Donnerstag, 24. April 2014

25. November 2012 10:20 Uhr

FC Bayern

Die Fünf-Tore-Ansage: Mia! San! Mia! San! Mia!

Bundesliga am Samstag: FC Bayern fünf, Hannover null. Die Münchner haben im Titel-Kampf der Bundesliga aufhorchen lassen.

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FC Bayern mit fünf Toren: Mia! San! Mia! San! Mia! Die Fünf-Tore-Ansage aus München
Foto: Andreas Gebert

FC Bayern: «Aufwachen!» Auf den Befehl von Boss Rummenigge reagieren die Bayern-Stars umgehend mit einer Torgala gegen Hannover. Der Start in die große Dortmund-Woche ist geglückt. 40-Millionen-Mann Martínez schießt ein Traumtor - Gomez erlebt eine «Gefühlsexplosion».

Bayerns krachende Fünf-Tore-Ansage - «Null an Dortmund denken»

Mia san bereit! Die Fünf-Tore-Ansage der Bayern beim Start in die wegweisende Dortmund-Woche fiel krachend aus, trotzdem verleitete der 5:0-Spaziergang gegen Hannover 96 keinen in München zu voreiligen Triumphposen oder vorlauten Sprüchen.

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«Wir müssen null an Dortmund denken, wir haben Freiburg vor uns», mahnte Franck Ribéry. Schon am Mittwoch soll nachgelegt werden, um dann womöglich im Topspiel gegen den BVB die 18. Herbstmeisterschaft in der Fußball-Bundesliga perfekt zu machen. «Am liebsten würden wir nächsten Samstag mit neun Punkten Vorsprung hier gegen Dortmund auflaufen - Minimum neun Punkte», erklärte Kapitän Philipp Lahm.

FC Bayern schießt Hannover ab

Wer wollte daran zweifeln? «Aufwachen!», hatte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nach den mäßigen 1:1-Auftritten in Nürnberg und Valencia gefordert - und die hoch bezahlten Arbeitnehmer «reagierten sofort», wie Ribéry bemerkte: «Manchmal brauchten wir das», sagte der Franzose zum Weckruf aus der Chefetage. «Es war wichtig, dass die Mannschaft eine Reaktion gezeigt hat, weil wir jetzt in eine entscheidende Woche kommen», erklärte Rummenigge.

«Diesen Stil müssen wir bis Weihnachten durchziehen», forderte Rückkehrer Mario Gomez. Der elfte Saisonsieg war für die Münchner Rekordstarter kurz vor dem Dortmund-Gipfel eine Beruhigungspille mit äußerst angenehmen Nebenwirkungen. Die Bayern-Maschine lief wieder rund - und Jupp Heynckes hat in einem perfekten 200. Bundesligaspiel als Bayern-Trainer mit Torjäger Gomez und dem 40-Millionen-Mann Javi Martínez wertvolle Trümpfe hinzugewonnen. Die beiden teuersten Einkäufe der Vereinsgeschichte könnten beim Jahresendspurt zwei ganz entscheidende Impulsgeber sein.

Bayerns krachende Fünf-Tore-Ansage - «Null an Dortmund denken»

Martínez befreite sich in seinem 17. Bayern-Einsatz vom großen Erwartungsdruck mit dem Traumtor per Fallrückzieher in der 3. Minute. «Das war mein erstes Tor für den FC Bayern, ich bin sehr glücklich», erklärte der Spanier strahlend. Gomez brauchte nach seiner Einwechslung in der 66. Spielminute sogar nur 26 Sekunden, um bei seinem Bundesliga-Saisondebüt ein umjubeltes Tor-Comeback zu feiern. Von einer «Gefühlsexplosion» sprach der lange verletzte Torjäger, der schon gegen den BVB eine Startelf-Option sein könnte.

«Das Tor war unheimlich wichtig für Mario», sagte Heynckes, der auch Martínez besonders hervorhob: «Javi hat gezeigt, warum wir ihn gekauft haben. Er hat ein überragendes Spiel gemacht. Er wird noch viel besser.» Sein gesamtes Team wirkte wie ausgewechselt, «weil wir von Anfang an sehr giftig und aggressiv waren», wie der Coach lobte.

Gomez-Rückkehr: Besser geht's nicht

Zwischen dem 1:0 von Martínez und dem 5:0 von Gomez trafen auch noch Toni Kroos (24.) mit einem sehenswerten Seitfallzieher, Ribéry (37.) und erstmals im Bayern-Trikot Abwehrspieler Dante (63.). Selbst ein 8:0 oder 9:0 wäre möglich gewesen gegen einen Gegner, «der sich nicht so gewehrt hat», wie Nationalspieler Thomas Müller resümierte. Hannovers Trainer Mirko Slomka sprach von einem «Klassenunterschied» und ärgerte sich über «unfassbare Fehler» seiner Mannschaft.

Nur 42 Stunden Erholungszeit nach dem Europa-League-Spiel gegen Enschede zeigten Wirkung bei den Niedersachsen. «Die Bayern waren in allem besser, Einzelspieler, Laufbereitschaft, taktisches Verhalten, Zweikampfverhalten und und und», analysierte Martin Kind. Der 96-Chef sieht seine Mannschaft in einer «Leistungsdelle», die aber nichts mit der ungeklärten Zukunft von Trainer Slomka zu tun habe. «Das sind alles Profis, die können damit umgehen», wiegelte Kind ab.

Martinez trifft traumhaft schön - Slomka der neue Heynckes?

Über Slomka, der immer wieder auch als möglicher Heynckes-Nachfolger in München gehandelt wird, habe er im übrigen mit den Bayern-Bossen nicht gesprochen: «Ich habe freundlich guten Tag gesagt. Ich war nicht hier, um ein Trainergespräch zu führen.» AZ

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