Mittwoch, 23. August 2017

02. August 2017 07:30 Uhr

Wetter

Erst Rekordhitze, dann Unwetter: Leichte Schäden in der Region

Mit 35,8 Grad in München war Dienstag der bislang heißeste Tag 2017 in Bayern. Nach der Hitze gab es in der Region heftige Unwetter.

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Erst Hitze, dann Unwetter: In Bayern krachte es in der vergangenen Nacht vielerorts.
Foto: Nicolas Armer, dpa

Hitzerekord in Bayern: Der Dienstag war heuer der bisher heißeste Sommertag im Freistaat. In München wurden am späten Nachmittag 35,8 Grad gemessen. Bisher hatte der 19. Juli mit 35 Grad in Kitzingen den Rekord im bayerischen Sommer 2017 gehalten. In München war es der heißeste 1. August seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Der bisherige Spitzenwert in der Landeshauptstadt war am 1. August 1983 und am 1. August 2003 mit jeweils 33 Grad gemessen worden.

Hitzerekord in Bayern - bislang heißester Tag des Jahres 2017

Auch andernorts war es nicht viel weniger heiß: In der Oberpfälzer Stadt Amberg wurden am späten Nachmittag 35 Grad gemessen, wie der Deutsche Wetterdienst weiter mitteilte. Im oberbayerischen Neuburg an der Donau wurden nachmittags 35,3 Grad erreicht, im niederbayerischen Elsendorf (Landkreis Kelheim) wurden 34,5 Grad gemessen, im ebenfalls niederbayerischen Gottfrieding (Landkreis Dingolfing-Landau) waren es 34 Grad.

Grund für die Hitze war ein Tiefdruckgebiet über den Britischen Inseln, das an seiner Vorderseite heiße Luft bis nach Bayern pumpte.

BR-Radltour: Party in Gersthofen unterbrochen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Abend für die gesamte Region Unwetterwarnungen herausgegeben, die aber inzwischen wieder aufgehoben wurden. Bei der BR-Radltour in Gersthofen (Kreis Augsburg) wurde die abendliche Party, zu der neben den Radlern auch viele Hundert Besucher gekommen waren, um 20.20 Uhr wegen des Unwetters unterbrochen. Radler und Besucher mussten das nicht überdachte Festgelände verlassen und die Band Common Linnets die Bühne räumen. Erst als das Unwetter vorüber und die Technik überprüft worden war, ging es gegen 22 Uhr weiter.

Zwischen Lindau Hauptbahnhof und Hergatz musste die Bahnlinie gesperrt werden, weil ein Baum auf das Gleis gefallen war. Auch die Strecke Mittenwald-München musste wegen Bäumen auf den Gleisen zwischen Gauting und Tutzing gesperrt werden.

Im Stadtgebiet Augsburg waren laut Polizei einige Straßen zeitweise von herabgefallenen Ästen blockiert. So lagen etwa in der Haunstetter Straße oder in der Schachtstraße Äste auf der Fahrbahn. In der Von-der-Tann-Straße im Hochfeld ist ein Bauzaun umgeweht worden. Größere Schäden sind der Polizei nicht bekannt, wie sie am Mittwochmorgen auf Nachfrage mitteilt.

Auch andernorts stürzten zahlreiche Bäume um. Ein Campingplatz in Lindau wurde wegen der Gefahr durch umstürzende Bäume geräumt, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. Verletzt wurde aber niemand. Im südlichen Schwaben wurden einige Autos von Bäumen getroffen und beschädigt. Außerdem liefen mehrere Keller voll, genau wie im nördlichen Oberbayern. Im Landkreis Starnberg fiel der Strom aus.

In den kommenden Tagen wird es trotz der Unwetter nicht deutlich kühler. Auch bis zum Ende der Woche sollen die Temperaturen dem Deutschem Wetterdienst zufolge weiter um die 30 Grad liegen. Erst nächste Woche sollen sich die Werte in Bayern wieder auf 25 bis 28 Grad abkühlen.  dpa/AZ             

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