Freitag, 15. Dezember 2017

06. Dezember 2017 07:45 Uhr

ICE-Trasse

Eröffnungsfeiern für neue Bahnstrecke München-Berlin mit Merkel

Mehr als ein Vierteljahrhundert dauerte es, bis die schnelle Bahnverbindung von München nach Berlin Realität wurde. Das wird nun in großem Stil gefeiert.

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Ein ICE vor der Kulisse des Reichstages: Von München aus kommt man zukünftig schneller in Berlin an.
Foto: Soeren Stache, dpa (Symbolbild)

Zwei Tage vor der Aufnahme des Linienverkehrs feiert die Deutsche Bahn an diesem Freitag (8. Dezember) die Eröffnung der Schnellfahrstrecke Berlin-München. Ein ICE-Sonderzug fährt auf der neuen Trasse von Nürnberg nach Berlin. Unterwegs wollen drei Ministerpräsidenten zusteigen. In Nürnberg, Erfurt, Leipzig, Wittenberg und Berlin sind Feste geplant. Zur Abschlussveranstaltung in Berlin werden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der ehemalige Formel-1-Rennfahrer Nico Rosberg erwartet.

Die Fahrzeit auf den 623 Kilometern zwischen Berlin und München sinkt mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember merklich. Bislang braucht ein ICE dafür rund sechs Stunden. Die ICE-Sprinter schafft das nach Angaben der Bahn künftig in knapp vier Stunden, mit dem normalen ICE mit mehr Haltebahnhöfen sind es knapp viereinhalb Stunden. Bahnchef Richard Lutz sieht seinen Konzern damit "in Schlagdistanz" zum Konkurrenten Flugzeug. Die jährliche Fahrgastzahl zwischen Berlin und München soll sich auf bis zu 3,6 Millionen verdoppeln.

München - Berlin in vier Stunden: Das Projekt kostete zehn Milliarden Euro

Am Sonntag kommt der 107 Kilometer lange letzte Abschnitt des Verkehrsprojekts "Deutsche Einheit 8" ans Netz, wie das 1991 beschlossene Projekt offiziell heißt. Durch 22 Tunnel und über 29 Brücken fahren die Züge mit bis zu Tempo 300 durch Berge und über Täler des Thüringer Waldes hinweg. Das Vorhaben kostete zehn Milliarden Euro.

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In Nürnberg fährt am Freitag (11.15 Uhr) ein ICE mit Bahnchef Lutz und dem bayerischen Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann los. In Erfurt wird Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow zusteigen, in Leipzig der sächsische Regierungschef Stanislaw Tillich und in Lutherstadt Wittenberg Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff. Schließlich werden dieser und ein zweiter aus München kommender Sonderzug parallel im Berliner Hauptbahnhof einfahren. Dort wird dann in einem Festzelt mit Merkel und anderen Prominenten gefeiert. dpa

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