Montag, 26. Februar 2018

14. Februar 2018 18:44 Uhr

Unterallgäu

Forellomat: Der erste Fisch-Automat Bayerns steht in Hausen

Fisch „to go“ gibt’s jetzt am Forellomat: Die Hausener Familie Simon verkauft nun 24 Stunden lang an sieben Tagen in der Woche. Der Automat stammt von der Firma Regiomat.

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Birgit und Daniel Simon aus Hausen bieten ihren Fisch nun auch am Automaten an.
Foto: Melanie Lippl

Plötzliche Lust auf eine frische Forelle zum Grillen am Samstagabend oder auf einen Räucherfisch für den Brunch am Sonntagvormittag? Das ist nun auch für Spontanentschlossene kein Problem mehr. Denn seit wenigen Tagen steht bei der Fischzucht Simon in Hausen ein "Forellomat“, an dem sich Kunden 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche, bedienen können.

In größeren Städten gibt es Automaten, die 24/7 den gesamten Alltag erleichtern, schon lange. Inzwischen sprießen sie aber auch in ländlicheren Gegenden immer häufiger aus dem Boden. Da gibt es Wurst, Grillfleisch und Eier "to go“ oder Milch zum Selberzapfen.

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Kunden standen immer wieder vor verschlossenen Türen

Der erste Fischautomat Bayerns der Firma "Regiomat“ ist seit ein paar Tagen in Hausen zu finden. Die Idee dazu hatte Sohn Daniel, der gelernter Fischwirt ist und den Betrieb in dritter Generation weiterführen wird. Die Fischzucht Simon gibt es schon seit mehr als 50 Jahren; vor 20 Jahren hat die Familie mit der Direktvermarktung ihrer Fische begonnen. Das hat sich im Laufe der Jahre herumgesprochen. Und: "Die Leute schauen mehr, wo das Essen herkommt“, sagt Birgit Simon. So hat sich der Hofverkauf in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Die Lage sei gut, nur die Öffnungszeiten seien eben nicht für jeden ideal.

Bislang standen potenzielle Kunden bei der Fischzucht Simon immer mal wieder vor verschlossenen Toren. Der Grund: Der Familienbetrieb verkauft neben den geschlachteten Tieren für den Endverbraucher oder Restaurants auch viel Lebendfische an Vereine oder Fischereigenossenschaften, die diese dann in Gewässer einsetzen. Für den Fischbesatz, der laut Walter Simon rund 80 bis 85 Prozent des Geschäfts ausmacht, waren die Simons häufig Nachmittags unterwegs. Der Hofladen war in dieser Zeit geschlossen – ein Nachteil für alle Kunden, die am Vormittag in der Arbeit sind. Der Automat, der vor den Toren der Firma steht, soll dies nun ändern. Die Familie rechnet mit einem Jahr, bis sich das Ganze eingespielt hat. "Wir sind erst mal froh, wenn diejenigen Kunden was rauslassen, die bisher nachmittags umsonst gekommen sind“, sagt Birgit Simon.

Die richtige Verpackung war schwer zu finden

Von der Idee bis zum Aufstellen des Automaten hat es nun fast ein ganzes Jahr gedauert. Gerade in den vergangenen Monaten hatten die Simons besonders viel zu tüfteln. Überraschend schwierig war laut Walter Simon, die richtige Verpackung für die ganzen Fische zu finden. Lang und schmal musste sie sein und dennoch stabil. Die Industrie kann solche Verpackungen zwar zur Verfügung stellen und liefern, allerdings nur in riesigen Mengen ab Hunderttausend. Das war den Simons für den Anfang zu viel. Bis eine zufriedenstellende Lösung gefunden war, verging einige Zeit. Einen kleinen Preisaufschlag für die Verpackung berechnet die Familie nun am Automaten.

Züchter essen eher selten Fisch

Forelle, Lachsforelle und Saibling gibt es im Automaten, teils als Frischfisch, filetiert, selbstgeräuchert oder mit Chili. Für den Sommer planen die Simons eine fertig gewürzte Forelle für den Grill. Denn gerade in der Grillsaison werde Fisch immer beliebter. Auch an Weihnachten wollen viele Leute eine Abwechslung zum Braten, so Birgit Simon. Am meisten Fisch verkaufen die Simons "ganz klar“ an Gründonnerstag für den Karfreitag, aber auch am Aschermittwoch.

Bei den Züchtern selbst kommt der Fisch nur alle ein bis zwei Wochen auf den Tisch. "Wenn man den ganzen Tag damit beschäftigt ist, macht er einen nicht an“, sagt Birgit Simon und lacht. Da gehe es ihnen ähnlich wie manchem Metzger. Am liebsten isst die Familie das Filet ganz einfach aus der Pfanne oder dem Ofen, nur mit Salz und Pfeffer "und möglichst wenig Gewürzen“, erklärt Walter Simon. "Man soll ja den Fisch schmecken.“

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Unterallgäu | Weihnachten

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Ein Artikel von
Melanie Lippl

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Ressort: Lokalnachrichten Mindelheim


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