Sonntag, 21. Januar 2018

Augsburger Panther

28. Dezember 2017 11:30 Uhr

Augsburger Panther

AEV-Stürmer David Stieler nutzt seine Chance

Auf einen Schlag verdoppelt Panther-Stürmer David Stieler sein Torkonto. Am Donnerstag kommt Berlin als Favorit ins Curt-Frenzel-Stadion, doch die Statistik spricht für den AEV.

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Der Spieler des Abends gegen Schwenningen: Panther-Stürmer David Stieler glänzte ausnahmsweise nicht als Vorbereiter, sondern als zweifacher Torschütze.
Foto: Siegfried Kerpf

Nach dem 5:1-Sieg gegen Schwenningen feierten die AEV-Fans besonders einen Spieler: David Stieler. Der Center steuerte zwei Tore zum Heimsieg gegen die Überraschungsmannschaft der Deutschen Eishockey Liga bei. Mit einem Schlag verdoppelte der Tscheche mit deutschem Pass sein Trefferkonto auf vier Saisontore.

Aber nicht nur deshalb gab es Lob von Mike Stewart. "David hat seine Chance genutzt, dass er im Powerplay spielen darf. Er war heute absolut spitze", freute sich der AEV-Trainer über die Leistung des 29-Jährigen, der 2016 vom damaligen Zweitligisten Bremerhaven in die DEL gewechselt war und sich in Augsburg in der zweiten Saison ein gutes Stück weiterentwickelte.

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Da Spielmacher Drew LeBlanc seine hochschwangere Frau am zweiten Weihnachtsfeiertag in die Klinik begleitete, durfte Stieler ausnahmsweise auch in einer der beiden Überzahlformationen aufs Eis. Der Profi, der im Jaromir-Jagr-Klub Kladno groß geworden ist, glänzte nicht nur als Passverteiler wie bisher (neun Assists), sondern auch als Torschütze.

AEV-Stürmer David Stieler: Bester Panther-Spieler in der Plus-Minus-Statistik

Stieler setzt seine Nebenleute glänzend ein, ist in den Ecken wendig und pucksicher und weist zudem mit plus neun den besten Wert der gesamten Panther-Mannschaft in der Plus-Minus-Statistik auf. Für jedes geschossene Tor, bei dem ein Spieler auf dem Eis steht, erhält er ein Plus, bei einem Gegentor ein Minus (gilt nicht in Über- und Unterzahl).

Trainer Stewart freute sich nicht nur über die Erfolge von Stieler, sondern auch über die Treffer von Thomas Holzmann, der nach 17 Partien Flaute wieder traf, und über das erste Saisontor von Defensiv-Stürmer Aleksander Polaczek. "Wir können nicht immer nur auf unsere Topscorer Trevor Parkes, Drew LeBlanc oder Matt White vertrauen." Dann sind die Panther zu leicht auszurechnen. "Wir brauchen auch dringend die Torschützen aus der zweiten Reihe. Das war auch einer der Gründe für unseren schlechten November."

In den Eisbären Berlin haben die Augsburger Panther einen harten Gegner

Die Regeneration nach dem Schwenningen-Sieg ist nur kurz. Bereits am Donnerstag geht es mit dem zweiten und letzten Retro-Spiel weiter im Curt-Frenzel-Stadion. Mit den Eisbären Berlin kommt ein Spitzenteam nach Augsburg. Der Hauptstadtklub hat mit einem geschätzten Etat von 11,2 Millionen Euro das viertgrößte Budget zur Verfügung.

Der Zuschauerschnitt von 12.052 Besuchern (Saison 2016/17) ermöglicht dem Firmenableger des amerikanischen Milliardärs Philip F. Anschutz ganz andere Möglichkeiten als den Panthern. Zudem sind die Eisbären seit dieser Saison im Management neu aufgestellt und berichten direkt an den NHL-Klub Los Angeles Kings. Die Kalifornier haben die sportliche wie auch die wirtschaftliche Leitung des DEL-Gründungsmitglieds übernommen. Konsequenterweise wurde als Ziel nichts weniger als der achte deutsche Meistertitel ausgegeben.

Die Augsburger Panther wissen: Die Eisbären sind immer gefährlich

Bislang liegt die Mannschaft von Ex-Bundestrainer Uwe Krupp voll im Plan. Die Eisbären (73 Punkte) rangieren mit nur einem Zähler Rückstand auf die Topteams München und Nürnberg (jeweils 74) auf Rang drei. Augsburg rechnet sich dennoch gute Chancen aus, die aktuelle Saisonbilanz ist positiv.

Das erste Kräftemessen in Berlin verloren die Panther mit 1:2 nach Penaltyschießen. Im ersten Heimspiel Ende Oktober boten die AEV-Profis mit einem 7:4-Erfolg eine ihrer besten Saisonleistungen. "Ich denke, sie respektieren uns. Aber Berlin ist immer gefährlich und wir werden wieder eine Topleistung benötigen, um sie zu schlagen", sagt Trainer Mike Stewart.

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