Montag, 23. Oktober 2017

24. September 2012 08:06 Uhr

Oktoberfest 2012

Weniger Besucher, genauso viel Bier

Das erste Wiesn-Wochenende begann eher beschaulich. Rund 850.000 Gäste kamen, in den vergangenen Jahren waren es eine Million. Die Wirte in den Zelten merkten davon aber nichts.

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Teils verregnet und deshalb etwas ruhiger als sonst hat am Samstag das Münchner Oktoberfest begonnen. Nach Schätzung der Festleitung kamen am ersten Wiesn-Wochenende rund 850.000 Gäste - in früheren Jahren war es meist eine Million. Trotzdem wurde auf dem größten Volksfest der Welt praktisch genauso viel Bier getrunken und genauso viel gegessen wie sonst.

Tausende Hendl und eine Million Maß

Knapp eine Million Maß Bier rann durch durstige Kehlen. Der Liter kostet heuer über 9 Euro, die Spanne reicht von 9,10 bis 9,50 Euro. Außerdem verzehrten die Gäste Abertausende Hendl und neun Ochsen.

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Mit dem traditionellen Ruf "Ozapft is" hatte der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) am Samstag das Volksfest eröffnet. Während Böllerschüsse über die Theresienwiese dröhnten, reichte er Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die erste frisch gezapfte Maß, um mit ihm auf eine friedliche Wiesn anzustoßen. Erneut brauchte Ude nur zwei Schläge, um den Zapfhahn in das Spundloch zu treiben.

 

Regen verdarb den Schaustellern das Geschäft

Am ersten Wiesn-Tag verdarb strömender Regen den Schaustellern mit Out-Door-Attraktionen das Geschäft. Während die Menschen draußen mit Regenschirmen und Mänteln Sturmböen und Regengüssen trotzten, ließen sich die Gäste in den Zelten die Stimmung nicht verderben - obwohl sie auch hier nicht ganz trocken blieben. Denn das Schottenhamel-Zelt hielt dem Regen teilweise nicht mehr ganz stand. In der Ratsboxe spannten Besucher Schirme auf, um sich vor Tropfen zu schützen.

Am Sonntag prägten bei bestem Volksfestwetter Trachtler und Schützen aus vielen Teilen Deutschlands und dem Ausland das Bild. Sie waren am Vormittag in einem der weltgrößten Trachtenumzüge zum Festgelände marschiert. Weit mehr als 10 000 Menschen säumten die Straßen, als rund 9000 Trachtler, Schützen, Goaßlschnalzer und Musikanten zur Festwiese zogen.

Weniger "Bierleichen" wie im Vorjahr

Zumindest zum Auftakt gab es nur etwa halb so viele "Bierleichen" - so werden die Alkoholopfer umgangssprachlich genannt - wie im Vorjahr. 36 Besucher mussten in der BRK-Sanitätsstation mit Alkoholvergiftung behandelt werden, im Vorjahr waren es 63. Den ersten Problemfall gab es drei Stunden nach dem Anstich. In anderen Jahren brachen Trinker schon zusammen, bevor das Fest überhaupt eröffnet war.

Trotz des Glasflaschenverbots auf dem Oktoberfest sammelten Kontrolleure bei zahlreichen Besuchern Bierflaschen ein. Noch vor der Eröffnung nahm die Polizei binnen zwei Stunden Gästen rund 5000 Flaschen ab. Das Verbot gilt dieses Jahr erstmals - in den vergangenen Jahren hatte es durch Scherben viele Verletzungen gegeben.

Insgesamt meldeten Polizei und Bayerisches Rotes Kreuz (BRK) einen ruhigen Start. "Wir sind sehr zufrieden, es gab keine großen Vorkommnisse", sagte der Festleiter und Münchner Wirtschaftsreferent Dieter Reiter (SPD).

Alle Infos rund um das Oktoberfest 2012 finden Sie in unserem Oktoberfest-Special. dpa

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