Freitag, 18. August 2017

Augsburger Panther

01. August 2017 06:57 Uhr

Augsburger Panther

Treffpunkt Curt-Frenzel-Stadion: Panther fliegen ein

Die meisten Profis der Panther trafen am Montag in Augsburg an. Nur Spielmacher LeBlanc erhielt eine Urlaubsverlängerung. Was sie im Urlaub so alles gemacht haben.

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Sportmanager Duanne Moeser (rechts) begrüßt die AEV-Profis (von links) Gabe Guentzel, Scott Valentine, Ben Meisner und Jaroslav Hafenrichter.
Foto: Siegfried Kerpf

Der Zeitplan von Duanne Moeser war am Montag eng. Der Panther-Sportmanager pendelte mehrmals zwischen dem Münchner Flughafen und der Geschäftsstelle gegenüber dem Curt-Frenzel-Stadion. Seine Fracht: die Eishockey-Profis aus Nordamerika. Mit der ersten Fuhre kehrten Scott Valentine, Ben Meisner und Gabe Guentzel Montagvormittag nach Augsburg zurück. Später folgten Michael Davies, Trevor Parkes, Mark Cundari, Evan Trupp, Thomas J. Trevelyan und Brady Lamb. Aus Toronto, Detroit und Newark schwebten die Angestellten der Eishockey-GmbH in Bayern ein, um die Saisonvorbereitung aufzunehmen. Aus Prag kam Jaroslav Hafenrichter mit dem Auto. Zunächst stehen medizinische Tests auf dem Programm, am Freitag hat Trainer Mike Stewart die erste Eiseinheit angesetzt.

Immer mehr Panther-Spieler wohnen in der Innenstadt

Trainiert haben alle Profis während der Sommermonate, entweder in Augsburg oder in ihrer Heimat. Besonders intensiv bereitete sich Ben Meisner auf sein drittes Jahr in der Deutschen Eishockey-Liga vor. „Ich war zuletzt zwei Mal pro Woche mit einigen NHL-Profis auf dem Eis“, erzählt der 27-Jährige. Unter anderem zählten NHL-Star Sidney Crosby oder Nathan MacKinnon aus Colorado zu der Trainingsgruppe. In Halfix genoss Meisner die kurzen Wege: „Es ist praktisch, ich wohne gleich neben der Eishalle.“ Auch in Augsburg ist ein neuer Trend zu beobachten. Wohnten früher die Spieler oft auch in Friedberg oder Gersthofen, ist jetzt das Stadtzentrum gefragt: „Alle wollen in die Innenstadt. Mittlerweile sind fast alle Profis in einem Radius von drei Kilometern rund um das Curt-Frenzel-Stadion untergebracht“, erzählt Eva Klein, die in der Panther-Organisation alle 23 Unterkünfte betreut. Immer noch gelten in der Branche folgende Regeln: Die Verträge handeln die Profis in Netto-Beträgen aus, plus kostenfreies Auto, plus Wohnung.

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Die kurzen Wege in Augsburg schätzt auch Gabe Guentzel: „Zu Hause in Woodbury fahre ich fast nur Auto, hier dagegen fast nur Fahrrad. Das ist viel praktischer.“ Die Sommerpause begann für den AEV-Verteidiger mit einer großen Party. Sein sechs Jahre jüngerer Bruder Jake feierte mit den Pittsburgh Penguins den Gewinn der wichtigsten Eishockey-Trophäe der Welt, den Stanley Cup. „Wir haben mit der Familie die Finalspiele live miterlebt und waren auch bei der Parade mit 700000 Leuten in Pittsburgh mit dabei – gigantisch.“

Bruder von Gabe Guentzel gewinnt Stanley Cup

Jake Guentzel legte in der abgelaufenen Saison einen sensationellen Aufstieg hin. Vom AHL-Farmteam Wilkes-Barre schaffte er den Sprung ins NHL-Team der Penguins und verbuchte in 40 Punktspielen 33 Scorerpunkte. In den Play-offs drehte der 22-Jährige richtig auf und trug mit 13 Treffern maßgeblich zum Titelgewinn in der National Hockey League (NHL) bei. Die Guentzels sind eine Eishockey-Familie. Vater Mike trainiert an der Universität von Minnesota. Gabe Guentzels ältester Bruder Ryan hat seine Laufbahn inzwischen beendet. Als Jake Guentzel den riesigen Stanley Cup in seine Heimatstadt Woodbury bringen durfte, waren alle Familienmitglieder mit dabei. „Wir haben zusammen ein Golfturnier gespielt“, erzählt der Panther-Verteidiger Gabe.

Ein Abwehrkollege ließ es im Sommer ruhiger angehen. Scott Valentine reiste für eine Woche mit einem Eishockey-Kumpel nach Mexiko. „Ansonsten war ich in Ottawa und habe viel trainiert.“

Jaroslav Hafenrichter streute einen Strandurlaub in der Türkei und zwei Paris-Besuche in sein Sommerprogramm. Der AEV-Angreifer verbrachte die meiste Zeit mit der Familie in der tschechischen Hauptstadt Prag. Zur Heimat ist jedoch Augsburg geworden. „Mein Sohn Jari hat immer gefragt: Papa, wann fahren wir nach Hause.“ Der fünfjährige Bub freut sich auf seine Freunde im Kindergarten.

Am heutigen Dienstag wird Nachzügler Matt White in Augsburg erwartet. Spielmacher Drew LeBlanc darf noch bis Sonntag in Nordamerika bleiben, weil seine schwangere Frau Chelsea einige Untersuchungen absolvieren muss.

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