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Fußball: Augsburg will Parkplatz-Ärger vor dem Stadion künftig vermeiden

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Augsburg will Parkplatz-Ärger vor dem Stadion künftig vermeiden

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    Die Parkplatzsituation rund um die Fußballarena sorgt seit der Eröffnung vor zwei Jahren immer wieder für Diskussionen. Die Stadt und der FCA wollen die Besucher jetzt noch besser informieren, um Unmut zu verhindern.
    Die Parkplatzsituation rund um die Fußballarena sorgt seit der Eröffnung vor zwei Jahren immer wieder für Diskussionen. Die Stadt und der FCA wollen die Besucher jetzt noch besser informieren, um Unmut zu verhindern. Foto: Archivfoto: Anne Wall

    Helmut Schick aus Neu-Ulm wird den Besuch beim WM-Fußballspiel in Augsburg nicht nur positiv in Erinnerung behalten. Die Stimmung im Stadion, wo die Frauenteams von Schweden und Australien aufeinandertrafen, war gut. Doch draußen, vor dem Stadion, wartete eine unangenehme Überraschung auf ihn: Er hatte sein Auto am Straßenrand in der Nähe der Arena abgestellt – und stand dabei zum Teil auf einer Wiese. Die Verkehrsüberwacher der Stadt, die kurz nach Anpfiff des Spiels dort unterwegs waren, werteten das als „Parken auf Grünflächen“. Kostenpunkt: 35 Euro.

    Ordnungsreferent Volker Ullrich verteidigt das Vorgehen der Stadt bei dem WM-Spiel. Mangelnde Gastfreundschaft sei das nicht. Es habe genügend ausgeschilderte Parkplätze gegeben. Wer sich nicht an die Regeln hält, der müsse damit rechnen, einen Strafzettel zu kassieren. Doch dabei will es Ullrich nicht belassen. Denn seit die neue Fußballarena im Süden der Stadt eröffnet wurde, gibt es nahezu bei jedem Spiel Ärger, weil Besucher falsch parken. Anwohner in nahe gelegenen Wohngebieten sind sauer, wenn ihre Straßen zugeparkt werden. Fußballfans schimpfen hinterher über Strafzettel und werfen der Stadt gezielte „Abzocke“ vor.

    In der kommenden Saison dürfte sich die Situation eher noch verschärfen, weil nach dem Aufstieg des FC Augsburg in die Erste Bundesliga mit einem Besucheransturm auf die Heimspiele gerechnet wird – am 6. August geht es gegen Freiburg los. Ordnungsreferent Ullrich hat deshalb mit den Verantwortlichen des FCA darüber beraten, was man tun könnte. Das Ergebnis: Bei den ersten Heimspielen werden sich Sicherheitsleute des Vereins zusammen mit Mitarbeitern des städtischen Ordnungsdienstes an den Stellen positionieren, wo während der Partien häufig falsch geparkt wird. „Wir werden die Autofahrer freundlich darauf hinweisen, dass sie mit einer Geldbuße rechnen müssen“, sagt Ullrich. Die Posten sollen den Autofahrern auch Alternativen aufzeigen. Dazu ist ein Faltblatt geplant, in dem alle Parkplätze und die Anfahrt dorthin erklärt werden. „Wir hoffen, dass wir so viel Unmut vermeiden können“, sagt Ullrich.

    Generell aber meint der Ordnungsreferent: „Die Anzahl der Parkplätze reicht aus.“ Das sieht auch Edgar Schweiniger so, der Sicherheitsbeauftragte des FCA. Teilweise werde wohl aus „Bequemlichkeit“ falsch geparkt. Der Parkplatz bei der Messe mit rund 1200 Stellplätze sei in der vergangenen Saison fast nie belegt gewesen. Meist parkten nur 100 oder 200 Autos dort.

    Dabei bringt ein Shuttle-Bus die Fans von der Messe aus zum Stadion. Drei Euro kostet das. Edgar Schweiniger hofft, dass dieses Angebot künftig noch besser angenommen wird. Dazu kommt, dass auch der nahegelegene Parkplatz des Computerherstellers Fujitsu bei den Heimspielen künftig dauerhaft zur Verfügung stehen wird. Fünf Euro kostet das Parken dort.

    Ohnehin setzen Verein, Stadt und Polizei darauf, dass möglichst viele Fans mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. So könnten auch lange Staus ums Stadion vermieden werden. Die Straßenbahnlinie zur Arena wird schon jetzt sehr gut angenommen. Sorgen bereitet Edgar Schweiniger allerdings der Umbau des Königsplatzes. „Wenn die Straßenbahnen dort nicht mehr fahren können, dann brauchen wir sehr gute Alternativen“, sagt er.

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