Dr. Helmut Hübsch, Leiter des Gesundheitsamtes, rät Menschen in der Region, die eine juckende Hautveränderungen bei sich feststellen, einen Arzt aufzusuchen und abzuklären, ob es sich um eine Krätzmilbeninfektion handeln könnte. Es bestehe jedoch kein Grund zur Panik. Sobald die Krankheit erkannt wird, kann sie mithilfe von Salben behandelt werden und klingt innerhalb von etwa 14 Tagen ab. AZ, jafu
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren