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Denkmal
23.07.2014

Blutbannstein von Aislingen restauriert

Der frisch restaurierte Blutbannstein kehrte an seinen ursprünglichen Platz zurück. Er wurde von Georg Böck, Richard Bauer, Peter Wörle (Kreissparkasse), Albert Konrad, Martin Hirner, Manfred Forster, Bürgermeister Jürgen Kopriva und seiner Stellvertreterin Andrea Sailer in Empfang genommen.
Foto: Schwarzbauer

Im Mittelalter hatte er eine wichtige Bedeutung, die heute fast vergessen ist

Am Blutbannstein kommt jeder vorbei, der entlang der Staatsstraße von Gundremmingen nach Aislingen radelt. Er steht direkt an der Landkreisgrenze. Im Mittelalter markierte der Stein die Grenze der Gerichtsbarkeit. Manfred Forster, der Vorsitzende des Vereins für Ortsgeschichte und Dorfkultur Aislingen, erklärt: „Er entschied, ob ein Verbrecher in Aislingen oder Burgau geköpft oder gehängt wurde.“ Dass Aislingen seine eigene Gerichtsbarkeit hatte, zeige die damalige Bedeutung der Gemeinde. Die Todesstrafe wurde damals für Mord, Vergewaltigung, aber auch Diebstahl verhängt. Da Aislingen zum Hochstift Augsburg gehörte und Gundremmingen zum damals österreichischen Burgau, kam der Grenze eine besondere Bedeutung zu.

Allerdings ist der Stein in den vergangenen Jahren ein wenig in Vergessenheit geraten. Gut versteckt stand er im hohen Gras, sodass ein Landwirt ihn bei Mäharbeiten übersah und umfuhr. Dabei brach das obere Stück ab. Gemeindearchivar Georg Böck sagt: „Der Stein war ziemlich ramponiert.“ Der Verein für Ortsgeschichte ließ den Stein für ungefähr 1000 Euro restaurieren. Unterstützt wurde er dabei durch eine Spende der Kreissparkasse. Das Denkmalamt hatte zugestimmt, dass der Stein ausgegraben, abtransportiert und ausgebessert wurde.

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