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08. November 2011 15:19 Uhr

Polizistenmord

Ermittler starten große Fahndungsaktion in Augsburg

Im Fall des ermordeten Polizisten Mathias Vieth gibt es nun auch Hinweise zu dem Helm, den einer der Täter trug.

Die Ermittler der Soko "Spickel" nehmen das offenbar zum Anlass, eine großangelegte Plakataktion zu starten. Wie die Polizei mitteilt, wird das Plakat in mehrsprachiger Übersetzung per Postwurfsendung an mehr als 3.700 Haushalte im Stadtgebiet Augsburg, vorwiegend im Bereich Hochzoll , verteilt. Zusätzlich wird der Fahndungdsaufruf an Bushaltestellen, Geschäften und anderen öffentlichkeitswirksamen Plätzen ausgehängt.

Neben den bereits veröffentlichten Bildern des Motorrades und einer schwarzen Tasche ist darauf auch ein Foto eines Motorradhelms abgebildet. Bei dem Helm handelt es sich um ein Vergleichsstück. Das Fabrikat wurde aufgrund eines am Tatort aufgefundenen Visiers ermittelt.

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Wie die Ermittlungen der Polizei ergaben, wurden die Motorradhelme aus Thailand importiert und im Zeitraum von Februar bis April 2011 ausschließlich in Discounter-Märkten der Kette Lidl in Deutschland und im Lidl-Online-Shop verkauft. Die Helme gibt es in den Farben schwarz, anthrazit und silber - jeweils in matt oder glänzend. Sie wurden zum Preis von 39,99 Euro vertrieben.

Verbindung zum Heilbronner Polizistenmord?

Elf Tage nach dem Mord an Mathias Vieth ist damit wieder deutlich mehr Bewegung in die Ermittlungen gekommen. Neben dem Helm überprüft die ermittelnde Soko "Spickel" derzeit auch eine mögliche Verbindung zwischen dem Mord in Augsburg und zwei Männern, die am vergangenen Freitag eine Bank in Eisenach überfielen und anschließend in ihrem Wohnwagen verbrannten.

Mathias Vieth war am vorvergangenen Freitag erschossen worden,  als er mit einer Kollegin in Augsburg zwei Verdächtige auf einem Motorrad überprüfen wollte. Sie verfolgten die beiden Männer. Im Siebentischwald kam es dann zu einem Schusswechsel zwischen den Polizisten und den Verdächtigen. Vieth wurde dabei tödlich getroffen, seine Kollegin verletzt. Die Großfahndung nach den Mördern läuft seitdem - noch ohne Erfolg. Nach dem Polizistenmord von Augsburg wurde die Belohnung, die zur Ergreifung der Täter ausgesetzt ist, gestern auf 55.000 Euro erhöht. AZ

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