Samstag, 1. Oktober 2016

23. September 2013 01:13 Uhr

Stimmen

Glücksgefühle und Zitterpartie

Brunner hofft auf Bundestagsmandat. Nüßlein freut sich für Albsteiger

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Landkreis Als das Ergebnis im Bundeswahlkreis Neu-Ulm feststeht, ist Georg Nüßlein (CSU) glücklich: „Ich danke den Bürgerinnen und Bürgern und fühle mich bestätigt“, sagte der 44-Jährige, der mit 57,5 Prozent der Erststimmen zum vierten Mal hintereinander direkt in den Bundestag gewählt wurde. „Wir haben einen fulminanten Wahlkampf geführt“, betonte Nüßlein. Er freue sich darauf, zusammen mit der über die Liste gewählten CSU-Parteikollegin Katrin Albsteiger in Berlin Politik zu machen: „Wir haben ein super Verhältnis, ich freue mich für sie“, sagte der Abgeordnete aus Münsterhausen.

Ein Wahlabend zwischen Hoffen und Bangen war es für den SPD-Direktkandidaten Karl Heinz Brunner, der 18,4 Prozent Erststimmen holte und dabei um drei Prozent zulegte. Auf Platz 21 der bayerischen SPD-Liste platziert, war für Brunner das Ergebnis der Sozialdemokraten im Freistaat entscheidend. „Bei 20,5 Prozent könnte es reichen“, sagte der Illertisser. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe hatte die SPD etwa 20 Prozent.

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Zum fünften Mal zieht auch Ekin Deligöz (Grüne) in den Bundestag ein. Das bescheidene Erststimmenergebnis von 7,8 Prozent (2009 waren es 10,8 Prozent) spielt für die Drittplatzierte der bayerischen Grünen-Liste keine Rolle. „Bitter enttäuscht“ sei sie über das schlechte Abschneiden der Grünen, sagte sie in der Wahlzentrale im Neu-Ulmer Landratsamt. Zu viele Eigentore seien im Wahlkampf geschossen worden, so Deligöz. Für eine schwarz-grüne Koalition sehe sie wenig Chancen.

Eine der großen Überraschungen war der Erfolg der Alternative für Deutschland (AfD). Direktkandidat Dietrich Jaser (4,7 Prozent Erststimmen) war dennoch nicht ganz zum Feiern zumute. Er habe mit sieben Prozent im Bund gerechnet, deshalb sei er nun „nicht ganz so euphorisch“. Ob die AfD nun in den Bundestag einzieht oder nicht, fest stehe: „Die AfD mausert sich. Wir sind gut aufgestellt.“ Auch wenn es die Partei doch noch in den Bundestag schaffen sollte, Jaser wird nicht im Parlament sitzen: Er ist nur Direkt-, aber kein Listenkandidat. „Dafür kam ich zu spät.“ Er ist erst im April in die Partei eingetreten. Einen Seitenhieb auf seine ehemalige Partei lässt der Scheppacher nicht aus: „Besonders bitter ist das Ergebnis für die FDP“, sagt der ehemalige FDP-Kreisvorsitzende. Aber die Liberalen seien eben „unglaubwürdig“ geworden. (bv, manu) »Seite 27

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