Sonntag, 24. September 2017

Landsberg

07. September 2017 19:16 Uhr

Geltendorf

Aus der neuen Schulleiterin wäre fast eine Geigerin geworden

Monika Völk ist die neue Rektorin der Grundschule Geltendorf. Sie kommt aus der Großstadt, lebt aber schon lange im Landkreis. Von Romi Löbhard

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Monika Völk ist neue Rektorin an der Grundschule Geltendorf.
Foto: Thorsten Jordan

Seit einigen Jahren wohnt Monika Völk bereits im Landkreis Landsberg, jetzt übt sie auch ihren Beruf hier aus: Die Pädagogin ist die neue Rektorin an der Grundschule Geltendorf und damit Nachfolgerin von Maria Wegele, die im Juli in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Monika Völk ist „ein echtes Münchner Kindl“, wie sie im Gespräch verrät. Geboren und aufgewachsen ist sie im Münchner Westen. Dem Schulbesuch dort folgte das Lehramtsstudium - ebenfalls in der Landeshauptstadt. Als Lehramtsanwärterin war Völk zwei Jahre lang im Landkreis Dachau beschäftigt. Danach ging es 1990 für die junge Frau zurück nach München, wo sie - nur unterbrochen von zweieinhalb Jahren Mutterschaftsurlaub nach der Geburt ihres Sohnes - an verschiedenen Schulen bis vor Kurzem tätig war. Ihre bisher letzte berufliche Station war die Farinellischule in München-Schwabing. In den vergangenen zehn Jahren leitete sie diese Grundschule als Rektorin, in den fünf Jahren davor war sie bereits Konrektorin.

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Das weite Pendeln fällt jetzt weg

Von der Großstadt aufs Land, von 340 Schülern in 16 Klassen an eine Schule mit acht Klassen und 16 Lehrern – was bewog die 56-Jährige zu diesem Schritt? Auf diese Frage hat Monika Völk mehrere Antworten. „Ich liebe meine Arbeit als Rektorin, bin aber auch leidenschaftlich gern Klassenlehrerin und unterrichte mit der gleichen Leidenschaft.“ An der Münchner Schule sei eine Klassenleitung zuletzt wegen der stark gewachsenen Schülerzahlen und der damit verbundenen Stundenaufstockung für die Rektorentätigkeit nicht mehr gegeben gewesen. Eine große Rolle spiele auch die räumliche Nähe.

Nach München sei sie in den vergangenen Jahren täglich 60 Kilometer einfache Strecke gependelt. Nach Geltendorf, das Monika Völk ebenfalls mit dem von ihr bevorzugten Transportmittel Bahn erreicht, ist es ein gutes Stück kürzer. Damit ist für sie noch leichter, eines ihrer wichtigsten Anliegen umzusetzen: „Ich möchte für die Leute da sein, für kleine und große Kinder ein offenes Ohr haben.“ Schule sei nicht nur Lern-, sondern auch Lebensraum.

Ihre Leidenschaft gilt der Musik und dem Wasser

Unter dieser Prämisse hofft die neue Rektorin auf gute Kooperation aller am Schulleben Beteiligter. Dazu gehöre auch das Rathaus. Die räumliche Nähe zu Bürgermeister und kommunaler Verwaltung – das Geltendorfer Rathaus befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite – sei etwas völlig Neues. Auch das öffentliche Interesse am Schulleben ist sie nicht in diesem Umfang gewohnt: In München sei es aufgrund der Vielzahl an Schulen schon gar nicht möglich, dass sich Medien für einen Rektorenwechsel interessierten und darüber berichteten, sagt sie. Unterschiede zwischen München und Geltendorf in ihrer Tätigkeit als Lehrerin sieht Völk bisher hingegen nicht. Sie könne sich nicht vorstellen, dass die Kinder anders seien als in der Stadt. „Ich freue mich darauf, sie alle kennenzulernen.“ Schule sei ja erst schön, wenn Kinder sie mit Leben erfüllen.

In ihren Beruf sei sie „so reingerutscht“, meint Monika Völk, beziehungsweise es sei eine logische Entwicklung gewesen. „Meine Geigenlehrerin hat mich schon früh als Assistenz eingebunden und auch die Übungsleiterin bei Sportgymnastik durfte ich unterstützen.“ Dabei habe sie gemerkt, dass sie gut mit jüngeren Kindern umgehen und ihnen etwas vermitteln könne.

Der ursprüngliche Wunsch, Violine zu studieren, wurde deshalb zugunsten des Lehramtsstudiums aufgegeben. Das Instrument hat sich nach wie vor als schönes Hobby gehalten, „ich musiziere gern in Ensembles“. Eine große, besondere Anziehungskraft übt das Wasser aus. „In meiner Freizeit bin ich am liebsten am, auf dem und im Wasser.“ Deshalb führen Reisen die angehende Geltendorfer Schulleiterin – wenn sie nicht auf dem Ammersee segelt – meist in den Süden, ans Meer und auch dort auf ein Boot.

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