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  3. Neu-Ulm: Ein Rechtsanwalt sitzt selbst auf der Anklagebank

Neu-Ulm
20.11.2018

Ein Rechtsanwalt sitzt selbst auf der Anklagebank

In Neu-Ulm musste sich ein Rechtsanwalt als Angeklagter vor dem Amtsgericht verantworten.
Foto: Alexander Kaya

Plus Gegen eine Geldauflage in Höhe von 10.000 Euro stellt das Amtsgericht Neu-Ulm ein Verfahren wegen Parteiverrat gegen einen Juristen ein.

Ungewohnte Rolle für einen Rechtsanwalt aus dem Raum Weißenhorn: Nicht als Strafverteidiger, sondern als Angeklagter musste ein 65-Jähriger an zwei Verhandlungstagen vor dem Neu-Ulmer Amtsgericht erschienen. Der Vorwurf: Parteiverrat. Der erfahrene Jurist soll der Anklage zufolge mehreren Beteiligten in derselben Angelegenheit Rechtsbeistand geleistet haben. Das ist strafbar und kann mit bis zu fünf Jahren Haft geahndet werden.

Für den 65-Jährigen war das Verfahren, das die Staatsanwaltschaft Memmingen gegen ihn eingeleitet hatte, eine sehr unangenehme Sache, wie er vor Gericht schilderte. Zwei Jahre zogen sich die Ermittlungen hin, im März 2017 durchsuchten Beamte die Kanzlei des Anwalts und beschlagnahmten acht Aktenordner, die er bis dato nicht wieder zurückbekommen hatte.

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