Montag, 11. Dezember 2017

Landsberg

23. September 2013 17:06 Uhr

Fuchstalbahn

„Angst vor Lärmbelästigung unbegründet“

Initiative bezieht Stellung zum möglichen Probebetrieb Von Andreas Hoehne

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Nur anlässlich von Sonderfahrten wie hier beim Ruethenfest im Juli 2007 rollten in den letzten Jahrzehnten Züge vom Bahnhof Landsberg nach Schongau.

Klare Stellung bezog Tyll-Patrick Albrecht, Vorsitzender der Initiative Fuchstalbahn, zu den geäußerten Befürchtungen, der regelmäßige Zugverkehr von Schongau nach Landsberg könne dort ein Verkehrschaos auslösen. Auch wer behaupte, die Anlieger im Englischen Garten würden durch Lärm belästigt werden, besitze eisenbahntechnisch wenig Sachverstand, erklärte er nun gegenüber unserer Zeitung.

An dem Pressegespräch im Landhaus Blätz in Leeder nahmen auch FDP-Bundestagsabgeordneter Klaus Breil, als Vertreter der beiden Landratsämter der Nahverkehrsexperte Dietmar Winkler aus Landsberg und Hans-Günter Schenke, Leiter der Dienststelle in Schongau sowie Fuchstals Bürgermeister Erwin Karg teil. Albrecht verwies darauf, dass moderne Triebwägen vom Typ „LINT“ kaum mehr Lärm als Straßenfahrzeuge verursachten. Auch das angesprochene „Pfeifen“ werde bei einer entsprechenden Sicherung der Übergänge entfallen. Bei einem Zugverkehr im angestrebten Takt müssten die Schranken an der Katharinenstraße nur zwei Mal in der Stunde geschlossen werden, so Albrecht weiter, was bei einer entsprechenden Technik gerade nur noch jeweils 30 Sekunden andauere. Bei einer Koppelung mit der Ampel am Postberg verringere sich das Problem weiter, ergänzte Winkler.

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Auch unabhängig von einer Wiederaufnahme des Personenverkehrs bezeichnete es Klaus Breil als unverzichtbar, in Hinblick auf den wirtschaftlich bedeutsamen Güterverkehr die Bahnübergänge entlang der Strecke zu sichern. Angesprochen wurden insbesondere die unbeschrankten Querungen in Unterdießen und Denklingen sowie bei Leeder. An letzterem erfolgt die Sicherung seit einiger Zeit, wie mehrfach berichtet, durch ein vom Fahrdienstleiter aus Landberg oder Schongau gespanntes Absperrband. Seine Gemeinde würde sich hier mit dem gesetzlich festgelegten Drittel an den Sicherungskosten beteiligen, wies Bürgermeister Karg hin. Auch sei es nicht unabdingbar, jeden der andere Übergänge an den Feldwegen zu erhalten, so Winkler, schließlich habe man 12 davon beim Ausbau der B17 aufgelöst, ohne damit große Proteste zu verursachen.

Zur Sprache kommt das Thema Fuchstalbahn am nächsten Mittwoch in der Struktur- und Verkehrskommission des Landsberger Kreistages. Sollte diese die von Landrat Walter Eichner ausgesprochene Befürwortung teilen, so sei an einer möglichst umgehenden Bestellung des vom Wirtschaftsministerium geforderten Gutachtens gedacht. Unsicher sei dabei, so Dietmar Winkler, wie weit ein bloßes „Update“ der Studie aus dem Jahr 2003 ausreiche. An den Kosten in Höhe von voraussichtlich 20000 Euro werden sich dann die beiden Landkreise und die Initiative beteiligen. Voraussetzung für die Durchführung eines Probebetriebs sei eine erwartete Nutzung durch mehr als 1000 Fahrgäste am Tag. Wenn man diese Zahl nicht erreiche, mache auch für ihn persönlich eine Reaktivierung gar keinen Sinn, meinte Tyll-Patrick Albrecht.

Angesprochen wurde in der Zusammenkunft die Folgen der FDP-Wahlniederlage und die damit verbundene Abwahl von Martin Zeil. Die von ihm gemachten Zusagen, in ganz Bayern die Reaktivierung von Bahnlinien ins Auge zu fassen, dazu zählt ebenso die schwäbische Staudenbahn, stoße auch im Wirtschaftsministerium auf keinen Widerspruch, versichert Klaus Breil, der diesbezüglich ein Gespräch mit dem Minister geführt hat.

Modalitäten eines Probebetriebs sind noch völlig unsicher

Völlig unsicher sind hingegen die Modalitäten eines Probebetriebs. Die Initiative Fuchstalbahn wird deshalb im November in Schongau eine Konferenz abhalten, zu der die Vertreter der übrigen Aspiranten für eine Reaktivierung eingeladen sind. Auch wenn man im Gegensatz zu allen anderen noch über kein aktuelles Gutachten verfüge, sieht Albrecht für sich gute Voraussetzungen für den Probebetrieb. Denn nirgendwo sei die Bahnstrecke selbst in einem so guten Zustand wie zwischen Schongau und Landsberg, versichert er.

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