Donnerstag, 30. Juni 2016

24. Januar 2016 16:22 Uhr

Augsburg

Russlanddeutsche protestieren gegen die Flüchtlingspolitik

Am Augsburger Rathausplatz trafen sich am Sonntag rund 200 Russlanddeutsche, um gegen die Einwanderungspolitik zu demonstrieren. Sie forderten, "deutsche und christliche Werte" zu verteidigen. Von Christian Mühlhause

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Auf dem Rathausplatz demonstrieren am Sonntag etwa 200 Russlanddeutsche gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik.
Foto: Peter Fastl

Auf dem Augsburger Rathausplatz trafen sich am Sonntagnachmittag rund 200 Bürger aus der ehemaligen Sowjetunion, um gegen die Einwanderungspolitik Angela Merkels zu demonstrieren. Solche Demonstrationen gab es in den vergangenen Tagen in mehreren deutschen Städten, nachdem sich im Internet das Gerücht verbreitet hatte, eine 13-jährige Russlanddeutsche sei von Flüchtlingen in Berlin vergewaltigt worden. Die Berliner Polizei dementierte dies.

"Muslimische Zuwanderer können sich nicht integrieren"

„Wir müssen unsere Mädchen und jungen Frauen beschützen“, gab eine Teilnehmerin als Grund an, warum sie zum Rathausplatz kam. Ein Mann glaubt, dass es Deutschland mit seiner Toleranz „übertreibt“ und die Russlanddeutschen gefordert seien, die „deutschen und christlichen Eigenschaften“ gegen die muslimischen Zuwanderer zu beschützen. „Die können sich nicht integrieren und akzeptieren hiesige Werte nicht, anders als wir“ sagte er. Die Anwesenden und die Organisatoren sprachen Russisch miteinander.

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Angesprochen auf das Dementi der Polizei sagte ein Mann, er verfolge deutsche und russische Medien und bilde sich dann seine Meinung. Die Wahrheit liege in der Mitte. Er habe aber den Eindruck, dass Russland „derzeit demokratischer als Deutschland“ sei.

Gegen "Ausländergewalt": Demos in mehreren Städten

Auch in vielen anderen Städten in Süddeutschland kam es am Sonntag zu ähnlichen Kundgebungen. In den mittelfränkischen Städten Nürnberg, Erlangen, Ansbach und Neustadt an der Aisch protestierten für einige Stunden jeweils zwischen 40 und 400 Russlanddeutsche. Die Demonstranten kamen meist schweigend und ohne Transparente und Banner zusammen. Alle Kundgebungen verliefen friedlich, bestätigte ein Polizeisprecher.

In Ellwangen in Baden-Württemberg marschierten die Demonstranten laut Polizei vom Marktplatz zur Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge. Dort kamen schließlich rund 500 Menschen zusammen, die laut Behörde einen "insgesamt unorganisierten Eindruck" machten. Weitere Demonstrationen gab es in Schwäbisch Gmünd, Lahr, Rastatt und Villingen-Schwenningen. mit dpa

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