Freitag, 26. Mai 2017

21. April 2017 11:00 Uhr

Babenhausen

Was sich in Babenhausen tut

Ein paar Geschäfte im Fuggermarkt wird es in Zukunft nicht mehr geben. Davon ist auch die traditionsreiche Metzgerei Miller betroffen. Gleichzeitig gibt es Neues im Ort.

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In der Straße „Auf der Wies“ in Babenhausen tut sich in diesen Tagen einiges. Ein paar Geschäfte wird es in Zukunft nicht mehr geben, neue kommen dazu.
Foto: Franziska Wolfinger

In Babenhausen tut sich zur Zeit einiges: Neue Läden haben eröffnet, andere wird es in Zukunft nicht mehr geben. Alexandra Trost hat zum Beispiel vor vier Wochen das Café Rosa eröffnet – dort wo vorher das Reisebüro Ehrmann seinen Platz hatte, welches nun aber laut Trost umgezogen sei. Die 41-jährige Gastronomin hat sich auf „das klassische Frühstücksangebot und hausgemachten Kuchen“ spezialisiert, erklärt sie.

Ciro de Nardi gehört auch zu den Neuen in Babenhausen. Der gebürtige Italiener ist mit seiner Eisdiele „Eis & Co“ von Krumbach in die Straße „Auf der Wies“ in den Fuggermarkt gezogen, sein Vorgänger ging nach Italien zurück. „Bisher ist es gut angelaufen“, sagt der Inhaber. Vor knapp einem Monat hat de Nardi sein Geschäft im Fuggermarkt eröffnet. „Jetzt fehlt nur noch die Sonne.“

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Cornelia Miller hingegen hat ihr Geschäft gestern zum letzten Mal geöffnet. Nach 53 Jahren schließt die gleichnamige Traditionsmetzgerei in Babenhausen. Aufgebaut hatten sie Millers Schwiegereltern, Johann und Zita Miller. „Wir haben Parkplätze und somit zwischen 35 und 40 Prozent Umsatz verloren“, berichtet die Inhaberin. Die Parkplätze musste die Metzgerei, nach Aussage von Miller, aufgrund einer neuen Ampel abgeben und seitdem sei der Kundenansturm erheblich zurückgegangen. Fünf Festangestellte und sechs Aushilfen sind von der Schließung des Geschäfts betroffen, Miller selbst ist seit 26 Jahren im Laden ihres Mannes tätig. Ihr 24 Jahre alter Sohn Alexander – gelernter Metzgermeister – wird nun in eine andere Metzgerei wechseln. Jedoch werden die Millers auch weiterhin einen Partyservice und eine Gaststätte in Babenhausen betreiben. Was mit dem Gebäude passiert, kann Miller noch nicht sagen, aber sie ist sich sicher, dass das Geschäft geschlossen bleiben wird. „Alles andere wäre ein Wunder“.

Für Bürgermeister Otto Göppel ist die Ampel notwendig. „An dieser Kreuzung gab es schon immer Schwierigkeiten“, sagt er. Ursprünglich sei an dieser Stelle an der Memminger Straße auch ein Kreisverkehr geplant gewesen, der wegen Platzmangels nicht umgesetzt werden konnte. Seit Oktober ist nun die Ampel in Betrieb und laut Göppel gab es bisher von Seiten der Verkehrssicherheit nur positive Rückmeldungen. Fußgänger könnten jetzt die B300 gefahrlos überqueren, sagt der Bürgermeister. Doch er sieht ein, dass die Ampel auch Nachteile mit sich bringt. Es sei nicht Ziel des Marktes gewesen, dass die Metzgerei nun schließt. Jedoch gebe es gewisse Regeln, wo eine Ampel stehen dürfe und wo nicht, so Göppel.

Die Ampel ist nicht die einzige Neuerung. Geplant ist laut Göppel ein neues Konzept für den Bereich „Auf der Wies“. Für das Gebiet Stadtmitte hat der Fuggermarkt nämlich das kommunale Förderprogramm beschlossen (wir berichteten). Bereits seit zwei Jahren sei die Marktverwaltung im Gespräch mit einigen Grundstückseigentümern, um den Bereich neu gestalten zu können. Unter anderem soll laut Göppel ein Marktplatz entstehen, um die Aufenthaltsfläche im Ortskern zu vergrößern. Momentan seien von den Plänen drei bis vier Grundstücke betroffen, ein Wettbewerb zur Neugestaltung sei ebenfalls angedacht, so der Bürgermeister. Außerdem soll nächstes Jahr mit dem Bau der sogenannten „Spange“ begonnen werden. Damit ist die Anbindung der B300 zur Staatsstraße 2020 gemeint. „Das Ziel ist natürlich, das so schnell wie möglich umzusetzen“, sagte Göppel.

Nach Aussage von Kay-Uwe Bertran, dem Vorsitzendem der Gewerberegion Babenhausen, nehme die Marktgemeinde die Einzelhandels-Situation nicht ernst genug. „Die Marktgemeinde sollte mit den Ladenbesitzern und mit der Gewerberegion über die Planungen reden“, sagt er. Bisher werde sein Verein nicht miteinbezogen. Auch bei der Infrastruktur müsse man laut Bertran überlegen, wie sich Babenhausen präsentieren möchte.

Der Gewerbeverein ruft Bertran zufolge zahlreiche Aktionen ins Leben, um den Einzelhandel im Fuggermarkt wirtschaftlich zu stärken, unter anderem mit Gutscheinpunkten, diversen Märkten und dem Seniorentag. Doch viele Geschäfte hätten auch einen unattraktiven Standort oder starke Online-Konkurrenz.

Im Falle von Dilek Gökers gemütlicher Moccabar war ein befristeter Vertrag der Grund für das Ende: Im Herbst wird sie die Räume in „Auf der Wies“ nach fünf Jahren Betriebszeit verlassen. Wer ihr Nachfolger wird, weiß sie nicht.

Das Ladengeschäft Reitsportmode Kunze wird bereits im Mai schließen. Der Zweigbereich Sattel, also Reparaturen und Neukauf von Sätteln, bleibt bestehen, heißt es auf Nachfrage. Welches Geschäft in das Gebäude einziehen wird, war nicht zu erfahren.

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Ein Artikel von
Felicitas Macketanz

Illertisser Zeitung
Ressort: Lokales

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